von Ines am 09.05.2011, 08:26 Uhr , Kategorie: Allgemein

Irgendwie ist kein Ende in Sicht: Die Gewerkschaften streiten sich schon eine gefühlte Ewigkeit mit Schlecker. Weil sie Namenslisten führt, ist die Drogeriemarkt-Kette Schlecker aktuell stark in der Kritik. Die Gewerkschaft Ver.di ist in Hab-Acht-Stellung und sieht darin ein Mittel, sich von missliebigen Mitarbeitern trennen zu können. Das berichtet kürzlich der Focus.

Nach Ansicht von Ver.di verstößt die Drogeriemarkt-Kette mit ihren Mitarbeiterlisten, die leider trauriger Alltag sind, zwar nicht gegen das Recht, aber gegen den Anstand. Schlecker selbst leugnet das Vorhandensein dieser Listen nicht und gibt als Grund dafür die Beurteilung von Beschäftigten an. Die Gewerkschaft sieht dahinter jedoch den Versuch, unter zweifelhaften Begründungen Mitarbeiter loszuwerden, die dem Management ein Dorn im Auge sind. Auffallend sei vor allem, dass hauptsächlich Betriebsratsmitglieder sowie ältere, gut bezahlte Arbeitnehmer auf den Listen stehen. „Das ist moralisch höchst bedenklich. Das hat nichts mit Mitarbeiterführung zu tun“, sagte der Ver.di-Landesfachbereichsleiter Handel, Bernhard Franke dem Magazin.

Auch nach Meinung von Betriebsräten markiert die Kennzeichnung der Namen mit zwei Daten
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von Peter am 19.04.2011, 13:22 Uhr , Kategorie: Allgemein

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung warnt Verdi-Chef Frank Bsirkse vor drohenden Niedriglohn-Exzessen. Der Hintergrund: Ab dem 1. Mai 2011 entfallen die Übergangfristen bei der EU-Dienstleistungsfreiheit. Firmen aus den neueren EU-Mitgliedsstaaten dürfen ihre Arbeitnehmer dann ganz legal auf den deutschen Arbeitsmarkt entsenden. Es sei absehbar, so Bsirske, dass diese ihre Arbeitsleistung zu deutlich niedrigeren Löhnen anbieten werden. Dies sei kein Problem in Bereichen, wo es schon allgemeinverbindliche Branchen-Mindestlöhne gebe. Anderswo könnte es aber für das Lohnniveau kritisch werden. Bsirske benennt das Hotel- und Gastgewerbe sowie den Bereich der Haushaltsdienstleistungen. Auch der Missbrauch werde zunehmen: Deutsche Unternehmen könnten in den EU-Beitrittsländern Briefkastenfirmen gründen, um
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von Ines am 27.01.2011, 15:45 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die Arbeiterwohlfahrt München (Awo) hat bis heute insgesamt mehr als 100 Arbeitnehmer aus ihrer Gesellschaft in einen Verein sowie in eine GmbH ausgegliedert. Ziel ist es, zu verhindern, dass mehr Betriebsräte freigestellt werden müssen. Das berichtet aktuell die Süddeutsche Zeitung. Durch diese Umstrukturierung wird die Grenze von 1500 Mitarbeitern nicht überschritten, ab der ein weiterer Betriebsrat freigestellt werden könnte.

Es geht ums Geld! Ein freigestellter Betriebsrat kostet das Unternehmen 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr, so Awo-Chef Jürgen Salzhuber in der Süddeutschen. Laut seiner Berechnung wären das bei vier freigestellten Betriebsräten in zehn Jahren zwei neue Pflegeheime. Aber nicht nur die finanzielle Belastung an sich beanstandet er, sondern auch
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von Thomas am 07.01.2011, 10:20 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Auf Grund des anhaltenden Wirtschaftswachstums schließt sich die Mehrheit der Bundesbürger einer zentralen Gewerkschafts-Forderung nach ordentlichen Lohnerhöhungen an. Wie die „Welt“ heute berichtet, hält die Hälfte der Bevölkerung eine Lohnsteigerung um bis zu sechs Prozent für angemessen.

Dieses Meinungsbild wird sicherlich auch bei den kommenden Tarifgesprächen eine wichtige Rolle spielen. Mit der Mehrheitsmeinung im Rücken, können die Gewerkschaften ihre Forderungen besser durchsetzen.

Verdi-Chef Frank Bsirske hat zudem ein weiteres wichtiges Argument parat:
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von Peter am 19.11.2009, 16:23 Uhr , Kategorie: Betriebsratswahl

Babylonisches Sprachwirrwarr wird in den meisten Betrieben hierzulande wohl kaum anzutreffen sein, aber ausländische Kolleginnen und Kollegen gibt es in fast jedem Betrieb. Und diese haben selbstverständlich das gleiche aktive und passive Wahlrecht bei der BR-Wahl, wie ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen auch. Nur: Haben Sie schon mal versucht, einem ausländischen Kollegen, der nicht so gut Deutsch spricht, das Recht der Betriebsratswahl näher zu erklären?
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