Junge Frau erhält am PC eine Erklärung von älterer KolleginKeine Frage: Die Situation von Praktikantinnen und Praktikanten hat sich seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 2015 verbessert. Das räumt auch die Abteilung Jugend des DGB Bundesvorstandes ein. Sie ist Auftraggeberin einer neuen Studie mit dem Titel „Praktikum und Mindestlohn. Der Faktencheck„.

Eine breite Untersuchung soll die derzeitige Situation von Praktikanten in Deutschland erforschen. Immerhin 600.000 Praktika werden jährlich abgeleistet. Dabei war gerade die Bezahlung von Praktikanten immer ein großes Thema. Von Ausbeutung ist ganz oft die Rede. Und tatsächlich: Bis 2014 verdiente ein Mitglied der „Generation Praktikum“ durchschnittlich nur etwas mehr als 4 Euro die Stunde. Ein Witz.

Vielen fehlte das Verständnis: Warum sollten junge Menschen fürs Kaffeekochen und das Ablegen von Akten auch noch fürstlich bezahlt werden? Und um nichts anderes gehe es doch bei einem Praktikum. Einige Unternehmen legten nach: Das eigentlich Wertvolle sei doch nicht die Verdienstmöglichkeit, sondern die Chance, in Bereiche zu schnuppern, in die man sonst nie rein kommen würde. Fast schon unbezahlbar!

Mit dieser Argumentation konnte nicht viel schief gehen. Die Folge: Massenhafter Missbrauch von Praktikanten durch Einsatz auf fast vollwertigen Stellen bei minimalem Verdienst. Manchmal gab es einfach gar nichts. Fast schon konsequent.

Fakt ist: 78 Prozent der Praktikanten machen sich Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Und das ist etwas existientielles, was einen psychisch richtig belasten kann. Schon die Shell-Jugendstudie von 2015 wies es nach: Das allerwichtigste im Leben eines jungen Menschen ist ein sicherer Arbeitsplatz.

Erfreulich nun, dass sich die Einkommenssituation seit Einführung des Mindestlohns verbessert hat. Leider sind aber auch weiterhin kreative Arbeitgeber am Werke. Ihre Spezialität ist das Ausnützen von Schlupflöchern. Ein Beispiel: Pflichtpraktika im Rahmen eines Studiums sind vom Mindestlohn per Gesetz ausgenommen. Manche Betriebe gehen jetzt her und etikettieren an sich freiwillige Praktika einfach zu Pflichtpraktika um. Oder sie reduzieren ganz einfach die Arbeitszeit – natürlich nur auf dem Papier, nicht in echt. So wird der Mindestlohn mit links umgangen.

Florian Haggenmiller, Bundesjugendsekretär des DGB fordert, die derzeit geltenden Ausnahmen beim Mindestlohn gerade für freiwillige Praktika während des Studiums endlich zu schließen. Er plädiert für die Einführung eines Mindestentgelts bei Pflichtpraktika analog zum BAföG-Höchstsatz.

Junge Menschen brauchen gute, sichere Beschäftigungsverhältnisse sowie Sicherheit beim Einkommen. Praktikanten ausnutzen ist einfach nur schäbig.

Studie der DGB-Jugend (download, pdf)

Bildquelle: © contrastwerkstatt – fotolia.de

von Ines am 09.11.2015, 16:37 Uhr , Kategorie: Allgemein, Lohn und Gehalt

mehrere Geldscheine, ein Kugelschreiber und eine Brille liegen auf einem Blatt Papier auf dem in großen Buchstaben Weihnachtsgeld steht

Rund 54 % der Beschäftigten in Deutschland erhalten eine Jahressonderzahlung in Form eines Weihnachtsgeldes. Außerdem bekommen rund 15 % eine Gewinnbeteiligung und 19 % sonstige Sonderzahlungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Internetseite lohnspiegel.de die vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird und an der sich rund 8.800 Beschäftigte beteiligt haben.

Laut Pressemitteilung zeigt die Studie, dass die Chancen, ein Weihnachtsgeld zu erhalten, ungleich verteilt sind. Den größten Unterschied macht es dabei, ob nach Tarifvertrag bezahlt wird oder nicht: Unter den Beschäftigten, in deren Betrieb ein solcher gilt, erhalten 72 % ein Weihnachtsgeld. Ist der Arbeitgeber nicht tarifgebunden, können sich nur 42 % über die Sonderzahlung freuen. Doch auch bei anderen Kriterien, werden die Ungleichmäßigkeiten deutlich: Nach wie vor gibt es Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Westen bekommen 56 % die weihnachtliche Zuwendung, im Osten lediglich 42 % der Beschäftigten. Bei den Geschlechtern sieht es wie folgt aus: 50 % der Frauen erhalten die Gratifikation, bei den Männern sind es mehr, nämlich 56 %. Weiterer Unterschied: 55 % der unbefristet Beschäftigten, aber nur 45 % der befristet Beschäftigten bekommen Weihnachtsgeld. Wer einer Gewerkschaft angehört, hat höhere Chancen auf die Auszahlung: 66 % der Mitglieder erhalten sie, bei den Nichtmitgliedern sind es nur 51 %.

