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	<title>Betriebsrat Blog &#187; Mindestlohn</title>
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	<description>ifb - Institut zur Fortbildung von Betriebsräten</description>
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		<title>Wenn schon umfallen, dann wenigstens richtig rum</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 14:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang dieser Woche ist vieles anders. Die CDU traf sich in Leipzig zu ihrem Parteitag und bekam von ihrer Vorsitzenden eine Mindestlohnankündigung ins Lunchpaket gelegt. Na ja, &#8220;Mindestlohn&#8221; darf es nicht heißen, da dieser Begriff viele Konservative emotional schmerzhaft treffen könnte. Insofern sprach man dann lieber von einer &#8220;Lohnuntergrenze&#8221; und schränkte auch den Anwendungsbereich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_16370833_XS.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4034 alignleft" style="float: left; margin-right: 15px; margin-bottom: 10px;" src="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/11/Fotolia_16370833_XS.jpg" alt="" width="190" height="126" /></a>Seit Anfang dieser Woche ist vieles anders. Die CDU traf sich in Leipzig zu ihrem Parteitag und bekam von ihrer Vorsitzenden eine <strong>Mindestlohnankündigung ins Lunchpaket</strong> gelegt. Na ja, &#8220;Mindestlohn&#8221; darf es nicht heißen, da dieser Begriff viele Konservative emotional schmerzhaft treffen könnte. Insofern <a href="http://www.leipzig2011.cdu.de/startseite/159-cdu-parteitag-verabschiedet-beschluss-zur-lohnuntergrenze.html" target="_blank">sprach</a> man dann lieber von einer &#8220;<strong>Lohnuntergrenze</strong>&#8221; und schränkte auch den Anwendungsbereich vorsorglich ein: Diese Lohnuntergrenze solle durch eine Kommission der Tarifpartner festgelegt werden und sich an den für allgemein verbindlich erklärten tariflich vereinbarten Lohnuntergrenzen orientieren. An diesem <strong>Schwamm-Satz</strong> wird wohl noch rumzudrücken sein.</p>
<p>Entsprechend unzufrieden reagierten die Sozialdemokraten. Diese <a href="http://www.spd.de/Politik/8774/guter_lohn_fuer_gute_arbeit.html" target="_blank">befürworten</a> zwar schon länger einen Mindestlohn. Mit dem Vorgehen der Konservativen hatten sie aber Probleme. <strong>Andrea Nahles</strong> ist Generalsekretärin der SPD. &#8220;Bürokratischer Schwindel&#8221; sei das, schimpfte sie und, dass &#8220;dieser Formelkompromiss nicht mehr als „<strong>Theaterschminke auf den Gesichtern“ der CDU-Sozialpolitiker</strong> sei.&#8221; Wenn Frau Merkel umfalle, dann tue sie es wenigstens hier in die richtige Richtung, <span id="more-8423"></span>so Andrea Nahles <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn274.html" target="_blank">schon einige Zeit vor dem Parteitag</a>, als sich abzeichnete, dass die CDU bei diesem Thema in Bewegung kommen wird.</p>
<p>Die Diskussion um Sinn und Unsinn von Mindestlöhnen ist durch die Ankündigung der CDU in vollem Gang. In der Partei aber auch<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-11/mindestlohn-cdu-fdp" target="_blank"> in der Koalition</a> ist nun heftiger Streit entbrannt. Gut zu sehen: Die Debatte ist durch die Leipziger Ankündigung keineswegs &#8220;befriedet&#8221;, sondern geht erst so richtig los.</p>
<p>Um die Zweckhaftigkeit von Mindestlöhnen lässt sich trefflich streiten. Seit vielen Jahren kann man die Diskussionen dazu verfolgen. Gerne wird eingewendet, dass durch Einführung eines Mindestlohns die Arbeitskosten steigen, was den Abbau von Arbeitsplätzen oder deren Verlagerung ins Ausland fördere. Aber stimmt das denn? Vielleicht helfen bei der Beantwortung dieser Frage <strong>Studien</strong> weiter, die <strong>im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums</strong> erstellt wurden. <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13710075/Der-Mindestlohn-ist-besser-als-sein-Ruf.html" target="_blank">Sechs Forschungsinstitute haben untersucht</a>, wie sich schon bestehende Mindestlöhne auf die Beschäftigung in den jeweiligen Branchen, also dort wo sie eingeführt wurden, ausgewirkt haben. Und siehe da: Nirgendwo wurden nennenswerte Konsequenzen festgestellt, weder bei der Beschäftigung noch beim Wettbewerb.</p>
