Computerexperte kontrolliert NetzwerkktechnikIm Mai 2018 tritt die neue EU-Grundverordnung zum Datenschutz in Kraft. Sie steht unter dem Motto „Gleiches Recht für alle“. Die Bürger sollen die Kontrolle über ihre Daten zurückbekommen. Das klingt doch sehr gut. Aber ist das wirklich eine Reform oder eher doch nur ein Reförmchen? Und welche Auswirkungen haben Änderungen auf der Europa-Ebene auf den einzelnen Betrieb?

Diese Gesetzesänderung ist gravierend. Sie betrifft nicht weniger als 500 Millionen Bürger. Schon jetzt wissen Experten: Die Änderungen, Ergänzungen und Neuregelungen im Bereich des Datenschutzrechts werden signifikante Folgen für den Umgang mit Daten in sehr vielen Unternehmen mit sich bringen.

Was bedeutet das für den Betriebsrat? Dieser muss darauf achten, dass betriebliche Leistungs- und Verhaltenskontrollen in Zusammenhang mit der Verarbeitung von Arbeitnehmerdaten ausgeschlossen sind. Das sagt die Rechtsanwältin und Fachbuchautorin Maria Lück. Im Video-Interview mit dem ifb äußert sich die erfahrere Datenschutz-Referentin. Sie warnt: „Die neuen Regelungen werden in Zukunft genau solche Kontrollen erlauben. Dies kann aber durch Betriebsvereinbarungen verhindert werden.

Dieser Punkt ist auch für Stephan Sägmüller wichtig. Der Jurist und Seminarplaner betreut den Fachbereich Datenschutzrecht beim Institut zur Fortbildung für Betriebsräte: „Betriebsräte sollten möglichst bald damit beginnen, ihre Betriebsvereinbarungen zu überprüfen. Hier wird sich oft Änderungsbedarf ergeben. Solche Verfahren benötigen dann ihre Zeit und davon ist nicht all zu viel vorhanden.

Und noch etwas liegt ihm am Herzen: Bitte auch die Arbeitnehmer ins Boot holen!Beim Datenschutz denken viele, sie haben ja nichts zu verbergen. Deshalb bleiben sie thematisch uninteressiert. Hier sollte der Betriebsrat unbedingt versuchen mehr zu sensibilisieren. So kann er aufklären, wie in immer mehr Betrieben Daten erfasst, gespeichert und miteinander verknüpft werden. Dadurch entstehen Profile und Gesamtbilder einer Person, die nicht automatisch immer nur vorteilhaft sind, ganz im Gegenteil.“

Unterstützung bietet das neue Tagesseminar des ifb. Es richtet sich speziell an erfahrene Betriebsräte, die über Grundkenntnisse im Datenschutz verfügen. Erste Termine starten im Oktober 2016. Informieren Sie sich gleich hier.

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Bildquelle: © ifb; Kadmy – fotolia.de

von Peter am 24.01.2013, 15:07 Uhr , Kategorie: Betriebsrat, ifb intern, Seminare

Wenn es um Weiterbildung und praxisnahe Wissensvermittlung geht, entscheiden sich viele Betriebsräte für einen Seminarbesuch. Die Auswahl ist groß: Schulungen gibt es für so ziemlich jede Situation im Betriebsrat. Für Anfänger, Fortgeschrittene aber auch für Profis. Inhaltlich geht es häufig um die Grundlagen im Arbeitsrecht und im Betriebsverfassungsrecht, um rechtliche Spezialthemen aber auch um Rhetorik, Gesundheitsschutz, Datenschutz, Demografischer Wandel und vieles mehr.

Das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten ist einer der wichtigsten Anbieter in diesem Bereich. Heuer kann es sein 25 jähriges Firmenjubiläum feiern. Aus diesem Grund will das ifb von Betriebsräten wissen: Haben Seminare Ihre Betriebsratsarbeit verändert? Konnten Sie das auf einem Seminar erlernte Wissen später für eine wichtige Sache im Betrieb einsetzen? Welche Geschichte haben Sie auf Lager? Erzählen Sie sie uns! Wenden Sie sich bitte per Mail bis spätestens 5. Februar 2013 an die Redaktion des Betriebsrat Blogs. Alles weitere erfahren Sie dann von uns persönlich!

