von Ines am 14.09.2015, 14:05 Uhr , Kategorie: Allgemein

ArbeitsunfähigkeitsbescheinigungDas neue Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz) ist zum 1. August 2015 in Kraft getreten. Dadurch verbessert sich für Patienten vieles, unter anderem beim Krankengeld. Das berichtet der Sozialverband VdK Deutschland in einer Pressemitteilung.

Bislang entstand der Krankengeldanspruch an dem Tag, der auf die Krankschreibung folgt, also am Folgetag nach der ärztlichen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit. Um den Krankengeldanspruch nicht zu verlieren, war eine Überlappung notwendig. Wenn also eine Arbeitsunfähigkeit bis zu einem Freitag vorlag, musste der behandelnde Arzt spätestens an diesem Freitag die Bescheinigung verlängern. Nur dann lag eine kontinuierliche Krankschreibung vor. Doch was ist beispielsweise mit Patienten, die an einem Freitag aus der Klinik, Reha etc. entlassen werden und erst Montag einen Arzt aufsuchen können? Nach der alten Regelung bestand die Gefahr, dass sie aus dem Krankengeldbezug herausfallen. Diese Versorgungslücke schließt nun das neue Gesetz. Denn nun entsteht der Krankengeldanspruch bereits am Tag der festgestellten Arbeitsunfähigkeit. Es reicht also aus, wenn sich Versicherte bis spätestens an dem Werktag beim Arzt vorstellen, der auf den letzten Tag der aktuellen Arbeitsunfähigkeit folgt. Samstage gelten übrigens nicht als Werktage.

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