Nach monatelangem Streit um die Frauenquote in großen Unternehmen ist die schwarz-rote Koalition nun zu einem Ergebnis gekommen. Dies berichtet unter anderen die WELT. Man einigte sich auf eine 30-Prozent-Quote – zumindest für gut 100 börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen. 3.500 mittelgroße Firmen, die mitbestimmungspflichtig oder börsennotiert sind, sollen sich eigene Zielvorgaben zur Frauenquote in den Führungsetagen setzen. Dies gilt auch für Unternehmen des öffentlichen Bereichs.

Das Gesetz soll am 11. Dezember vom Kabinett verabschiedet werden und von 2016 an gelten. Halten sich die Firmen nicht an die Vorgaben, wird dies Folgen haben: Wenn Aufsichtsratsposten künftig nicht ausreichend mit Frauen besetzt werden, bleiben diese Stühle unbesetzt. Die Forderung nach Ausnahmen für bestimmte Branchen konnte sich nicht durchsetzen.

Bis zu diesem Entschluss scheint es ein harter Weg gewesen zu sein. Dem Pressebericht auf tagesschau.de zufolge hat man sich im Kampf um die Quote gegenseitig nichts geschenkt: Unionsfraktionschef Volker Kauder warf Bundesministerin Manuela Schwesig Weinerlichkeit vor. SPD-Chef Sigmar Gabriel unterstellte Kauder daraufhin ein Problem mit Frauen. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sprach von Macho-Gehabe und schlechter Kinderstube. Doch diese verbalen Ausreißer haben sich jetzt erledigt – zumindest hinsichtlich dieser Entscheidung.

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von Thomas am 05.01.2011, 15:27 Uhr , Kategorie: Allgemein, Arbeitsmarkt

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