<p>Bundesarbeitsministerin <strong>Ursula von der Leyen</strong> fasste es neulich im <a href="http://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Interviews/interview-leyen-bild-am-sonntag-2011_11_06.html" target="_blank">Interview mit der Bild am Sonntag</a> am Beispiel des Elektrohandwerks zusammen: Dort wurde der Mindestlohn 1997 eingeführt, 2003 erst außer und 2007 dann wieder in Kraft gesetzt. Derzeit liegt er bei 9,70 Euro West und 8,40 Euro Ost. Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung habe es keine nennenswerten gegeben, so die Ministerin. Und: Jobs seien erkennbar nicht gefährdet worden.</p>
<p>Sogar die konservative Welt <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13710075/Der-Mindestlohn-ist-besser-als-sein-Ruf.html" target="_blank">schreibt</a> nun, der Mindestlohn sei <strong>besser als sein Ruf</strong>. Wer hätte das einmal gedacht?</p>
<p>Peter</p>
<p>Zum Mindestlohn haben wir im Betriebsrat Blog schon viel geschrieben: Hier eine <a href="http://blog.betriebsrat.de/tag/mindestlohn/" target="_blank">Übersicht der letzten Artikel</a>.</p>
<p>Und in <a href="http://blog.betriebsrat.de/mindestlohn/schluss-mit-760-euro-brutto-klappt-es-diesmal-mit-dem-mindestlohn-in-der-weiterbildungsbranche" target="_blank">diesem Beitrag</a> haben wir dargestellt, welche Möglichkeiten in Deutschland derzeit bestehen, einen Mindestlohn einzuführen.</p>
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		<title>Es rührt sich was: Auch CDU-Ministerpräsidentin für allgemeinen Mindestlohn</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/mindestlohn/es-ruhrt-sich-was-auch-cdu-ministerprasidentin-fur-allgemeinen-mindestlohn/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 11:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Annegret Kramp-Karrenbauer]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Eis schmilzt langsam, aber es schmilzt! Die politische Ablehnung der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns ist erneut ein Stück geringer geworden. Nachdem vor kurzem die in letzter Zeit wieder ambitioniert auftretende Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen Sympathie für einen Mindestlohn signalisierte, legte nun Parteifreundin Annegret Kramp-Karrenbauer, die neue Ministerpräsidentin des Saarlandes, nach. In einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/09/AKK1-klein.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4034 alignleft" style="float: left; margin-right: 15px; margin-bottom: 10px;" title="Annegret Kramp-Karrenbauer" src="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/09/AKK1-klein.jpg" alt="" width="125" height="173" /></a>Das Eis schmilzt langsam, aber es schmilzt! Die politische Ablehnung der <strong>Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns</strong> ist erneut ein Stück geringer geworden. Nachdem vor kurzem die in letzter Zeit wieder ambitioniert auftretende Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen Sympathie für einen Mindestlohn <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Von-der-Leyen-fuehlt-sich-zu-Hoeherem-berufen-id16546311.html" target="_blank">signalisierte</a>, legte nun Parteifreundin <strong>Annegret Kramp-Karrenbauer</strong>, die neue <strong>Ministerpräsidentin des Saarlandes</strong>, nach. In einem <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/CDU-Spitzenfrau-fordert-Mindestlohn_aid_1021686.html" target="_blank">Interview mit der Rheinischen Post</a> meinte sie, dass ein Mindestlohn eine mögliche Antwort auf  Fehlentwicklungen in der Wirtschaft sein könne. Dabei weist sie ausdrücklich auf das &#8220;C&#8221; in ihrer Partei hin (endlich macht das mal jemand!): <em>Eine <strong>christliche</strong> Volkspartei müsse davon berührt sein, wenn der Niedriglohnsektor massiv ansteige und Menschen, die Vollzeit arbeiten, trotzdem staatliche Hilfe brauchen.</em></p>
<p>Unsere Rede schon seit langem! Auch DGB-Chef Sommer <a href="http://www.mindestlohn.de/news/meldung/2011/september-2011/sommer-lobt-cdu-mindestlohndebatte/" target="_blank">sieht das so</a>: &#8220;Die Debatte <span id="more-7633"></span>geht in die richtige Richtung!&#8221; Und darum sind auf dem kommenden CDU-Parteitag im November sicher spannende Diskussionen zu diesem Thema zu erwarten. Wer weiß? Vielleicht kommt der Mindestlohn ja sogar noch vor den nächsten Bundestagswahlen?!</p>
