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	<title>Betriebsrat Blog &#187; Ursula von der Leyen</title>
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	<description>ifb - Institut zur Fortbildung von Betriebsräten</description>
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		<title>Von der Leyen: Mehr Arbeitsschutz gegen Burn-out</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 08:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burn-out]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Krankenkassen]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich scheint es auch in oberen Kreisen angekommen zu sein: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen kündigte an, sie wolle den Schutz vor psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zum Schwerpunkt der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) im nächsten Jahr machen. Hier ist geplant, Konzepte zu entwickeln, die ab 2013 in die Betriebe getragen werden sollen. Von der Leyen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/12/ursula-von-der-leyen-fotos.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4034 alignleft" style="margin-right: 15px;margin-bottom: 10px;float: left" src="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/12/ursula-von-der-leyen-fotos.jpg" alt="" width="133" height="200" /></a><span style="font-size: small">Endlich scheint es auch in oberen Kreisen angekommen zu sein: <strong>Arbeitsministerin</strong> Ursula von der Leyen kündigte an, sie wolle den Schutz vor psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zum <strong>Schwerpunkt der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA)</strong> im nächsten Jahr machen. Hier ist geplant, <strong>Konzepte</strong> zu entwickeln, die ab 2013 in die Betriebe getragen werden sollen. Von der Leyen setzt dabei vor allem auf den <strong>Präventionsgedanken</strong> und auf einen <strong>Bewusstseinswandel in den Unternehmen</strong>. Schärfere <strong>Gesetze im Arbeitsschutz</strong> sind hingegen nicht geplant. „<em>Wir sind in den letzten Jahrzehnten weit vorangekommen, um schwere körperliche Schäden durch Arbeit, etwa durch Fließbandarbeit, deutlich zu reduzieren. Das können wir bei den psychischen Belastungen auch schaffen</em>,“ sagte die Ministerin der „<a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13773959/Von-der-Leyen-sagt-Burn-out-den-Kampf-an.html" target="_blank">Welt</a>“.</span></p>
<p><strong>27 Milliarden Euros</strong> kostet die Behandlung oft langwieriger psychischer Störungen die <strong>Krankenkassen</strong> inzwischen im Jahr, so die „Welt“. Die Krankheitstage durch psychische Erkrankungen haben sich in den letzten fünfzehn Jahren fast verdoppelt. All das hat große Auswirkungen auf die <strong>Volkswirtschaft</strong>. Jeder dritte <span id="more-8859"></span><strong>Frührentner</strong> scheidet inzwischen wegen einer psychischen Erkrankung aus dem Arbeitsleben. Von der Leyen: „<em>Im Durchschnitt scheiden diese Menschen mit Mitte 40 (!) aus – für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft wird das richtig teuer.</em>“ Es wird Zeit, dass dem Burn-out von politischer Seite der Kampf angesagt wird – und beim Bewusstsein in den Unternehmen anzufangen, ist wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee…</p>
<p>Ines H.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Es rührt sich was: Auch CDU-Ministerpräsidentin für allgemeinen Mindestlohn</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 11:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Annegret Kramp-Karrenbauer]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Eis schmilzt langsam, aber es schmilzt! Die politische Ablehnung der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns ist erneut ein Stück geringer geworden. Nachdem vor kurzem die in letzter Zeit wieder ambitioniert auftretende Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen Sympathie für einen Mindestlohn signalisierte, legte nun Parteifreundin Annegret Kramp-Karrenbauer, die neue Ministerpräsidentin des Saarlandes, nach. In einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/09/AKK1-klein.