Das Problem: Pflege wird in den kommenden Jahren immer wichtiger. Nach allen Prognosen steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in den nächsten Jahren sprunghaft an. Daher werden bereits jetzt aber auch in Zukunft händeringend gut ausgebildete Altenpfleger gesucht. Die Idee: Den wachsenden Mangel in dieser Branche will NRW-Arbeitsminister Laumann (CDU) durch Umschulen älterer Arbeitsloser beheben, berichtet aktuell die Rheinische Post. Der „Aktionsplan Altenpflege 2010″ von der Regionaldirektion NRW, der Bundesanstalt für Arbeit und den kommunalen Trägern sieht die Schaffung von 1000 entsprechenden Stellen noch in diesem Jahr vor.

Den reifen Azubis soll während der dreijährigen Ausbildung ein Einkommen in Höhe des letzten Arbeitslosengelds plus Fahrtkostenübernahme garantiert werden. Nach der Lehre wird üblicherweise ein Einstiegsgehalt von rund 2000 Euro brutto im Monat gezahlt. Auch Frauen, die nach längerer Pause den Wiedereinstieg in den Beruf planen, bietet das Land bei einer Entscheidung für eine Altenpflege-Ausbildung Sonderkonditionen an.

Vom Grundgedanken her sicher gut. Und auch ein gewisser Fortschritt: Es war immerhin schon in der Diskussion, Langzeitarbeitslose bereits nach Kurzlehrgängen in die Pflege zu schicken. Dieses Vorhaben stieß allerdings auf sehr scharfe Gegenwehr. Nach Ansicht der Kritiker
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