<p>Peter</p>
<p>&nbsp;</p>
<pre>Bildquelle: Homepage Annegret Kramp-Karrenbauer</pre>
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		<title>Schluss mit 7,60 Euro brutto: Klappt es diesmal mit dem Mindestlohn in der Weiterbildungsbranche?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 13:29:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildungsbranche]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einem Jahr fiel er schon mal durch: Mit dem Verweis auf &#8220;mangelndes öffentliches Interesse&#8221; angesichts einer Tarifbindung von nur 25 Prozent prallte die neue allgemeine Lohnuntergrenze für die Weiterbildungsbranche an den Mauern des Bundesarbeitsministerium (BMAS) ab. Tarifbindung bei nur 25 Prozent, was heißt das denn? Um die Mechanismen für die Einführung eines Mindestlohns zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einem Jahr fiel er schon mal durch:</strong> Mit dem Verweis auf &#8220;<strong>mangelndes öffentliches Interesse</strong>&#8221; angesichts einer Tarifbindung von nur 25 Prozent prallte die neue allgemeine <strong>Lohnuntergrenze für die Weiterbildungsbranche</strong> an den Mauern des Bundesarbeitsministerium (BMAS) ab. Tarifbindung bei nur 25 Prozent, was heißt das denn? <strong>Um die Mechanismen für die Einführung eines Mindestlohns zu verstehen</strong>, sollte man wissen, dass es hierzulande zwei Möglichkeiten gibt, um Mindestlöhne in einzelnen Branchen einzuführen. Die eine führt <a href="http://www.bmas.de/portal/13888/aentg.html">über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz</a>, die andere <a href="http://www.bmas.de/portal/32976/2009__04__27__mia.html">über das Mindestarbeitsbedingungen-Gesetz</a>. Beide Gesetze sind 2009 in Kraft getreten.</p>
<p>Nach dem <strong>Entsendegesetz</strong> können <span id="more-6581"></span>Arbeitgeber und Gewerkschaften für Branchen, in denen mehr als die Hälfte aller dort Beschäftigten in tarifgebundenen Unternehmen tätig sind, beim Bundesarbeitsministerium beantragen, dass ein oder mehrere Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt werden. Dann gelten die Lohnuntergrenzen aus dem Tarifvertrag für alle Beschäftigten der Branchen, auch für die, die bei nicht tarifgebundenen Unternehmen beschäftigt sind.</p>
<p>Das <strong>Mindestarbeitsbedingungen-Gesetz</strong> dagegen wird für Branchen benötigt, wo nicht so viele Menschen von Tarifverträgen erfasst werden. Hier soll ein Ausschuss entscheiden, ob Mindestlöhne erforderlich sind.</p>
<p>Deswegen das Scheitern an den 25 Prozent, da der Mindestlohn für die Weiterbildungsbranche nach dem Entsendegesetzes eingeführt werden soll. Die Gewerkschaften ver.di und GEW haben nun gemeinsam mit dem Bundesverband der Träger beruflicher Bildung einen<strong> neuen Anlauf</strong> gestartet: Mit dem Hinweis, dass die Tarifbindung nun bereits bei rund <strong>40 Prozent</strong> liege und sich im Frühjahr auch der <strong>Vermittlungsausschuss</strong> von Bundestag und Bundesrat ausdrücklich für den Mindestlohn ausgesprochen habe, wurde <strong>Anfang Juli</strong> ein neuer Antrag beim  BMAS gestellt. <a href="http://www.taz.de/!73832/" target="_blank">Dieser werde zur Zeit geprüft.</a></p>
<p>Besteht Hoffnung für die bis zu 150.000 Beschäftigten in einer stark von Niedriglöhnen gekennzeichneten Branche? Beim zweiten Anlauf muss es einfach klappen! Die Chancen sind besser als noch vor einem knappen Jahr. <strong>Bruttostundenlöhne ab 7,60 Euro</strong>, wie sie in der Branche herrschen, sind <strong>eine Schande</strong>. Das sind nicht mal 1.200 Euro brutto im Monat. Wie soll man davon auch nur halbwegs vernünftig leben können?</p>
<p>Peter</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das Kind fällt in den Brunnen und der Mindestlohn durch den Bundestag</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/mindestlohn/das-kind-fallt-in-den-brunnen-und-der-mindestlohn-durch-den-bundestag/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 13:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitnehmerfreizügigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linken]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