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4034 alignleft" style="float: left; margin-right: 15px; margin-bottom: 10px;" title="Annegret Kramp-Karrenbauer" src="http://blog.betriebsrat.de/wp-content/uploads/2011/09/AKK1-klein.jpg" alt="" width="125" height="173" /></a>Das Eis schmilzt langsam, aber es schmilzt! Die politische Ablehnung der <strong>Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns</strong> ist erneut ein Stück geringer geworden. Nachdem vor kurzem die in letzter Zeit wieder ambitioniert auftretende Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen Sympathie für einen Mindestlohn <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Von-der-Leyen-fuehlt-sich-zu-Hoeherem-berufen-id16546311.html" target="_blank">signalisierte</a>, legte nun Parteifreundin <strong>Annegret Kramp-Karrenbauer</strong>, die neue <strong>Ministerpräsidentin des Saarlandes</strong>, nach. In einem <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/CDU-Spitzenfrau-fordert-Mindestlohn_aid_1021686.html" target="_blank">Interview mit der Rheinischen Post</a> meinte sie, dass ein Mindestlohn eine mögliche Antwort auf  Fehlentwicklungen in der Wirtschaft sein könne. Dabei weist sie ausdrücklich auf das &#8220;C&#8221; in ihrer Partei hin (endlich macht das mal jemand!): <em>Eine <strong>christliche</strong> Volkspartei müsse davon berührt sein, wenn der Niedriglohnsektor massiv ansteige und Menschen, die Vollzeit arbeiten, trotzdem staatliche Hilfe brauchen.</em></p>
<p>Unsere Rede schon seit langem! Auch DGB-Chef Sommer <a href="http://www.mindestlohn.de/news/meldung/2011/september-2011/sommer-lobt-cdu-mindestlohndebatte/" target="_blank">sieht das so</a>: &#8220;Die Debatte <span id="more-7633"></span>geht in die richtige Richtung!&#8221; Und darum sind auf dem kommenden CDU-Parteitag im November sicher spannende Diskussionen zu diesem Thema zu erwarten. Wer weiß? Vielleicht kommt der Mindestlohn ja sogar noch vor den nächsten Bundestagswahlen?!</p>
<p>Peter</p>
<p>&nbsp;</p>
<pre>Bildquelle: Homepage Annegret Kramp-Karrenbauer</pre>
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		<title>Behindertenverbände kritisieren neuen &#8220;Nationalen Aktionsplan&#8221; der Regierung</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 09:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwerbehindertenvertretung]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Vieweg]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Behindertenrat]]></category>
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		<category><![CDATA[Inklusionsbeirat]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Ganze habe etwas &#8220;Aktionistisches&#8221; &#8211; mit diesen Worten kritisierte Barbara Vieweg, die Sprecherin des Deutschen Behindertenrates den soeben von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen vorgestellten &#8220;Nationalen Aktionsplan&#8221; für die gesellschaftliche Teilhabe von Behinderten. Im Rahmen der &#8220;Initiative Inklusion&#8221; will die Bundesregierung für drei Jahre zusätzliche 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit sollen unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ganze habe etwas &#8220;Aktionistisches&#8221; &#8211; mit diesen Worten <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0616/seite1/0090/index.html" target="_blank">kritisierte</a> <strong>Barbara Vieweg, die Sprecherin des Deutschen Behindertenrates</strong> den soeben von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen <a href="http://www.bmas.de/portal/51992/2011__06__15__nap.html" target="_blank">vorgestellten</a> &#8220;Nationalen Aktionsplan&#8221; für die gesellschaftliche Teilhabe von Behinderten. Im Rahmen der &#8220;<strong>Initiative Inklusion</strong>&#8221; will die Bundesregierung für drei Jahre zusätzliche 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit sollen unter anderem behinderte Menschen besser in das Arbeitsleben integriert werden. Für Jugendliche seien spezielle Berufsvorbereitungsprogramme geplant, auch ältere Arbeitnehmer würden gefördert.</p>
<p>Behindertenverbände kritisieren daran vor allem, dass die <span id="more-6016"></span>Integration Behinderter mit dem neuen Plan<strong> nicht grundsätzlich</strong> angegangen werde. Mit den bestehenden UN-Vorgaben habe der Aktionsplan nichts zu tun, so <strong>Sigrid Arnade</strong> von der <strong>Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben</strong> in der<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0616/seite1/0090/index.html"> Berliner Zeitung</a>. Es sei nicht überprüft worden, wo Menschenrechte Behinderter verletzt würden. Es handele sich lediglich um einen <strong>weiteren &#8220;Behindertenplan&#8221;</strong>.</p>
