von Ines am 31.08.2012, 09:18 Uhr , Kategorie: Allgemein, Rente

Die Beiträge zur Gesetzlichen Rentenversicherung sollen im kommenden Jahr sinken. Das beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch, wie die Bundesregierung in ihrer Pressemitteilung berichtet. Ab 1. Januar 2013 soll der Beitragssatz in der Rentenversicherung um 0,6 % sinken und wird dann bei 19 %liegen. Das ist das Ergebnis der erfreulichen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Die Bundesregierung kommt mit diesem Beschluss Forderungen nach, die schon seit geraumer Zeit erhoben werden (wir berichteten).

Mit der vorgesehenen Absenkung werden Beschäftigte und Arbeitgeber ab dem kommenden Jahr um jeweils rund 2,7 Milliarden Euro jährlich entlastet, so die Pressemitteilung. Das bedeutet für die Arbeitnehmer real mehr Nettoeinkommen und lässt positive Auswirkungen auf die Konsumnachfrage erwarten. Bei den Arbeitgebern sinken die Arbeitskosten.

Mit dem Kabinettsbeschluss ist die Grundlage für die Änderung gelegt. Die genaue Höhe der Beitragssatzsenkung kann erst nach Vorliegen der Daten der Deutschen Rentenversicherung im November festgelegt werden. Dann liegen weitere Berechnungen zur Lage der Rentenkassen vor und es kann gegebenenfalls im parlamentarischen Verfahren nachjustiert werden. Mal schauen, ob sich an den geplanten 0,6% noch etwas ändert.

© Gabriele Rohde – Fotolia.com

Die Koalition hat uns „Mehr Netto vom Brutto“ versprochen. Dann wurden erst einmal die Beiträge zur Kranken- und Arbeitslosenversicherung angehoben. Eine eher kontraproduktive Maßnahme. Doch nun scheint ein Ausgleich am Ende des Abzock-Tunnels zu winken. Laut Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sollten für Arbeitgeber und Beschäftigte die Sozialbeiträge runter gehen. Wegen der positiven Wirtschaftslage fordern die deutschen Arbeitgeber die Bundesregierung auf, Bürger und Unternehmen bei den Rentenbeiträgen spürbar zu entlasten. Denn: Durch die anhaltend gute Marktentwicklung nimmt die Rentenversicherung mehr ein, als bei der letzten Schätzung angenommen.

Laut Presseberichten hält der Arbeitgeberpräsident einen Beitragssatz von unter 19,5 Prozent für realistisch. Aktuell liegt der Satz bei 19,9 Prozent. Hundt meint:
mehr »