In den Charts der furchtbarsten arbeitsmarktpolitischen Wörter kommt der Begriff „Reallohnverluste“ sicher bis in die Spitzenplätze. Kurzer Hinweis an dieser Stelle: Wer nach Tarif bezahlt wird, kann jetzt weiterklicken, denn zumindest statistisch müsste es bei ihm oder ihr seit dem Jahr 2000 besser gelaufen sein. Zumindest besser als beim Rest! Allerdings: 6,7% Zuwachs beim Reallohn innerhalb eines Zehnjahreszeitraums erscheinen auch nicht gerade sonderlich konsumfördernd. Wo doch immer alle schreien, dass sich das neue deutsche Wirtschaftswunder nicht nur auf den Export beschränken dürfe, sondern auch von der Binnenkonjunktur getragen werden müsse. Nur: Wie soll das funktionieren?

Das WSI-Tarifarchif der Hans-Böckler-Stiftung ist leider oft ein soziales Gruselkabinett
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von Peter am 12.11.2010, 10:59 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Die Stahlkocher haben in diesem Jahr besonderen Grund zur Freude. Beim tariflichen Weihnachtsgeld erhalten sie ganze 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den meisten anderen Branchen stagniert die Sonderzahlung dagegen. Allgemein liegen die Zuwächse zwischen 10 und 128 Euro, bezogen auf mittlere Vergütungsgruppen. Das WSI-Institut in der Hans-Böckler-Stiftung hatte 23 Tarifbereiche genauer untersucht. WSI-Leiter Reinhard Bispinck: „Wo Tarifabschlüsse mitten in der Krise erfolgten und Pauschalzahlungen beinhalteten, blieben die tariflichen Sonderzahlungen unverändert“. Trüb ist die Lage dagegen im
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Eine sehr große Mehrheit der deutschen Betriebsräte befürwortet einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Befragung unter 2.000 repräsentativ ausgewählten Arbeitnehmervertretern, die vom wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt wurde. Satte 89 Prozent sprachen sich dabei für die Einführung einer generellen Lohnuntergrenze aus. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchis, erklärt dies so: „Betriebsräte erleben in ihrem betrieblichen Alltag hautnah, wie das Tarifsystem in den vergangenen 15 Jahren erodiert ist und wie sich Niedriglöhne ausgebreitet haben.“ Auch wie hoch ein allgemeiner Mindestlohn sein sollte, wurde bei den Befragten ermittelt: Im Schnitt haben sich diese dabei für
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