<p>Moment mal: <strong>Frau von der Leyen und Aktionismus?</strong> Der Vorwurf ist nicht neu. Wir erinnern uns zuletzt an die <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712598,00.html" target="_blank">Debatte</a>, die ihre Idee von der Einführung einer sog. &#8220;Bildungs-Card&#8221; für Kinder aus sozial schwachen und schwächeren Familien im letzten Jahr ausgelöst hatte. Was ist daraus letztlich geworden? Es bleibt deswegen zu hoffen, dass das Ministerium die Kritik der Verbände und der Experten ernst nimmt und nachträglich darauf eingeht. Da dies alles im Vorfeld aber vorgetragen wurde, wird sich die Hoffnung kaum erfüllen. Schwer verständlich warum! Und dass sich sogar der<strong> Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe</strong>, von den vorgestellten Plänen <strong>enttäuscht </strong>zeigte, spricht Bände. Hüppe teilte dies dem Ministerium schriftlich mit. Sein Schreiben endet offenbar mit der Aufforderung, den  Aktionsplan nochmal zu überarbeiten, ansonsten würden sich die  Mitglieder des sog. <a href="http://www.behindertenbeauftragter.de/DE/Koordinierungsstelle/Beirat/Beirat_node.html" target="_blank">Inklusionsbeirats</a> nicht an dessen Umsetzung beteiligen!</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Sparen total &#8211; Vom Ende der Ein-Euro-Jobs</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 09:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Ein-Euro-Job]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nennen wir sie doch mal bei ihrem unbekannteren Namen: &#8220;Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung&#8221;. So lautet die korrekte Bezeichnung für das, was die Mehrheit als &#8220;Ein-Euro-Jobs&#8221; kennt. Es sind Tätigkeiten, die in Gesetzgebersprech Arbeitslose wieder an das Arbeitsleben heranführen, quasi eine Art Türöffnerfunktion in den regulären Arbeitsmarkt haben sollen. Reden wir nicht lang herum: Diese Tätigkeiten werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nennen wir sie doch mal bei ihrem unbekannteren Namen: &#8220;Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung&#8221;. So lautet die korrekte Bezeichnung für das, was die Mehrheit als &#8220;Ein-Euro-Jobs&#8221; kennt. Es sind Tätigkeiten, die in Gesetzgebersprech Arbeitslose wieder an das Arbeitsleben heranführen, quasi eine Art Türöffnerfunktion in den regulären Arbeitsmarkt haben sollen. <strong>Reden wir nicht lang herum</strong>: Diese Tätigkeiten werden von jeher <strong>stark kritisiert</strong>, es haftet ihnen ein geradezu <strong>schauerliches öffentliches Image</strong> an. <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/die-ein-euro-jobvernichter/-/1472780/3176158/-/index.html" target="_blank">Hauptaussage</a>: Ein-Euro-Jobs <strong>verdrängen </strong>reguläre Arbeitsverhältnisse und bleiben für die Betroffenen nahezu <strong>wirkungslos</strong>.</p>
<p><strong>Ursula von der Leyen</strong>, zur Zeit Bundesarbeitsministerin, will nun die <strong>Regeln verschärfen</strong>. In der Praxis wird dies dazu führen, <span id="more-5583"></span>dass <strong>Ein-Euro-Jobs verschwinden</strong>: Wer bislang etwa als Kommune Ein-Euro-Jobber beschäftigte, erhielt für deren Betreuung eine Pauschale in Höhe von 500 Euro pro Monat und Arbeitslosen. Per Gesetz soll dieser Betrag nun künftig auf 150 Euro gekürzt werden. Die Folge: Der Einsatz  und die Beschäftigung von Ein-Euro-Jobbern wird sich für die meisten nicht mehr lohnen.</p>
<p>Die <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:arbeitsmarkt-von-der-leyen-stutzt-ein-euro-jobs/60040732.html" target="_blank">Financial Times Deutschland</a> zitiert <strong>Markus Keller</strong>, <strong>Experte </strong>für Ein-Euro-Jobs im Deutschen Landkreistag:  &#8220;<em>Wenn das Gesetz so kommt, lassen sich die Arbeitsgelegenheiten kaum noch sinnvoll fortsetzen. Die bislang gezahlte hohe Pauschale sei berechtigt, da schwierige Personengruppen beschäftigt würden. Mit den vorgesehenen Beschränkungen ist das nicht mehr leistbar.</em>&#8221;</p>