Bildquelle: @Butch – fotolia.com

 

In einem Tischkalender ist am 2. November das Wort Spätschicht eingetragenLaut der Auswertung einer aktuellen amerikanischen Studie haben zumindest Nachtschichten negative Folgen sowohl auf die Gesundheit als auch auf die Lebensdauer und seien „mit einem leichten Anstieg der Sterblichkeit verbunden“. Ein internationales Forscherteam hatte im Rahmen dieser Langzeit-Expertise die möglichen Auswirkungen von rotierenden Nachschichten auf die Wahrscheinlichkeit von Sterblichkeit, Herzkreislauf- und Krebserkrankungen untersucht. Dafür wurden rund 75.000 Krankenschwestern über einen Zeitraum von 22 Jahren beobachtet. Andere Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, hohes Alter, Rauchen, wenig Bewegung oder Übergewicht wurden in der Studie berücksichtigt. Das berichtet unter anderen das Ärzteblatt.

Natürlich könnte man jetzt denken, dass gerade Krankenschwestern allein durch ihre Tätigkeit schon so vielen Gefahren ausgesetzt sind, dass das Ergebnis eigentlich kein Wunder sei. Doch so ist es nicht. Bereits im Jahr 2007 hatte laut Ärzteblatt die  Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Schichtarbeit als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Doch warum das alles?

Medizinisch tiefer gehende Details können unter dem angegebenen Link des Ärzteblatts nachgelesen werden. Hier wollen wir es einfach halten:
mehr »

von Ines am 28.11.2014, 15:20 Uhr , Kategorie: Allgemein

Lebenslanges Lernen macht nicht nur klüger, sondern auch glücklicher, selbstbewusster und gesünder. Dies ist das Resümee der Studie „Benefits of Lifelong Learning“ (BeLL), die den Nutzen der Teilnahme an allgemeiner Weiterbildung in Europa untersuchte. Das Ergebnis unterstreicht einmal mehr die positive Bedeutung von lebenslangem Lernen sowohl für den einzelnen Menschen als auch für die Gesellschaft. Es bestätigt die Vermutung, dass das Mitwirken an Bildungsveranstaltungen sehr viel weitreichendere Folgen hat, als bisher bekannt.

Die BeLL-Studie kam laut Deutsches Institut für Erwachsenenbildung zu drei zentralen Bereichen, für die sich ein besonderer Nutzen gezeigt hat: Der erste Bereich umfasst die persönliche Entwicklung. Hier haben sich durch die Teilnahme an Bildungsmaßnahmen eine erhöhte Selbstwirksamkeit und ein Anstieg von erlebter Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens gezeigt. Der zweite Bereich bündelt Veränderungen im (sozialen) Lernverhalten und spiegelt sich z.B. im Anstieg des eigenen sozialen Engagements und einer generellen Lern- und Veränderungsbereitschaft. Der dritte Bereich verweist auf positiv erlebte Veränderungen im Hinblick auf Familie, Beruf, mentales Wohlbefinden und Gesundheit. Insgesamt fühlen sich die Befragten den Anforderungen und Herausforderungen des Lebens besser gewachsen.

Bildquelle: © drubig-photo – fotolia.com

Auf die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter jedenfalls nicht. Zu dieser zunächst traurigen Antwort führt eines der Ergebnisse der „Trendstudie Betriebliches Gesundheitsmanagement“, die Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt haben. Davon berichtet unter anderen das Ärzteblatt.

Überraschend, oder vielleicht auch nicht: Die Studie zeigt, dass die Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Beschäftigten nur für wenige befragte Unternehmen die primären Beweggründe für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sind. 37,7% nannten als Motivation für die Einführung eines BGM, dass ein solches das Ansehen eines Unternehmens nach innen und außen positiv beeinflussen könne und es dadurch an Bedeutung gewinne. Immerhin nannten dann doch noch 23,3 % das Reduzieren von gestiegenen Arbeitsbedingungen und leider lediglich 15,1 % die Förderung des Wohlbefindens der Mitarbeiter als Hauptgrund für ein BGM.