Mail an die Redaktion

 Bildquelle: @ Nikada – iStockphoto

Die Nachrichten zum Thema Burn-out überschlagen sich! Weil er völlig ausgebrannt war, musste nun sogar ein bekannter Fußballtrainer seinen Job aufgeben. Immer mehr Arbeitnehmer sind psychisch am Ende. Darunter leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Betriebe: Inzwischen belaufen sich die Krankheits- und Ausfallkosten auf über 6 Milliarden Euro jährlich!

Es ist höchste Zeit, dass Sie als Betriebsrat etwas gegen Burn-out in Ihrem Betrieb tun. Das sehen auch die Gerichte so. Gerade hat das Arbeitsgericht Essen entschieden,
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Das ist doch mal eine gute Nachricht. Das Arbeitsgericht Essen hat entschieden: Für die Erforderlichkeit der Teilnahme an einer Schulung zum Thema „Burn-out“ ist es ausreichend, wenn der Betriebsrat darauf verweisen kann, dass ihn Beschäftigte mehrfach auf eine bestehende Überforderungssituation angesprochen haben (Beschluss vom 30.06.2011, 3 BV 29/11).

Ein Betriebsrat, der außerdem Mitglied im Gesundheitsausschuss ist, wurde per Beschluss zum Seminar „Burn-out im Unternehmen“ entsendet. Der Arbeitgeber lehnte die Übernahme der Kosten jedoch ab mit der Begründung, dass ein anderes Betriebsratsmitglied bereits im letzten Jahr eine Schulung zum selben Thema besucht hatte. Außerdem gibt es im Unternehmen ein sogenanntes „Employee Assistance Program (EAP)“, das eine telefonische Beratung und Unterstützung für Mitarbeiter durch einen externen Anbieter beinhaltet.

Das Gericht entschied: Die Arbeitgeberin ist gemäß § 40 Abs.1 BetrVG verpflichtet, die Schulungskosten für dieses Seminar zu tragen, da der Betriebsrat das dort vermittelte Wissen für seine Tätigkeit benötigt. Das folgt an erster Stelle aus
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Das neue Beschäftigtendatenschutzgesetz wird kommen! Trotz aller Proteste und scharfen Kritik ist sein Inkraftttreten wohl nur eine Frage der Zeit. Derzeit ist Sommer 2011 als Termin anvisiert. Betriebsräte müssen sich gut darauf vorbereiten und sollten sich schnell informieren: Denn im Zusammenhang mit einer möglichen Überwachung von Arbeitnehmern gibt es sehr viele Streitpunkte. Top-Thema ist dabei sicher die Videoüberwachung, aber auch die Auswertung von Mitarbeiterdaten, Einstellungsuntersuchungen, Recherche bei Facebook und Xing, die Privatnutzung von Internet am Arbeitsplatz und damit verbundene Probleme haben es zum Teil ganz schön in sich. Zentrales Thema für die Mitbestimmung: Wie werden sich die neuen Regelungen im Datenschutzrecht auf die Arbeit des Betriebsrats auswirken?
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Urlaub, Krankheit, Mutterschutz oder eigene Kündigung? Es gibt viele Gründe, warum ein ordentliches Betriebsratsmitglied vorübergehend ausfallen oder gleich ganz ausscheiden kann. Die Rechtslage ist dann klar: Bei endgültigem Ausscheiden eines BR-Mitglieds rückt ein Ersatzmitglied nach, ansonsten lädt der Vorsitzende den Vertreter für den Zeitraum der Verhinderung des festen Mitglieds. Letzteres kommt sehr häufig vor!

