Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) sowie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) sind in einer Studie der Frage nachgegangen, wie viele Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit (Präsentismus) gehen. Befragt wurden 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland. Darüber berichtet unter anderem das Internetportal arbeitssicherheit.de.

Ergeben hat die Studie laut Pressebericht Folgendes: Jeder zweite Arbeitnehmer geht trotz Krankheit zur Arbeit. Innerhalb der letzten 12 Monate sind die Beschäftigen im Durchschnitt an 11,5 Tagen ihrer Arbeit weiter nachgegangen, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen waren. An 17,4 Tagen dagegen sind sie zuhause geblieben. Dieses Verhalten kommt am häufigsten in Berufen der Bau- und Landwirtschaft sowie in Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsberufen vor. Als Begründung wurde besonders häufig angegeben, dass die Befragten sich wegen Leistungs-, Termin- und Zeitdruck auch in schlechter Verfassung zur Arbeit schleppen und sich nicht krankschreiben lassen wollen. Das Pflichtgefühl spielt eine große Rolle, vor allem dann, wenn keine Vertretung vorhanden ist oder psychischer Druck dahinter steckt. Viele Beschäftigte glauben, wer lange oder häufig krank ist, verliert seinen Job.

Folgen des Präsentismus sieht die BAuA vor allem in nachlassender Leistungsfähigkeit und abnehmender Produktivität. Sie warnt vor Langzeitfolgen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Kosten von Präsentismus mindestens so hoch seien wie die Kosten von krankheitsbedingtem Fehlen.

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von Ines am 22.02.2013, 10:49 Uhr , Kategorie: Burn-out

Die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und psychischen Belastungen sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik gerückt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat zu diesem Thema jetzt die Ergebnisse einer Studie, den Stressreport Deutschland 2012, veröffentlicht. Die Aufgabe dieser Untersuchung ist es, Entwicklungen in der Arbeitswelt zu beobachten. Sie bildet die Arbeitsbedingungen, Beanspruchungen und gesundheitlichen Beschwerden von 20.000 Beschäftigten ab.

Die Ergebnisse in Kürze: Arbeitsunterbrechungen, Multitasking, Termin- und Zeitdruck wie auch Monotonie sind die am häufigsten anzutreffenden psychischen Anforderungen. Dabei kennt die psychische Belastung weder Hierarchiegrenzen, noch macht sie vor gewerblichen Branchen halt. Faktoren wie das gute soziale Klima in deutschen Betrieben oder Handlungsspielräume für die Beschäftigten, um ihre Arbeit zu planen und einzuteilen, helfen aber die Belastung zu bewältigen.

Die ausführliche Studie finden Sie hier.

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von Ines am 03.04.2012, 11:45 Uhr , Kategorie: Burn-out

Wer am Arbeitsplatz Anerkennung erhält, hat ein geringeres Risiko für eine Burnout-Erkrankung. Dies geht aus einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern aus Frankfurt und Chemnitz hervor, berichtet unter anderen „Der Westen“. Doch was genau ist mit Anerkennung gemeint?

Einer der Autoren der Untersuchung, der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf Haubl, gibt die Antwort: „Das bedeutet (…) mehr als nur angemessene Bezahlung, wichtig ist vor allem die soziale Anerkennung, die Menschen für ihren Arbeitseinsatz erhalten„. Und: „Chefs, die ihre Mitarbeiter nicht nur als Kostenfaktoren betrachten, sondern als eine Belegschaft mit produktiven Fähigkeiten, die sie nachhaltig zu entwickeln suchen, schützen ebenso vor überfordernden Arbeitsbedingungen, wie Kollegen, die sich halbwegs solidarisch verhalten„.
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von Ines am 24.01.2012, 10:13 Uhr , Kategorie: Mobbing

Der Führungsstil von Vorgesetzten spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Mobbing. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie („Mobbing-Report“), die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht wurde. Danach werden hierzulande rund 1,5 Millionen Beschäftigte Tag für Tag an ihrem Arbeitsplatz gemobbt. Jeder neunte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal Opfer von dauerhaften Benachteiligungen, Schikanen und Ausgrenzung.

In mehr als 50 % der Fälle ging laut dem Report Mobbing von Führungskräften aus bzw. fand unter ihrer Mitwirkung statt. Der „durchschnittliche Täter“ ist
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von Ines am 05.01.2012, 09:56 Uhr , Kategorie: Allgemein

Das ist auch mal wieder so eine Meldung, wo man nicht so recht weiß, was man davon halten soll. Laut einer Studie der Universität Tübingen wirkt sich Arbeitslosigkeit nicht nur auf die Betroffenen selbst aus, sondern auch auf die Größe ihrer Kinder. Das berichtet unter anderem die Allgemeine Zeitung.