Eigennützige Motive stehen also hier im Vordergrund. Aber verwundert das bei näherem Nachdenken wirklich? Und: Sind die Hintergründe vielleicht auch gar nicht so wichtig? Klar, würden wir es uns eventuell anders wünschen. Aber unter dem Strich kommt doch, wenn ein BGM eingeführt wird, in der Regel für die Mitarbeiter etwas heraus, wovon sie gesundheitlich profitieren können, sofern sie das denn wollen. Das heißt: Das Ergebnis zählt in erster Linie und nicht die Motive. Und darauf kommt es doch letztlich an, oder? Hauptsache, es wird was getan!

Bildquelle: © stockWERK – Fotolia.com

von Ines am 16.05.2014, 11:49 Uhr , Kategorie: Allgemein

Na, die Bezahlung, was denn sonst? Könnte man denken. Und wahrscheinlich ist das auch unstreitig der Hauptanreiz Nummer Eins. Diese Antwort auf die Frage wäre also keine große Überraschung. Aber: Was sind abgesehen vom Gehalt die wichtigsten Faktoren, die bei Mitarbeitern für eine gute Arbeitsmoral sorgen? Das hat die ManpowerGroup Deutschland in ihrer Studie „Arbeitsmotivation 2014“ untersucht. Danach spornt drei Viertel aller deutschen Arbeitnehmer ein gutes Verhältnis zu den Kollegen und Vorgesetzten an, dicht gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten. Hier erfahren Sie im Folgenden, was die Top-10-Gründe für Spaß im Job sind und Angestellte in der täglichen Arbeit beflügelt.Aus der Studie ergibt sich laut Pressemitteilung folgendes Ranking der Top-Motivations-Faktoren:
mehr »

Die deutschen Arbeitnehmer haben einer Studie zufolge als einzige in der Europäischen Union in den vergangenen acht Jahren einen Reallohn-Verlust hinnehmen müssen. In keinem anderen Land sind die Löhne seit 1995 so wenig gestiegen wie hier. Nämlich genau 2% (z.B. im Vergleich zu Irland mit 30 %). Das zeigen laut einem gestrigen Bericht der BILD Zahlen der EU-Kommission. Und: Wir haben nicht nur die niedrigsten Lohnerhöhungen sondern zahlen auch noch die zweit-höchsten Steuern. Auf der anderen Seite „pumpen wir so viele Milliarden in Euro-Pleitestaaten wie kein anderes Land“, so der Pressebericht. Wenn dem so ist, kann man sich tatsächlich irgendwie als Depp fühlen.

Hinsichtlich der Gründe für diese Misere gibt es unterschiedliche Ansichten. Für den rheinland-pfälzischen ver.di-Sprecher Jürgen Dehnert beispielsweise ist laut SWR die Ursache klar: Der Niedriglohnsektor und Minijobs drücken die Löhne in Deutschland. Vertreter der Unternehmerverbände meinen hingegen, die angegebenen Zahlen seien nicht aussagekräftig. Absolut gesehen seien die Löhne hier bei uns im Vergleich immer noch höher. Zwar hätte Deutschland Lohnzurückhaltung geübt, dafür aber viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Hierzu zählen insbesondere Arbeitslose, die auf den Arbeitsmarkt zurückkehren und „die verdienen natürlich erstmal weniger. Das heißt jeder, der aus der Arbeitslosigkeit zurück ins Erwerbsleben kommt, senkt quasi den Durchschnitt der Lohnerhöhung.“

Das Motto für die Zukunft kann eigentlich nur wie folgt lauten: Entweder Löhne rauf oder Steuern runter. Passiert aber irgendwie nicht … . Wird es Zeit zu rufen: „Ich bin ein deutscher Arbeitnehmer, holt mich hier raus!“? Wohl dem, – oder auch nicht – der im Wirtschafts- und Politdschungel noch den Durchblick hat.

Bildquelle: © olly – Fotolia.com

Die ideellen Wurzeln der betrieblichen Mitbestimmung reichen zurück bis in die Anfänge der modernen Industriegesellschaft. Bis heute hat sie eine starke Entwicklung durchgemacht und ist aus vielen Betrieben und Unternehmen gar nicht mehr wegzudenken. Nach Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) setzten sich im Jahr 2011, also in der letzten Amtsperiode, in der Privatwirtschaft Betriebsräte für 44 Prozent aller Arbeitnehmer im Westen und 36 Prozent im Osten ein. Das ist viel – doch es könnten durchaus auch mehr sein. Das dem nicht so ist, liegt daran, dass es immer noch Unternehmer gibt, die massiv und hartnäckig versuchen, ihre Beschäftigten an der Gründung eines Betriebsrats zu hindern. Was übrigens nach § 119 BetrVG strafbar ist. Eine aktuelle Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, welches Ausmaß diese Aktivitäten inzwischen haben.