Und dann? Steht man als Ersatzmitglied da und soll die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ganz schnell und natürlich möglichst kompetent vertreten. Keine
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Alarmsignal ROT sollte man meinen, wenn man den neuesten DAK-Gesundheitsbericht liest: Immer mehr junge Menschen leiden unter psychischen Belastungen, sind unzufrieden und werden krank.

Eine wichtige Ursache hierfür ist die unstete Arbeitswelt. In dieser haben es Berufseinsteiger immer schwerer. Stellenbefristungen sind inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern stellen die Regel dar. Häufiger Jobwechsel, geringe Planbarkeit und oft schlechte Bezahlung tragen dazu bei, dass die psychischen Belastungen in der „Generation Y“ enorm zunehmen: 71% von ihnen finden
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von Peter am 14.12.2010, 13:36 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf, ifb intern, Seminare

Wie bitte? Wer soll funktionieren? Na, die Rede ist vom Mann! Weiß jemand, wie der Mann funktioniert. Interessante Fragestellung, nur: Männeranalyse war definitiv nicht das Thema beim diesjährigen „Tag der Betriebsrätin„! Das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten veranstaltete diese Fachtagung nun schon zum sechsten Mal. Vom 1. bis 3. Dezember 2010 trafen sich in Dresden 135 Betriebsrätinnen, neun Referentinnen, sieben ifb’lerinnen und zwei Quotenmänner (also einer pro angefangene Hundert Frauen). Interessant: Das Thema der Fachtagung müsste eigentlich „Treue“ lauten, denn es ist schon erstaunlich, wie viele Kolleginnen aus dem diesjährigen Besucherkreis dieser Veranstaltungsreihe seit vielen Jahren die Treue halten.

ifb-Planerin Alexandra Lange antwortet auf die Frage, was denn das Besondere am „Tag der Betriebsrätin“ sei: „Ganz klar: Das Besondere ist die  familiäre Atmosphäre. Wo gibt’s denn sowas heute noch im Seminarbetrieb? Viele unserer Besucherinnen sind von Anfang an dabei, so dass es bei der Begrüßung ein überwältigendes Hallo gibt. Toll ist auch, dass neu dazugestoßene Teilnehmerinnen wie selbstverständlich integriert werden.“ Kollegin Caroline Voigt, ebenfalls aus der ifb-Planung, ergänzt:
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von Thomas am 01.09.2010, 08:03 Uhr , Kategorie: Allgemein, ifb intern, Seminare

Nirgends schwirrt wo viel gefährliches Halbwissen durch die Gegend wie im Arbeitsrecht. Jeder meint irgendetwas zu wissen oder zumindest schon mal was gehört zu haben. Auf Spiegel Online ist ein Arbeitsrechtsquiz mit zehn spannenden Fragen zu finden: Allesamt hoch interessant und praxistauglich für Betriebsräte. Testen Sie doch einfach gleich mal Ihr Wissen – es macht sogar Spaß.

Sollten Sie in´s Straucheln kommen: Alle Fragen
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von Peter am 08.07.2010, 10:58 Uhr , Kategorie: Burn-out, Gesundheitsschutz

Bislang dachte ich, man würde es dann letztlich schon irgendwie selbst merken, ob man burnout gefährdet ist oder nicht. Aber da ist wohl die Laienpsychologie mit mir durchgegangen. Möglicherweise merkt man es zwar, die Frage ist aber, ob man in einem solchen Fall dann persönlich noch irgendetwas vernünftig gestalten und für sich zum Positiven ändern kann. Nun ist ja eine Gefährdung immer erst eine Vorstufe. Wenn man als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin burnout gefährdet ist, so wird bestimmt vieles, das auf diesen Zustand hindeutet, im Bewusstsein aktiv ausgeblendet, die Wahrnehmung wird einem im Zweifel sicher nicht die richtigen Signale zuspielen. Und tut sie es doch, dann ist dieser Button „Ignorieren“ gleich wieder weggeklickt. Das ist wie mit den Anzeichen von Sucht: Da ist auch jeder davon überzeugt,
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