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		<description><![CDATA[Wieder keine Einigung konnte im Bundestag über die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns bzw. einer allgemeinen Lohnuntergrenze erzielt werden. Bei den Beratungen ging es aktuell um zwei Anträge von SPD und Linken. Nachdem auch in Deutschland am 1. Mai 2011 die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit eingetreten ist, befürchtetdie Opposition weitere negative Entwicklungen im Hinblick auf Löhne und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wieder keine Einigung</strong> konnte im Bundestag über die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns bzw. einer allgemeinen Lohnuntergrenze erzielt werden. Bei den Beratungen ging es aktuell um zwei Anträge von SPD und Linken. Nachdem auch in Deutschland <a href="http://blog.betriebsrat.de/allgemein/lohn-exzesse-schon-ab-dem-1-mai/" target="_blank">am 1. Mai 2011 die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit</a> eingetreten ist, befürchtetdie Opposition weitere negative Entwicklungen im Hinblick auf Löhne und Gehälter. Die <strong>Angst vor Lohndumping</strong> sei in der Bevölkerung weit verbreitet, Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt sollen verhindert werden.</p>
<p>Jedoch: Die Regierung lehnt flächendeckende Mindestlöhne auch weiterhin ab. Zwar könnten sich durchaus Probleme aus der nun eingetretenen Arbeitnehmerfreizügigkeit ergeben, dennoch seien <strong>die Chancen größer als die Risiken</strong>, <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/34374661_kw19_de_arbeitnehmerfreizuegigkeit/" target="_blank">so der Unionsabgeordnete Karl Schiewerling vor dem Bundestag</a>. Er verwies darauf, dass man &#8220;nicht untätig&#8221; gewesen sei und diverse Branchenmindestlöhne aufgestellt habe, so zuletzt in der Zeitarbeit.</p>
<p>&#8220;Das Kind fällt in den Brunnen und <span id="more-5818"></span>die Regierung schaut sehenden Auges dabei zu&#8221;, so Josip Juratovic von der SPD im Plenum. Der Abgeordnete verwies darauf, dass bereits heute <strong>fünf Millionen Menschen nicht von ihren Löhnen anständig leben</strong> könnten. Nur durch einen gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn könne den Menschen in Deutschland die Angst vor der Arbeitnehmerfreizügigkeit genommen und damit auch <strong>fremdenfeindlichen Tendenzen vorgebeugt</strong> werden.</p>
<p><strong>Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen:</strong> Mit dieser Regierung wird es keinen allgemeinen Mindestlohn geben (können). Nicht solange die FDP noch irgendwas zu sagen hat. Dennoch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Und deshalb ist es wichtig, am Thema dranzubleiben. Denn am Ende wird ein gesetzlicher Mindestlohn kommen! Das ist, darf man das sagen, &#8220;<strong>alternativlos</strong>&#8220;? Profitieren würde dadurch übrigens auch der Staat: <a href="http://www.boeckler.de/32014_113938.html" target="_blank">Nach einer neuen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung</a> würde ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro den Staat und die Sozialkassen um <strong>über 7 Milliarden Euro entlasten</strong>. Denn: Wer mehr verdient muss auch höhere Einkommenssteuer zahlen. Und die kassiert der Staat!</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Lohn-Exzesse schon ab dem 1. Mai?</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 11:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitnehmerfreizügigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Dienstleistungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Bsirske]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[verdi]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung warnt Verdi-Chef Frank Bsirkse vor drohenden Niedriglohn-Exzessen. Der Hintergrund: Ab dem 1. Mai 2011 entfallen die Übergangfristen bei der EU-Dienstleistungsfreiheit. Firmen aus den neueren EU-Mitgliedsstaaten dürfen ihre Arbeitnehmer dann ganz legal auf den deutschen Arbeitsmarkt entsenden. Es sei absehbar, so Bsirske, dass diese ihre Arbeitsleistung zu deutlich niedrigeren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung warnt Verdi-Chef Frank Bsirkse vor <strong>drohenden Niedriglohn-Exzessen</strong>. Der Hintergrund: Ab dem <strong>1. Mai 2011</strong> entfallen die Übergangfristen bei der EU-Dienstleistungsfreiheit. Firmen aus den neueren EU-Mitgliedsstaaten