<p>Stellt sich die Frage nach dem Warum!  Hat die Koalition etwa die Sinnlosigkeit dieses Arbeitsmarktinstruments eingesehen? Schön wär&#8217;s! Die Wahrheit ist: <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/hartz-iv-empfaenger-ein-euro-jobs-von-der-leyen-spart-bei-den-falschen-1.1086807" target="_blank">Hier geht es nur um&#8217;s Sparen.</a> Und da ist wie so oft im Bereich der Langzeitarbeitslosen und Hartz IV-Empfänger im Normalfall <strong>mit dem wenigsten Widerstand</strong> zu rechnen. Wie man den betroffenen Personen jedoch anderweitig und wirkungsvoller helfen kann, um aus ihrer persönlichen Notlage herauszukommen, darüber spricht niemand.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Die Hartz IV-Aufführung: Tragödie oder Schmierentheater?</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/die-hartz-iv-auffuhrung-tragodie-oder-schmierentheater/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 12:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben in den letzten Wochen sehr viel über die Verhandlungen und Positionen im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform geschrieben, zuletzt hier. Vergangene Nacht wurde offiziell bekanntgegegen, dass die Verhandlungen gescheitert seien. Nun wähnen wir uns vollends im falschen Film. In aller Kürze: Der Vermittlungsausschuss hatte die Aufgabe, einen Kompromiss zu finden, damit die Reform endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben in den letzten Wochen sehr viel über die Verhandlungen und Positionen im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform geschrieben, <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/nicht-mal-mauschen-mochte-man-bei-denen-sein/" target="_blank">zuletzt hier</a>. Vergangene Nacht wurde offiziell <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/hartz-iv-verhandlungen-geplatzt/" target="_blank">bekanntgegegen</a>, dass die Verhandlungen <strong>gescheitert </strong>seien. Nun wähnen wir uns vollends im falschen Film. In aller Kürze: Der Vermittlungsausschuss hatte die Aufgabe, einen Kompromiss zu finden, damit die Reform endlich verabschiedet werden kann. Heute steht in der Presse x-mal zu lesen, wer genau woran Schuld daran ist, dass es zu keiner Lösung kam. Nur: Wen interessiert das, <span id="more-4985"></span>ausser den Beteiligten?</p>
<p>Tatsache ist: Die Regierung hatte vom Bundesverfassungsgericht den Auftrag erhalten, den rechtswidrigen Zustand bei den Hartz IV-Regelsätzen durch eine neue Regelung zu beenden. Hierzu wurde Frist bis zum 31.12.2010 gesetzt. Diesen Auftrag hat sie, mal ganz nüchtern formuliert, nicht erfüllt. Verhandlungsführerin der Regierung und <strong>verantwortlich</strong>, wenn man das so sagen darf, war Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Die Opposition mag noch so <strong>störrisch und wirr</strong> bei der Auswahl der mitzuverhandelenden weiteren Themen gewesen sein. Völlig egal! <strong>Die politische Kunst wäre gewesen</strong>, damit fertig zu werden und dennoch eine Lösung hinzukriegen. Ob es nun Absicht, Kalkül, Unwille oder bloßes Unvermögen war: Alle Beteiligten haben sich in diesem Prozess<strong> disqualifiert und gehören ausgewechselt</strong>. Mit diesen Personen lässt sich keine Politik machen.</p>
<p>Und um die noch offene Frage nach <strong>Tragödie oder Schmierentheater</strong> zu beantworten: Das hier ist eine Tragödie, die sich in den letzten Wochen zu einem beispiellosen Schmierentheater entwickelt hat. Das alles geschieht auf dem Rücken der Ärmsten der Gesellschaft: Menschen ohne Arbeit und Menschen mit sehr schlecht bezahlter Arbeit. Was soll man dazu noch sagen? Note sechs für alle!</p>
<p>Peter</p>
<p>Nachtrag: &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/geplatzte-hartz-iv-verhandlungen-die-pflichtvergessenheit-der-regierung-1.1057481" target="_blank">Die Pflichtvergessenheit der Regierung</a>&#8220;, ein Kommentar von Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung)</p>
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		<title>Nicht mal Mäuschen möchte man bei denen sein</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 14:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Manuela Schwesig]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Regelsatz]]></category>
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		<description><![CDATA[Ganz ehrlich: Wir schütteln langsam nur noch den Kopf über das Theater, dass die Hartz IV-Verhandlungsakteure seit längerer Zeit öffentlich aufführen. Das Bundesverfassungsgericht hatte letztes Jahr ganz klar gesagt: Neuregelung von Hartz IV bis Ende 2010! Es ist erstaunlich, wie diese Frist von allen  Beteiligten beharrlich ignoriert wird. &#8220;Jetzt ist der Termin eh vorbei&#8221;, werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ehrlich: Wir schütteln langsam nur noch den Kopf über das Theater, dass die Hartz IV-Verhandlungsakteure seit längerer Zeit öffentlich aufführen. Das Bundesverfassungsgericht hatte letztes Jahr <a href="http://blog.betriebsrat.de/gerichtsmassig/kinder-sind-keine-kleinen-erwachsenen-hartz-iv-verstost-gegen-die-verfassung/" target="_blank">ganz klar gesagt</a>: <strong>Neuregelung von Hartz IV bis Ende 2010! </strong>Es ist erstaunlich, wie diese Frist von allen  Beteiligten beharrlich ignoriert wird. &#8220;Jetzt ist der Termin eh vorbei&#8221;, werden sie sich denken, dann kommt es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht mehr an. Das stimmt schon. Aber: Man hat irgendwie nicht den Eindruck, dass sich irgendjemand bemüßigt fühlt, mal eine Schippe drauf zu legen.</p>
