von Peter am 03.08.2011, 11:01 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die Reihe „ARD-exklusiv“ ist ein politisches Reportageformat, das über unbequeme Themen berichtet. Heute abend ist es wieder soweit: Die 30minütige Sendung widmet sich diesmal dem größten postunabhängigen Paket-Zustelldienst Hermes und den dort herrschenden Arbeitsbedingungen. Etwa 12.000 Paketzusteller sind hier beschäftigt. Dabei kommt ein nicht ganz durchsichtiges Sub-Unternehmersystem zur Anwendung, das schon öfters kritisiert wurde.

Zwei Personen stehen im Mittelpunkt der Reportage: Einmal geht es um den Milliardär Michael Otto, den Mehrheitsaktionär des gleichnamigen Versandhaus-Unternehmens Otto. Zum Verständnis: Bei Hermes handelt es sich um eine 100% Tochtergesellschaft der Otto Gruppe. Auf der anderen Seite porträtiert der Film den Arbeitsalltag eines Hermes-Paketboten namens Peter. Dieser arbeitet für rund 60 Cent pro ausgeliefertem Paket, nach einem zehn Stunden langen Arbeitstag hat er etwa 60 Euro verdient. Davon geht ungefähr die Hälfte
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Das Statistische Bundesamt hat gesprochen: Der Beschäftigungszuwachs 2010 ist zu großen Teilen von der Zeitarbeit getragen. Die Zahl der sog. atypisch Beschäftigten liegt mittlerweile bei 7,84 Millionen Menschen. Unter „atpyisch beschäftigt“ versteht man solche Arbeitsverhältnisse, die in Abgrenzung zu den „normalen“ Beschäftigungen durch eine Befristung, Teilzeit, Leiharbeit oder eine geringfügige Beschäftigung gekennzeichnet sind. Oft wird man solche atypischen Verhältnisse auch mit prekärer Beschäftigung gleichsetzen können. Von prekär spricht man, wenn die ausgeübte Arbeit auf Dauer nicht geeignet ist, den Lebensunterhalt sicherzustellen oder die soziale Absicherung zu gewährleisten. Bei mittlerweile fast acht Millionen solcher Arbeitnehmer ist der atypische Job somit zum Normalfall geworden!

Beeindruckend ist der Anteil,
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von Ines am 13.10.2010, 13:18 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Nach dem Fernsehfilm über Betriebsräte zwischen Schmiergeldaffären und Ideologie („Im Dschungel“) verarbeitet die ARD auch diese Woche wieder ein brandaktuelles Thema. Stichwort: Prekärer Arbeitsmarkt. Der hochmotivierte Protagonist Ben Kremer wird von Praktikum zu Praktikum weitergereicht, stets angestachelt mit der Aussicht auf eine attraktive Festanstellung. „Machen Sie erst einmal ein Praktikum, dann schauen wir weiter.“ Letztendlich wird der qualifizierte BWLer aber nur als billige Arbeitskraft ausgenutzt.

Was in dem Film „Ein Praktikant fürs Leben“ auf unterhaltsame Weise erzählt wird, ist leider heutzutage kein Einzelfall. Laut Münchner Merkur
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