dürfen ihre Arbeitnehmer dann ganz legal auf den deutschen Arbeitsmarkt entsenden. Es sei absehbar, so Bsirske, dass diese ihre Arbeitsleistung<strong> zu deutlich niedrigeren Löhnen </strong>anbieten werden. Dies sei kein Problem in Bereichen, wo es schon allgemeinverbindliche <strong>Branchen-Mindestlöhne</strong> gebe. Anderswo könnte es aber für das Lohnniveau kritisch werden. Bsirske benennt das Hotel- und Gastgewerbe sowie den Bereich der Haushaltsdienstleistungen. Auch der <strong>Missbrauch werde zunehmen</strong>: Deutsche Unternehmen könnten in den EU-Beitrittsländern <strong>Briefkastenfirmen </strong>gründen, um <span id="more-5596"></span>Arbeitnehmer dann zu ausländischen Niedrigstlöhnen nach Deutschland zu entsenden. Nur mit einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn könne man <strong>solche Exzesse verhindern</strong>.</p>
<p>Link zum Interview mit Frank Bsirkse (pdf-<a href="http://presse.verdi.de/data/SZ_Interview_FB_16.04.2011.pdf" target="_blank">Download</a> über die Webseite von verdi.de, ca. 15 kb).</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Überblick über die neu vereinbarten Mindestlöhne</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/uberblick-uber-die-neu-vereinbarten-mindestlohne/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 15:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wichtiger Punkt der kürzlich abgeschlossenen Hartz IV-Verhandlungen war das Thema Mindestlöhne. Hier wurde Folgendes neu vereinbart: Einführen einer absoluten Lohnuntergrenze für die Zeitarbeit im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) für Entleihzeiten, aber auch für die verleihfreien Zeiten. Der Mindestlohn soll zum 01.05.2011 in Kraft treten. Einführen einer Günstigkeitsklausel: Liegt in einem Entleihbetrieb die Equal-Pay-Marke unter der festzulegenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wichtiger Punkt der kürzlich abgeschlossenen Hartz IV-Verhandlungen war das Thema <strong>Mindestlöhne</strong>. Hier wurde Folgendes neu vereinbart:</p>
<ul>
<li>Einführen einer absoluten Lohnuntergrenze für die <strong>Zeitarbeit </strong>im  Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) für Entleihzeiten, aber auch für die verleihfreien  Zeiten. Der Mindestlohn soll zum 01.05.2011 in Kraft treten.</li>
<li>Einführen einer <strong>Günstigkeitsklausel</strong>: Liegt in einem Entleihbetrieb die  Equal-Pay-Marke unter der festzulegenden Lohnuntergrenze in der Leih-  und Zeitarbeit, so ist für die Entlohnung des Leiharbeitnehmers der  Mindestlohn in der Leiharbeit maßgebend.</li>
<li>Ermöglichen eines branchenspezifischen Mindestlohns im <strong>Wach- und  Sicherheitsgewerbe</strong> (einschließlich der Geld- und Werttransporte), sowie der <strong> Aus- und Weiterbildung</strong> durch Aufnahme in das Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG).</li>
</ul>
<p>Somit also ein weiterer kleiner Etappensieg <strong>auf dem steinigen Weg </strong><span id="more-5135"></span>zu einem <strong>allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn</strong>. Mit dieser Regierung werden wir ihn bestimmt nicht erleben, <strong>aber vielleicht mit der nächsten.</strong></p>
<p>Peter</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.bmas.de/portal/50642/2011__02__21__einigung__hartz__iv.html" target="_blank">Pressemitteilung BMAS vom 21.02.2011</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bahnstreik,&#8230;. na toll!</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/lohn-und-gehalt/bahnstreik-na-toll/</link>
		<comments>http://blog.betriebsrat.de/lohn-und-gehalt/bahnstreik-na-toll/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 14:51:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lohn und Gehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Streikrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Das werden sich viele Pendler gedacht haben, als sie erfuhren, dass heute Morgen von sechs bis acht Uhr die Lokomotivführer Gewerkschaft GDL zum Streik aufgerufen hat. Und tatsächlich folgten viele Lokführer dem Ruf ihrer Gewerkschaft: 80 Prozent der Züge sind bundesweit ausgefallen oder waren massiv verspätet. Glück haben dabei noch diejenigen gehabt, die auf ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das werden sich viele Pendler gedacht haben, als sie erfuhren, <a href="http://www.gdl.de/" target="_blank">dass heute Morgen von sechs bis acht Uhr die Lokomotivführer Gewerkschaft GDL zum Streik aufgerufen hat</a>. Und tatsächlich folgten viele Lokführer dem Ruf ihrer Gewerkschaft: <strong>80 Prozent der Züge sind bundesweit ausgefallen oder waren massiv verspätet.</strong></p>