<p><strong>Es ist kaum zu fassen: </strong>Die einen wollen den Regelsatz um 5 Euro erhöhren, die anderen um 11. Wo doch beides ein absoluter Witz ist! Die einen wollen einen Mindestlohn bei der Leiharbeit mit &#8220;Equal Pay&#8221; spätestens nach einer Woche, die anderen wollen &#8220;vielleicht&#8221; einen Mindestlohn, aber wenn dann mit &#8220;Equal Pay&#8221; erst nach neun Monate (was den Arbeitgebern aber wurscht ist, <span id="more-4958"></span>die finden Wege, das zu unterlaufen, so <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/arbeitgeberprasident-sagt-wie-es-ist/" target="_blank">die Ankündigung</a> ihres Präsidenten Herr Hundt letzte Woche). Und, ach ja: Die einen wollen ein Bildungspaket für bedürftige Kinder mit vielen <strong>bunten staatlichen Smarties</strong>, die anderen bevorzugen eines mit <strong>kommunalem Maoam oder Duplo</strong> (letztlich das, was günstiger ist).</p>
<p>Nicht mal Mäuschen möchte man bei diesen <strong>beiden schicken Damen</strong> aus CDU und SPD sein. <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/hartz-iv-verhandlungen-vertagt-das-ist-ein-zaehes-ding-1.1056188" target="_blank">Zehn Stunden lang</a> hocken Ursula von der Leyen und Manuela Schwesig gemeinsam mit dem Ausschussvolk die ganze Nacht hindurch zusammen und fixieren sich dabei vermutlich die meiste Zeit recht bissig und ernst. Ja, bissig und ernst ist auch der Blick anderso. Der des Bürgers etwa. <strong>Der wird langsam sauer</strong>: Wer sich fragt, warum mittlerweile fast jeder Zweite in diesem Land nicht mehr zur Wahlurne geht, braucht nur einen Blick auf genau diesen Vermittlungsausschuss werfen. Weil es hier exemplarisch nur noch um Macht und wirtschaftliche Interessen und nicht mehr um die Sache an sich oder gar den Menschen geht!</p>
<p>Wer ist schuld daran, dass es in diesem <strong>zähen Verhandlungsgewürge</strong> nicht weitergeht? Das ist letztlich egal. Da haben sich <strong>zwei Ideologiesysteme</strong> irgendwie im Matsch festgefahren und fechten nun seit Monaten einen unbeweglichen und <strong>schlammigen Stellungskrieg</strong> aus. Und weil auch keine besonderen wirtschaftlichen Interessen von Rang daran hängen, sondern lediglich die von Millionen von Hartz IV-Empfängern, sprich den Ärmsten der Armen, können sie sich das erlauben. Ohne Rücksicht auf Verluste nennt man das auch. In jedem, anderen Fall wäre der Druck von außen längst viel zu hoch geworden und es gäbe eine Einigung.</p>
<p>Am Dienstag soll nun <strong>Frau Bundeskanzlerin höchstpersönlich</strong> vorbeischauen. Auch da möchten wir lieber nicht Mäuschen sein. Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht ist diese <strong>unwürdige Aufführung</strong> am Mittwoch ja vorbei.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Frauenquote per Gesetz: Warum Karrieren erzwungen werden müssen</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/allgemein/frauenquote-per-gesetz-warum-karrieren-erzwungen-werden-mussen/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 07:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstandsposition]]></category>

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		<description><![CDATA[In Sachen Frauenquote in den Vorständen der deutschen Top-Unternehmen tut sich nicht viel. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zieht daher jetzt eine gesetzliche Regelung über einen Mindestanteil von Frauen in Führungspositionen in Erwägung. Nach dem Motto: Geredet wurde über das Thema genug, jetzt müssen Taten folgen. Denn: Ohne verbindliche Regelungen wird sich die Situation wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Sachen Frauenquote in den Vorständen der deutschen Top-Unternehmen tut sich nicht viel. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zieht daher jetzt eine <strong>gesetzliche Regelung über einen Mindestanteil von Frauen in Führungspositionen</strong> in Erwägung. Nach dem Motto: Geredet wurde über das Thema genug, jetzt müssen Taten folgen. Denn: Ohne verbindliche Regelungen wird sich die Situation wohl niemals ändern.</p>
