Die beiden Schüler Christoph Linz und Christoph Lieberth werden für ihre Entwicklung von Jugend forscht mit dem dritten Preis im Bereich Arbeitswelt und von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit dem Preis für Prävention und Rehabilitation ausgezeichnet. Mit ihrer Idee werden die Schüler in Zukunft vielen Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft den Arbeitsalltag erleichtern. Darüber hinaus leisten sie mit ihrer neuen Hilfe einen effektiven Beitrag zur Prävention von Rückenerkrankungen.

Das Projekt: Die Nachwuchsforscher gingen mit dem Ziel an die Sache, die harte, körperliche Arbeit von Landwirten bzw. Maschinenführern zu erleichtern und Gesundheitsschäden vorzubeugen. Dafür optimierten sie eine in diesem Bereich häufig ausgeführte Tätigkeit. Möchte ein Landwirt einen Anhänger ankuppeln, stellt er oftmals zu spät fest, dass die Höhe der Kupplung nicht passend eingestellt ist – nämlich dann, wenn der Anhänger bereits direkt an dem Traktor steht. Der Fahrer kann die Kupplung dann nur noch sehr schwer erreichen. Er muss sich stark verrenken, um sie zu verstellen. Linz und Lieberth entwickelten eine spezielle Vorrichtung, die diese Justierung per Handrad oder Hydraulik ermöglicht („EASY ADJUST – Zugmaul Höhenverstellung“) und so hilft, den Rücken zu schonen.

Herzlichen Glückwunsch! Nicht nur für die Preise, sondern insbesondere für die kluge, vorausschauende Absicht, die hinter dem Projekt steckt. Mit 18 Jahren! Daher: Fetten Respekt!

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Am 28. April findet jedes Jahr der Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz statt. Der Aktionstag wurde durch das International Labour Organisation (ILO) eingeführt, um sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeit zu fördern.

Die ILO weist in diesem Zusammenhang auf die hohe Anzahl der arbeitsbedingten Todesfälle und Arbeitszeitausfälle hin, deren Folgen nicht nur für die Unternehmen selbst, sondern für die gesamte Volkswirtschaft von höchster Bedeutung sind. Eine gute Prävention wird immer bedeutsamer. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre es nach Einschätzung der ILO, mehr und bessere Daten über Berufskrankheiten zu erheben, um die Probleme und Herausforderungen besser sichtbar zu machen. In vielen Ländern liegen nur Angaben über Arbeitsunfälle vor. Ebenso entscheidend sind gute nationale Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitssysteme mit einer funktionierenden Aufsicht, Präventions- und Informationsprogrammen sowie einer ausreichenden Versicherung.

Die geforderten Präventionsmaßnahmen beziehen sich übrigens nicht nur auf die „Klassiker“ wie Unfallverhütung oder Muskel- und Skeletterkrankungen. Wachsende Aufmerksamkeit erfahren stressbedingte Erkrankungen. Denn auch hinsichtlich dieser Thematik hat der Arbeitgeber die Pflicht, die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird. In Deutschland wird dies ausdrücklich im Arbeitsschutzgesetz geregelt (§ 4 Abs. 1 Nr. 1).

Doch ohne Eigenverantwortung geht nichts: Auch Arbeitnehmer sind gefragt, wenn es um das Erkennen von Risiken, um Aufklärung und den sozialen Dialog über geeignete Maßnahmen geht, so das ILO.

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von Ines am 10.06.2011, 08:32 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Die Angst vor EHEC geht zur Zeit in Deutschland um – und wird auch von der Presse entsprechend geschürt. Aber ob viel „Panikmache“ oder nicht: Sachliche Informationen und Prävention sind nicht nur im Privaten sondern auch im Arbeitsalltag gefragt. Sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeiter sind zur Vorsorge aufgefordert, so Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW). Um sie damit nicht alleine zu lassen, gibt das VDBW jetzt Tipps, was besonders beachtet werden muss.

Wer sich nicht wohl fühlt und unsicher ist, sollte auf jeden Fall zunächst seinen Betriebsarzt aufsuchen. Nach dem Motto: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Aufgabe des Betriebsarztes in diesen Tagen ist es, über das Infektionsgeschehen zu informieren, verantwortliche Akteure und Beschäftigte im Betrieb sowie Kräfte in Küchen und Kantinen zu beraten, Aushänge zu erstellen, offizielle Empfehlungen im Betrieb umzusetzen und die epidemiologische Entwicklung zu beobachten.

Vorbeugen ist offensichtlich immer noch das höchste Prinzip! Der Verband rät Folgendes:
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