Mit diesem Vorschlag hatte wohl kaum einer gerechnet: Discounter Lidl fordert einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde. Da brandete sogar bei der Gewerkschaft ver.di spontaner Szenenapplaus auf. Gleich mal eins vorweg: Einen allgemeinen Mindestlohn in dieser Höhe befürworten wir uneingeschränkt, aufmerksame Leser des Betriebsrat Blog kennen uns da gut. An sich würden wir uns deshalb gerne in die Riege der Unterstützer miteinreihen. Wir wissen jedoch, dass gerade die Discounter und ganz besonders Lidl kein Geld zu verschenken haben. Da macht es einen schon etwas stutzig, wenn eine solche Initiative gerade aus der härtesteten Preiskampfecke kommt. Was also steckt hinter diesem Vorschlag? Drei einfache Gedanken dazu:
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Ulrike Schramm-de Robertis arbeitet seit 2001 als Verkäuferin bei Lidl. Im Jahr 2004 setzte sie in der Filiale, in der sie damals beschäftigt war, die Gründung eines Betriebsrats durch. Zur Erinnerung: Lidl gilt bis heute als nahezu „betriebsrats- und gewerkschaftsfreie Zone„. Die Arbeitsverhältnisse im Einzelhandel kennt sie gut, war sie vorher etwa bereits bei Kik und beim Discounter Plus beschäftigt. Nun hat sie ihre vielfältigen Erfahrungen in einem Buch festgehalten. Mit „Ihr kriegt mich nicht klein!“ beschreibt sie die miserablen Arbeitsbedingungen der Branche: Unbezahlte Überstunden, Löhne jenseits von Gut und Böse, Bespitzelung, Mobbing, Kündigungen, Behandlung durch Vorgesetzte.

Äußerst spannend ist es zu erfahren, wie sie
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Ohne die Beiziehung der Arbeitsgerichte ging gar nichts: Jetzt aber steht eine Regelung über das Zutrittsrecht der Gewerkschaft ver.di in Lidl-Filialen. Das ist zumindest ein Achtungserfolg, denn der in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht Stuttgart geschlossene Vergleich gilt nur für die 86 Lidl-Filialen in der Region Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Laut ver.di gibt es hier nur eine einzige Filiale mit festem Betriebsrat. Der Vergleich soll aber laut einem Gewerkschaftsvertreter richtungsweisend für ganz Deutschland sein.

Was wurde geregelt? Zwei Vertreter von ver.di dürfen ab sofort
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von Peter am 10.03.2010, 13:54 Uhr , Kategorie: Mindestlohn

Mindestlohn für Gebäudereiniger in Kraft getreten

Die Einigung durch den Tarifausschuss beim Bundesarbeitsministerium erfolgte bereits Anfang Februar: Nun tritt am 10.03.2010 die entsprechende Verordnung  für Dachdecker und Gebäudereiniger in Kraft. Dadurch haben ab sofort rund 830.000 Beschäftigte in diesen Branchen Anspruch auf einen flächendeckenden Mindestlohn. Die neuen Sätze für die Lohngruppen 1 und 6 liegen zwischen 6,83 Euro und 11,13 Euro.

Neue Lohngruppen zum Nachlesen

Noch kein Durchbruch für Mindestlohn bei den Pflegedienstleistern

Nachdem es vor wenigen Wochen so aussah, dass eine Einigung auf einen Mindestlohn in der Pflegebranche unmittelbar bevorsteht, ist mittlerweile
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