Hierbei wurden die Daten von mehr als 250 000 Erstklässlern ausgewertet. Mit folgendem Ergebnis: Kinder, deren Vater oder Mutter keine Arbeit haben, sind im Schnitt 1,5 Zentimeter kleiner als ihre Altersgenossen. Der Tübinger Professor Jörg Baten führt das laut Pressebericht weniger auf das geringere Einkommen zurück, als vielmehr
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von Thomas am 06.12.2011, 09:19 Uhr , Kategorie: Allgemein, Lohn und Gehalt

Die Gehaltsunterschiede in Deutschland werden immer drastischer. Laut einer neuen OECD-Studie ist die Einkommensungleichheit bei uns in den letzten 20 Jahren schneller gewachsen als in anderen Industrieländern. Zählte die Bundesrepublik in den 80er und 90er Jahren Dank starker, gesunder Mittelschicht zu einer „wirtschaftlich ausgeglichenen Gesellschaft“, ist dies heute immer weniger der Fall.

In konkreten Zahlen ausgedrückt heißt das:

Im Jahr 2008 verdiente das oberste Zehntel der Deutschen durchschnittlich 57.300,- € im Jahr. Das ist ca.
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von Thomas am 21.09.2011, 10:09 Uhr , Kategorie: Allgemein

Was soll das denn heißen? Ganz einfach: Die Formel zum Glück besteht aus den Faktoren Geselligkeit, Genetik, Geld und Gesundheit. Alle vier G-Worte tragen entscheidend zu unserem Glücksgefühl bei – das hat jetzt eine Untersuchung ergeben, die als „Glücksatlas Deutschland 2011“ ganz frisch veröffentlicht wurde. Das Resultat: Die Lebenszufriedenheit in Deutschland wurde auf einer Skala zwischen null (unglücklich) und zehn (sehr glücklich) mit einem Durchschnittswert von 7,0 Punkten gemessen.

Interessant zu wissen ist, dass sich die vier Glücksfaktoren nicht einfach addieren lassen, sondern multipliziert werden müssen. Denn: „Wenn nur eines der vier Gs null ist, etwa Gesundheit oder Geld, dann lässt sich das nicht durch gute Werte in anderen Feldern kompensieren, sondern
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von Thomas am 14.09.2011, 13:42 Uhr , Kategorie: Ausbildung

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen die Hochqualifizierten. Nur etwa 25 Prozent der erwachsenen Deutschen verfügen über ein abgeschlossenes Studium oder einen Meisterbrief. Das sind viel zu wenige.

Die frisch veröffentlichte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2011“ zeigt auf, dass Deutschland mit dieser Quote im internationalen Vergleich einen der untersten Plätze belegt. Die Spitzenreiter hingegen sitzen mit Japan und Südkorea in Fernost.

Das an sich Erschreckende ist aber, dass
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von Thomas am 09.09.2011, 13:09 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf, Lohn und Gehalt

Der Mann bringt als Ernährer der Familie das Geld nach Hause. Doch die Zeiten haben sich gewandelt! Heute sind Doppelverdiener-Paare die Regel. Da kann es schnell vorkommen, dass die Frau mehr Geld verdient als der Mann. Eigentlich nicht diskussionswürdig – sollte man meinen. Eine Studie zeigt aber genau das Gegenteil auf. Wie „Die Weltberichtet ist es für viele Männer ein Problem, wenn ihre Partnerin das dickere Portmonee hat. Bei ihnen werden dadurch Existenz- und Versagensängste ausgelöst, weil sie noch immer das alte Rollendenken verinnerlicht haben. Konflikte entstehen vor allem, wenn das Geld ohnehin knapp ist. Oft kommt es dann zu Sticheleien wie: „Ach, schon wieder ein neues Paar Schuhe?

Doch wie kann hier abgeholfen werden? Experten
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von Thomas am 28.06.2011, 13:41 Uhr , Kategorie: Demografie

Sie kennen sicher das Vorurteil: Ältere Kollegen arbeiten schlechter und ineffizienter als Jüngere. Viele Arbeitnehmer über 50 müssen sich mit solchen Parolen rumärgern.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) räumt auf wissenschaftlicher Grundlage mit diesem unsinnigen Vorurteil auf: 1.350 Personalleiter und Geschäftsführer wurden hierfür repräsentativ zum Image der älteren Beschäftigten befragt. Nur 27% von diesen finden, dass ältere Mitarbeiter auf Grund eines geringeren Arbeitstempos weniger produktiv seien. Die große Mehrheit von drei Vierteln der Befragten kann dem nicht zustimmen! Darüber hinaus stimmt es auch nicht, dass
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