<p>Glück haben dabei noch diejenigen gehabt, die auf ein anderes Gefährt ausweichen konnten. Pech hingegen diejenigen, die bei bitterer Kälte frierend am Bahngleis stehen mussten, um auf ihren verspäteten Zug zu warten. <strong>Die Solidarität mit den streikenden Eisenbahnern wächst dabei nicht gerade</strong>.</p>
<p>Aber worum geht es bei dem Streik überhaupt?<span id="more-5106"></span> Mit dem Ausstand ihrer Lokführer will die GDL <strong>einen Tarifvertrag für das gesamte Lokpersonal </strong>erzwingen, der nicht nur für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bahn" target="_blank">Deutsche Bahn</a> (DB), sondern für die gesamte Branche gilt. Damit soll ein <strong>einheitliches Mindesteinkommen auf dem Niveau des Marktführers DB erreicht</strong> werden. Bei der DB fordert die GDL fünf Prozent mehr Lohn. Zu den Kernforderungen im Flächentarifvertrag gehören auch eine Absicherung <strong>bei unverschuldetem Verlust der Fahrdiensttauglichkeit</strong>, beispielsweise nach Suiziden, und einheitliche Qualifizierungsstandards.</p>
<p>Thomas</p>
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		<title>Drei Euro hin und her: Das ist das Ergebnis der Hartz IV-Farce</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 17:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosengeld II]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialverband]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Ende wurden dann nur noch drei Euro hin- und hergeschoben. Das unwürdige Schauspiel der Hartz IV-Verhandlungen hat seit gestern ein Ende, vorläufig zumindest. Ein altes Sprichwort lautet: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben! Wir prognostizieren: Genau richtig, und in diesem Fall wird es vor dem Bundesverfassungsgericht sein, in wenigen Jahren schon! Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Ende wurden dann nur noch <strong>drei Euro hin- und hergeschoben</strong>. Das <strong>unwürdige Schauspiel</strong> der Hartz IV-Verhandlungen hat seit gestern ein Ende, vorläufig zumindest. Ein altes Sprichwort lautet: <strong>Man sieht sich immer zwei Mal im Leben!</strong> Wir prognostizieren: Genau richtig, und in diesem Fall wird es vor dem Bundesverfassungsgericht sein, in wenigen Jahren schon! Denn dieser Kompromiss ist alles, nur nicht verfassungsgemäß. Wieso auch? Die Berechnungsmethode war bis zuletzt heftig unter Beschuss. Nur der Druck, eine Einigung erzielen zu müssen, ließ diese letztlich nahezu ungeprüft weiterbestehen.</p>
<p><strong>Unser Entsetzen</strong> über das bisherige Prozedere haben wir mehrfach <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/die-hartz-iv-auffuhrung-tragodie-oder-schmierentheater/" target="_blank">wie hier</a> zum Ausdruck gebracht. An diesem Gemütszustand hat sich nichts geändert. Dennoch beschränken wir uns diesmal nur auf eine <strong>kurze Übersicht</strong> der in der vergangenen Nacht erzielten Einigung:<span id="more-5084"></span></p>
<ul>
<li>Der <strong>Regelsatz </strong>des Arbeitslosengeldes II steigt rückwirkend zum 01.01.2011 um fünf Euro und zum 01.01.2012 um weitere drei Euro.</li>
<li>Die Regelsätze für Kinder bleiben unverändert, geringfügige Verbesserungen gibt es im sog. <strong>Bildungspaket</strong>, darunter auch Zuschüsse für ein &#8220;warmes Mittagessen&#8221; von bis zu zwei Euro pro Tag.</li>
<li>Für die Zeitarbeitsbranche wird ab 1. Mai ein <strong>Mindestlohn </strong>eingeführt</li>
</ul>
<p>Etwas ausführlicher steht es hier bei <a href="http://www.tagesschau.de/inland/hartz272.html" target="_blank">tagesschau.de</a>.</p>
<p>Der Sozialverband &#8220;Paritätischer Wohlfahrtsverband&#8221; <a href="http://www.sozialticker.com/scharfe-kritik-an-hartz-iv-kompromiss-erbaermlichste-farce-in-der-deutschen-sozialpolitik_20110221.html" target="_blank">übt heftige Kritik</a>: Das Geschacher der letzten Wochen und Tage um drei Euro mehr oder weniger sei <strong>die erbärmlichste Farce</strong>, die die deutsche Sozialpolitik je erlebt hat, so Verbandsgeschäftsführer Ulrich Schneider. Die Grünen haben den ihrer Meinung nach weiterhin verfassungswidrigen Kompromiss übrigens <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746694,00.html" target="_blank">nicht mitgetragen</a>. Sie stiegen im Lauf der letzten Nacht aus den Verhandlungen aus.</p>