Befragt wurden 184 der zuständigen hauptamtlichen Gewerkschafter aus den Bezirken, Regionen und Verwaltungsstellen. Diese haben in der Regel einen guten Überblick über die Arbeitsbeziehungen vor Ort. Repräsentativ sind die Ergebnisse nicht, doch erlauben sie aus Sicht der Forscher eine Trendaussage.
mehr »

Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie der Bertelsmann-Stiftung. In Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland ist der gesellschaftliche Zusammenhalt am stärksten. Deutschland liegt nur im Mittelfeld der 34 untersuchten Länder – auf Platz 17. Die untersuchten Länder setzen sich aus 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und sieben weiteren westlichen OECD-Ländern (Australien, Kanada, Neuseeland, Norwegen, die Schweiz, die USA und Israel) zusammen.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist definiert als die Qualität des gemeinschaftlichen Miteinanders. Gesellschaften mit starkem Zusammenhalt zeichnen sich durch belastbare soziale Beziehungen, eine positive emotionale Verbundenheit ihrer Mitglieder mit dem Gemeinwesen und eine ausgeprägte Gemeinwohlorientierung aus.

Besonders gut schneidet Deutschland bei der Anerkennung sozialer Regeln ab, während die Identifikation mit dem eigenen Land eher gering ausfällt. Insgesamt hat sich die Position von Deutschland im Zeitvergleich laut Studie jedoch verbessert: Die Menschen haben starke soziale Netzwerke, ein hohes Vertrauen in gesellschaftliche und politische Institutionen und empfinden die gesellschaftliche Situation als gerecht. Eine mögliche Erklärung für die im Ländervergleich positive Entwicklung Deutschlands in den letzten Jahren ist das relativ gute wirtschaftliche Abschneiden Deutschlands in diesem Zeitraum trotz der Finanzkrise, so die Pressemitteilung.

Anlass zur Sorge ist nach Aussage der Studie die schwache Ausprägung bei der Akzeptanz von Vielfalt (= unterschiedliche Menschen und deren Lebensstile). Im Vergleich zu den untersuchten Ländern ist Deutschland in den letzten Jahren sogar zurückgefallen. Die Akzeptanz von Vielfalt ist jedoch in modernen und heterogenen Gesellschaften ein wichtiger Aspekt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieses Ergebnis dürfte der Grund dafür sein, warum unser Land in veröffentlichten Presseberichten bereits für Schlagzeilen wie „Deutschland fehlt die Toleranz“ und “Deutschland, einig Ego-Land“ sorgt.

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

von Ines am 04.06.2013, 10:12 Uhr , Kategorie: Burn-out

Um Arbeitnehmer vor den Folgen permanenter Erreichbarkeit zu bewahren, sollten Unternehmen klare Regeln zum Umgang mit Handys und Computern schaffen. Denn: Eine ständige Verfügbarkeit wirkt sich negativ auf Erholung und Wohlbefinden der Betroffenen aus. Dies ergab laut Pressemitteilung der DGUV eine Auswertung der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga).

Die iga hat sich mit der Frage beschäftigt, wie wir mit dem Problem der ständigen Erreichbarkeit gesund umgehen können. Dazu wurden sowohl bereits vorhandene Studien ausgewertet als auch wissenschaftliche Experten und Unternehmen befragt.

Den Antworten lässt sich laut Pressemitteilung entnehmen, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen. Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeutet dauernde Erreichbarkeit über Smartphone und Tablet-Computer eine deutliche Beeinträchtigung ihrer Erholungszeiten – Freizeit ist schwerer planbar. Helfen können transparente Regeln für Zeiten der Erreichbarkeit bzw. Nicht-Erreichbarkeit und zu Reaktionszeiten. Als Beispiele für solche Regelungen können Maßnahmen von Daimler und Volkswagen angeführt werden (wir berichteten). Aber: Jeder muss auch seinen Teil zur Prävention beitragen. Daher sollten Arbeitnehmer einen vernünftigen Umgang mit den neuen Techniken lernen und wissen, dass nicht immer sofort auf einen Anruf oder eine eingehende E-Mail reagiert werden muss, so die Experten.

Gründe für die Zunahme des Phänomens sind laut iga die zunehmende Arbeitsverdichtung, die allgemeine Beschleunigung des Arbeitslebens, eine grundlegende Flexibilisierung und Entgrenzung von Arbeitsverhältnissen und die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft. Besonders betroffen von permanenter Erreichbarkeit sind Führungskräfte, Außendienstmitarbeiter und IT-Spezialisten.

© violetkaipa – Fotolia.com

 

  1. Seiten:
  2. 1
  3. 2
  4. 3