Lufthansa-Piloten müssen weiterhin in öffentlichen Flughafenbereichen ihre Pilotenmützen tragen, während für Pilotinnen die Mützenpflicht nicht gilt. Im Gegensatz zur Vorinstanz sah das LAG Köln darin keine Benachteiligung von Männern (Urteil vom 29.10.2012, Az.: 5 Sa 549/11).

Hintergrund des Rechtsstreits ist eine „Betriebsvereinbarung Dienstbekleidung“. Diese sieht vor, dass Frauen eine Pilotenmütze tragen können, aber die Mütze nicht zur vollständigen Uniform gehört. Männer dagegen müssen die Mütze zwingend in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereich anhaben.

Der klagende Pilot war für einen Flug nach New York eingeteilt. Während der Flugvorbereitung wurde er von seinem Vorgesetzten gefragt, ob er seine Pilotenmütze bei sich führe. Der Pilot verneinte dies und berief sich unter Hinweis auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darauf, dass die Vorschrift der Betriebsvereinbarung nichtig sei. Er wurde daraufhin von dem Flug abgesetzt. Mit seiner Klage wollte er grundsätzlich klären lassen, ob es rechtmäßig ist, nur Männer zum Tragen der Pilotenmütze zu verpflichten.
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Manche Wörter hab ich noch nie gehört. „Fremdbereederung“ gehört dazu. Was ein Reeder ist, weiß ich natürlich. Laut Handelsgesetzbuch ist es der Eigentümer eines ihm zum Erwerb durch die Seefahrt dienenden Schiffes (§ 484 HGB). Und die Unternehmung der Reederei beschäftigt sich laut wikipedia unter anderem mit der Bemannung eines Schiffes. So weit, so gut. Was aber ist Fremdbereederung und wie kriegen wir den Bogen ins Arbeitsrecht?

Der Begriff machte vor kurzem die Runde, als das Landesarbeitsgericht Hessen in zweiter Instanz eine Einstweilige Verfügung der Personalvertretung der Lufthansa abgelehnt hat. Die Lufthansa setzt auf einigen Berlin-Flügen seit kurzem
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