<p>So denkt unter anderen das <strong>Deutsche Institut der Wirtschaft (DIW),</strong> das eine <a href="http://www.diw.de/de/diw_01.c.346434.de/themen_nachrichten/deutsche_vorstandsetagen_ein_maennerclub.html" target="_blank">aktuelle Studie </a>zum Thema veröffentlicht hat. Daraus geht hervor, dass lediglich 2,5 Prozent aller Vorstandsmitglieder der 200 größten Unternehmen Frauen sind. Das sind <strong> 21 von 833 Vorstandsposten</strong>. Da haben sich doch Deutschlands Vorstandsetagen die Bezeichnung „<em><strong>Männerclub</strong></em>“ vom DIW wahrlich verdient. Doch woher kommt eigentlich diese außerordentliche Überlegenheit von Männern in Führungspositionen? <span id="more-4845"></span>Die Studie bietet zumindest einen Ansatz und sieht Gründe in <em><strong>Geschlechterstereotypen</strong> und <strong>fehlenden Vorbildern</strong></em>. „Männer haben eine viel größere Bandbreite von Rollenvorbildern, denen sie nacheifern können“, so die Autorin der DIW-Studie Elke Holst. Als <strong>Außenseiterinnen</strong> sei es ihrer Meinung nach für Frauen schwerer, in die einflussreichen „<em><strong>Old-Boys-Networks</strong></em>“ in den Spitzengremien vorzudringen.</p>
<p>Wir dürfen gespannt sein auf das neue Gesetz und seine Auswirkungen. Denn: Tut man den Frauen wirklich einen Gefallen, wenn sie sich im Grunde demnächst nur in bestimmten Positionen befinden, weil anderenfalls Sanktionen drohen? Und nicht, wie es sein sollte, weil man von ihrer Kompetenz überzeugt ist? Letzteres wird mit der Zeit sicher kommen. Aber das kann, wenn man die schleichende Entwicklung zum Thema und den fehlenden Willen mancherorts beobachtet, noch dauern.</p>
<p>Ines</p>
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		<title>Alles Kalkül, oder: Ist die Hartz IV-Reform noch zu retten?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 13:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 19. Januar fand ein neues Treffen im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform statt. Während wir letzte Woche noch attestierten, dass hier gehörig Sand im Getriebe ist, müssen wir nun unsere Ferndiagnose leider erweitern. Denn: Der Karren steckt offensichtlich im parteipolitischen Morast fest. Schon im Vorfeld waren die Zeichen uneinheitlich. Beim letzten Treffen am 7. Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Januar fand ein neues Treffen im <strong>Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform</strong> statt. Während <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/hartz-iv-vermittlung-mit-sand-im-getriebe/" target="_blank">wir letzte Woche</a> noch attestierten, dass hier gehörig Sand im Getriebe ist, müssen wir nun unsere Ferndiagnose leider erweitern. Denn: Der Karren steckt offensichtlich <strong>im parteipolitischen Morast</strong> fest.</p>
<p>Schon im Vorfeld waren die Zeichen uneinheitlich. Beim letzten Treffen am 7. Januar wurde von <strong>hartem Ton und einer angespannten Situation</strong> berichtet. Beide Seiten zeigten sich unbeweglich. Lediglich beim Bildungspaket für Kinder seien Fortschritte feststellbar gewesen. Kurz nach dem Treffen legte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen dann nach: Eine nochmalige Berechnung der Regelsätze, wie von der Opposition gefordert, <a href="http://www.haufe.de/newsDetails?newsID=1294984903.02&amp;d_start:int=0&amp;topic=Recht&amp;topicView=Recht" target="_blank"> lehne sie ab</a>. Eine Erhöhung würde diese nicht verfassungsfesterer machen, sondern lediglich den Bund mehr kosten.</p>
<p>Dann plötzlich <strong>Rauchzeichen</strong> <span id="more-4768"></span><strong>von der FDP:</strong> Generalsekretär Christian Lindner <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE70G0HZ20110117" target="_blank">zeigte sich</a> Anfang der Woche bei der Leiharbeit etwas kompromissbereiter. Dieses Thema wird am Tisch der Hartz IV-Reform mitverhandelt. Es könnte durchaus sein, dass über Zugeständnisse bei diesem Thema (es geht um einen Mindestlohn und um eine sog. Equal Pay-Entlohnung) die Zustimmung der Opposition bei Hartz IV erhandelt werden kann.</p>