<p>Jetzt atmen alle erstmal tief durch und sind erleichtert, dass das unbequeme Ding endlich vom Tisch ist. Nur: Das war nicht der Schlusspunkt in dieser Sache!</p>
<p>Der Vermittlungsausschuss 2011 &#8211; <strong>das war Politik zum Abgewöhnen!</strong></p>
<p>Peter</p>
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		<title>Nicht mal Mäuschen möchte man bei denen sein</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 14:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
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		<category><![CDATA[Manuela Schwesig]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Regelsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz ehrlich: Wir schütteln langsam nur noch den Kopf über das Theater, dass die Hartz IV-Verhandlungsakteure seit längerer Zeit öffentlich aufführen. Das Bundesverfassungsgericht hatte letztes Jahr ganz klar gesagt: Neuregelung von Hartz IV bis Ende 2010! Es ist erstaunlich, wie diese Frist von allen  Beteiligten beharrlich ignoriert wird. &#8220;Jetzt ist der Termin eh vorbei&#8221;, werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ehrlich: Wir schütteln langsam nur noch den Kopf über das Theater, dass die Hartz IV-Verhandlungsakteure seit längerer Zeit öffentlich aufführen. Das Bundesverfassungsgericht hatte letztes Jahr <a href="http://blog.betriebsrat.de/gerichtsmassig/kinder-sind-keine-kleinen-erwachsenen-hartz-iv-verstost-gegen-die-verfassung/" target="_blank">ganz klar gesagt</a>: <strong>Neuregelung von Hartz IV bis Ende 2010! </strong>Es ist erstaunlich, wie diese Frist von allen  Beteiligten beharrlich ignoriert wird. &#8220;Jetzt ist der Termin eh vorbei&#8221;, werden sie sich denken, dann kommt es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht mehr an. Das stimmt schon. Aber: Man hat irgendwie nicht den Eindruck, dass sich irgendjemand bemüßigt fühlt, mal eine Schippe drauf zu legen.</p>
<p><strong>Es ist kaum zu fassen: </strong>Die einen wollen den Regelsatz um 5 Euro erhöhren, die anderen um 11. Wo doch beides ein absoluter Witz ist! Die einen wollen einen Mindestlohn bei der Leiharbeit mit &#8220;Equal Pay&#8221; spätestens nach einer Woche, die anderen wollen &#8220;vielleicht&#8221; einen Mindestlohn, aber wenn dann mit &#8220;Equal Pay&#8221; erst nach neun Monate (was den Arbeitgebern aber wurscht ist, <span id="more-4958"></span>die finden Wege, das zu unterlaufen, so <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/arbeitgeberprasident-sagt-wie-es-ist/" target="_blank">die Ankündigung</a> ihres Präsidenten Herr Hundt letzte Woche). Und, ach ja: Die einen wollen ein Bildungspaket für bedürftige Kinder mit vielen <strong>bunten staatlichen Smarties</strong>, die anderen bevorzugen eines mit <strong>kommunalem Maoam oder Duplo</strong> (letztlich das, was günstiger ist).</p>
<p>Nicht mal Mäuschen möchte man bei diesen <strong>beiden schicken Damen</strong> aus CDU und SPD sein. <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/hartz-iv-verhandlungen-vertagt-das-ist-ein-zaehes-ding-1.1056188" target="_blank">Zehn Stunden lang</a> hocken Ursula von der Leyen und Manuela Schwesig gemeinsam mit dem Ausschussvolk die ganze Nacht hindurch zusammen und fixieren sich dabei vermutlich die meiste Zeit recht bissig und ernst. Ja, bissig und ernst ist auch der Blick anderso. Der des Bürgers etwa. <strong>Der wird langsam sauer</strong>: Wer sich fragt, warum mittlerweile fast jeder Zweite in diesem Land nicht mehr zur Wahlurne geht, braucht nur einen Blick auf genau diesen Vermittlungsausschuss werfen. Weil es hier exemplarisch nur noch um Macht und wirtschaftliche Interessen und nicht mehr um die Sache an sich oder gar den Menschen geht!</p>