<p>Dann aber gestern abend nach dem Treffen des Ausschusses <strong>alles wieder auf Anfang</strong>! Nun wird sogar ein <strong>Scheitern der Verhandlungen</strong> nicht mehr ausgeschlossen. Eine ernstgemeinte Drohung? SPD-Verhandlungsführerein Manuela Schwesig: &#8220;Die Chancen auf eine Einigung schwinden, weil sich Union und FDP selbst nicht einig sind.&#8221; Dagegen verweist die Union stoisch, wahrscheinlich aber taktierend, auf die &#8220;fehlenden Haushaltsmittel&#8221;, die einer Erhöhung des Regelsatzes im Wege stehen. Übersetzt heißt das: Arbeitslosengeld II gibt es nur nach Kassenlage und nicht danach, was die betroffenen Bürger dringend benötigen!</p>
<p>Das nächste Treffen ist für den <strong>27. Januar</strong> geplant. Wichtig: Der Bundesrat muss auch noch zustimmen. Genau aus diesem Grund befindet man sich ja im Vermittlungsausschuss. Und der Bundesrat tagt bereits am <strong>11. Februar</strong>. Es wird immer knapper. <strong>Ist das Kalkül?</strong> Mit Rücksicht auf die ablaufende Zeit darauf spekulieren, dass einer nachgibt? Die Frist des Bundesverfassungsgerichts für die Umsetzung der Neuregelung ist längst abgelaufen. Hier sind ganz sicher Taktierer am Werk. Wirklich <strong>peinlich und verdrossenheitsfördernd</strong>, was die Parteipolitik da erneut anrichtet.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Hartz IV-Vermittlung mit Sand im Getriebe</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 15:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Na das war ja mit Ansage: Natürlich konnte sich der Vermittlungsausschuss am Freitag im Streit um die sog. Hartz IV-Reform nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Zu weit auseinander scheinen die Verhandlungspositionen zu liegen. Was tat man also? Man stellte &#8220;gewisse Fortschritte&#8221; fest (Ursula von der Leyen) und vertagte sich im Anschluss. Die nächste Zusammenkunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na das war ja <strong>mit Ansage</strong>: Natürlich konnte sich der Vermittlungsausschuss am Freitag im Streit um die sog. Hartz IV-Reform <a href="http://www.sueddeutsche.de/U5K38J/3826881/Harter-Handel.html" target="_blank">nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen</a>. Zu weit auseinander scheinen die Verhandlungspositionen zu liegen. Was tat man also? Man stellte &#8220;<strong>gewisse Fortschritte</strong>&#8221; fest (Ursula von der Leyen) und vertagte sich im Anschluss. Die nächste Zusammenkunft soll am 19. Januar sein.</p>
<p><strong>Immerhin</strong>: Beim sog. <strong>Bildungspaket für Kinder</strong> scheint eine Einigung möglich. Die Union zeigte sich bereit, geplante Leistungen auch auf die Kinder von Wohngeldempfängern auszudehnen. Aber offen gesagt: Im Vergleich zu den anderen Themen sind das eher Nebensächlichkeiten, die nur dazu dienen, <span id="more-4572"></span>einen gewissen Erfolg und etwas Bewegung nach außen darzustellen. Man stelle sich nur vor, wie die Reaktionen gewesen wären, wenn die Verhandlungspartner verkündet hätten, es habe sich nichts, also rein gar nichts bewegt.</p>
<p><strong>Der Ton bleibt hart</strong>, die Situation ist angespannt. Von der Leyen <strong>attackiert die Opposition </strong>und behauptet, trotz eigenem Entgegenkommen <strong>kein Jota</strong> von den Maximalforderungen abzurücken. SPD-Verhandlungsführerin <strong>Manuela Schwesig</strong> <a href="http://www.abendblatt.de/politik/article1750272/Harsche-Wortgefechte-zwischen-von-der-Leyen-und-Schwesig.html" target="_blank">kontert und wirft der Bundesarbeitsministerin &#8220;Erpressung&#8221; vor</a>.</p>
<p>Sonst noch was? Ja, der <strong>Mindestlohn für Zeitarbeiter</strong> rückt in greifbare Nähe, ein allgemeiner gesetzlicher dagegen bleibt wohl weit entfernt. Daran dürfte sich, solange diese FDP mit in der Regierung sitzt, auch nichts ändern. Beim <strong>Hartz IV-Regelsatz</strong> und den geplanten fünf Euro Erhöhung, erscheint dagegen auch weiterhin alles zu Eis erstarrt. Hier keilt man sich um die richtige Berechnungsmethode.</p>
<p><strong>Das sind die nächsten möglichen Schritte:</strong> Wenn im Vermittlungsausschuss<strong> bis 19. Januar </strong>eine Lösung gefunden wird, könnte der Bundesrat über die Reform am <strong>11. Februar </strong>entscheiden. Übrigens: Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem wegweisenden<a href="http://blog.betriebsrat.de/gerichtsmassig/kinder-sind-keine-kleinen-erwachsenen-hartz-iv-verstost-gegen-die-verfassung/" target="_blank"> Urteil vom 09.02.2010</a> verlangt, dass die Neuregelung bei Hartz IV bis Ende 2010 stehen muss. Das wurde nicht umgesetzt. Da stellt sich die Frage: <strong>Wie verbindlich sind solche höchstrichterlichen Feststellungen eigentlich?</strong></p>