<p>Wer ist schuld daran, dass es in diesem <strong>zähen Verhandlungsgewürge</strong> nicht weitergeht? Das ist letztlich egal. Da haben sich <strong>zwei Ideologiesysteme</strong> irgendwie im Matsch festgefahren und fechten nun seit Monaten einen unbeweglichen und <strong>schlammigen Stellungskrieg</strong> aus. Und weil auch keine besonderen wirtschaftlichen Interessen von Rang daran hängen, sondern lediglich die von Millionen von Hartz IV-Empfängern, sprich den Ärmsten der Armen, können sie sich das erlauben. Ohne Rücksicht auf Verluste nennt man das auch. In jedem, anderen Fall wäre der Druck von außen längst viel zu hoch geworden und es gäbe eine Einigung.</p>
<p>Am Dienstag soll nun <strong>Frau Bundeskanzlerin höchstpersönlich</strong> vorbeischauen. Auch da möchten wir lieber nicht Mäuschen sein. Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht ist diese <strong>unwürdige Aufführung</strong> am Mittwoch ja vorbei.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Arbeitgeberpräsident sagt, wie es ist</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 10:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Hundt]]></category>
		<category><![CDATA[Equal-Pay-Prinzip]]></category>

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		<description><![CDATA[Eins kann dem Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt nicht zum Vorwurf gemacht werden: Dass man bei ihm nicht weiß, woran man ist. Jetzt spielt er mit offenen Karten. Er sagt, wie es ist. Aber der Reihe nach: Die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform steuern langsam auf ein Ende zu. Am Sonntag 06.02. findet die nächste und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eins kann dem Arbeitgeberpräsidenten <strong>Dieter Hundt </strong>nicht zum Vorwurf gemacht werden: Dass man bei ihm nicht weiß, woran man ist. Jetzt spielt er mit offenen Karten. <strong>Er sagt, wie es ist.</strong> Aber der Reihe nach:<span id="more-4898"></span></p>
<p>Die Verhandlungen im <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/hartz-iv-gefeilsche-geht-weiter-das-ist-der-aktuelle-stand/" target="_blank">Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform</a> steuern langsam auf ein Ende zu. Am Sonntag 06.02. findet die nächste und vielleicht letzte Runde statt. Die Unterhändler debattieren und streiten dabei nicht nur über den Hartz IV-Regelsatz, sondern auch über andere sozial- und arbeitsmarktpolitische Themen. Dazu gehört die Leiharbeit. Im Gespräch sind ein branchenübergreifender Mindestlohn sowie eine sog. &#8220;Equal Pay&#8221;-Regelung, wonach Leiharbeiter nach einer gewissen Frist genauso entlohnt werden müssen wie die Stammbelegschaft. Wie lange diese Frist sein soll, darüber gehen die Meinungen noch auseinander.</p>
<p>Dieter Hundt ist Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). <strong>Geht es um&#8217;s große Ganze, meldet er sich zu Wort.</strong> Darauf ist Verlass. Insofern war seine Stellungnahme zu diesem Thema längst <strong>überfällig</strong>. Bei einer Pressekonferenz in Berlin letzte Woche<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/leiharbeit-streit-um-loehne-gleiche-bezahlung-aber-nicht-doch-1.1052867" target="_blank"> redete er Klartext</a>: Der Jobmotor Zeitarbeit sei durch die Pläne des Vermittlungsausschusses gefährdet. Um den Motor am laufen zu halten kündigte er an, dass &#8220;strengere Regeln von der Wirtschaft unterlaufen werden&#8221;. Original-Ton:<em> &#8220;Die großen Unternehmen werden Wege finden, um durch Auswechseln der Zeitarbeitnehmer mit dem Problem fertig zu werden.&#8221;</em> Eine <strong>offene Kampfansage an die Politik!</strong></p>
<p>Stop! Was ist noch mal der eigentliche <strong>Sinn und Zweck der Zeitarbeit</strong>? Richtig, Produktionsspitzen sollen leichter aufgefangen werden können. Tatsächlich wird Zeitarbeit aber von vielen Unternehmen längst als gewichtiges Intrument der Kostenersparnis und Personalplanung <strong>mißbraucht</strong>. Sollte in Zukunft vorgeschrieben sein, dass Leiharbeitnehmer zum Beispiel nach drei Monaten Einsatz den gleichen Lohn bekommen müssen wie die Stammbelegschaft, dann wollen Arbeitgeber diese Menschen zu diesem Zeitpunkt einfach <strong>hinausrotieren</strong>. <strong>Alte raus, neue rein</strong>. Hauptsache nicht &#8220;mehr&#8221; zahlen müssen.</p>
<p><strong>Der Mensch ist nur noch reine Ware und Kostenfaktor.</strong> Wohin soll das am Ende führen? Ethisch geht anders! Aber wen interessiert das schon?</p>
<p>Peter</p>
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