<p>Peter</p>
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		<title>Hartz IV-Poker vor den Türen des Vermittlungsausschusses</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 09:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag findet, wie schon vor Weihnachten hier im Betriebsrat Blog berichtet, die nächste Verhandlungsrunde des Vermittlungsauschusses in Sachen &#8220;Hartz IV&#8221; statt. Zur Erinnerung: Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 09.02.2010 verlangt, dass bis Ende 2010 eine Neuregelung von Hartz IV getroffen werden muss. Konkret geht es um die Berechnungsmethoden, nach denen auch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag findet, <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/zu-spat-reform-von-hartz-iv-kommt-erst-im-neuen-jahr/" target="_blank">wie schon vor Weihnachten hier im Betriebsrat Blog berichtet</a>, die nächste Verhandlungsrunde des <strong>Vermittlungsauschusses </strong>in Sachen &#8220;Hartz IV&#8221; statt. <strong>Zur Erinnerung:</strong> Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem <a href="http://blog.betriebsrat.de/gerichtsmassig/kinder-sind-keine-kleinen-erwachsenen-hartz-iv-verstost-gegen-die-verfassung/" target="_blank">Urteil vom 09.02.2010</a> verlangt, dass bis Ende 2010 eine Neuregelung von Hartz IV getroffen werden muss. <strong>Konkret geht es um</strong> die Berechnungsmethoden, nach denen auch der monatliche Regelsatz für das Arbeitslosengeld II festgesetzt wird. Zuletzt lag dieser bei 359 Euro im Monat. Die Koalition wollte ihn um fünf auf 364 Euro erhöhen, garniert um ein sog. Bildungspaket für die Kinder von Bedürftigen. Der Bundesrat lehnte dies ab. Grund: Die SPD hält die neuen Regelungen immer noch für verfassungswidrig, so <strong>SPD-Vize Manuela Schwesig</strong> im <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2011/01/05/hartz-iv-interview/manuela-schwesig-mecklenburg-vorpommern-sozialministerin.html" target="_blank">Bild-Interview</a>. Nun ist der Vermittlungsausschuss gefragt, der die Aufgabe hat, einen Kompromiss zu finden, der am Ende verabschiedet werden kann.</p>
<p>Der <strong>Verhandlungspoker </strong>hat begonnen. <span id="more-4547"></span>Bundesarbeitsministerin <strong>Ursula von der Leyen</strong> (CDU) <a href="http://www.sueddeutsche.de/R5738L/3792768/Hartz-IV-Empfaenger-muessen-warten.html" target="_blank">kündigte noch im alten Jahr an</a>, gesprächsbereit zu sein. Das Bildungspaket etwa könne auf die Kinder von Wohngeldempfängern erweitert werden. Beim Regelsatz zeigte sie sich unbeweglich. <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/welt/newsticker/Arbeitsmarkt-Soziales;art7323,3573752" target="_blank">Sie denkt jedoch</a>, <strong>der &#8220;Sack&#8221; könne bald zugemacht werden</strong>!</p>
<p>Wirklich? SPD-Fraktionsvize <strong>Hubertus Heil</strong> erklärte dem <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1745785/Heil-Einigung-im-Januar-moeglich-wenn-sich-Union-bewegt.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt</a>, eine baldige Einigung sei nur möglich, wenn sich die Union bewege.<strong> Er fordert </strong>ein unbürokratisches Bildungspaket, den bundesweiten Einsatz von Schulsozialarbeitern, einen fairen Regelsatz sowie einen flächendeckenden gesetzlichen <strong>Mindestlohn</strong>. Der Augenmerk dürfte  auf letzterem liegen, da die Sozialdemokraten diesen als <strong>zentrale Bedingung </strong>aufgestellt haben. Heil gegenüber dem Hamburger Abendblatt: <em>&#8220;Es ist selbstverständlich, dass ein Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche kommen muss, besonders mit Blick auf die Arbeitnehmerfreizügigkeit, die ab 1. Mai dieses Jahres in Europa gilt. Das reiche der SPD jedoch nicht aus. Bei der Zeit- und Leiharbeit geht es um zwei Aspekte, um Missbrauch zu verhindern: Das eine ist der Mindestlohn, das andere ist der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit zwischen Stamm- und Leihbelegschaften.&#8221;</em></p>
<p>Der Mindestlohn für die Leiharbeiter ist, das kann man getrost sagen, <strong>so gut wie beschlussreif</strong>. Er wird mittlerweile, die FDP mal ausgenommen, von allen Parteien und Gruppierungen gefordert, <a href="http://www.zeit.de/2011/01/Mindestlohn-Arbeitsmarkt" target="_blank">sogar von den Arbeitgeberverbänden</a>. Man darf sehr gespannt sein, ob und was am Freitag im Vermittlungsausschuss herauskommen wird.</p>
<p>Peter</p>
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