Welchen gesetzlichen Schutz haben eigentlich Ersatzmitglieder der JAV? Hat der Gesetzgeber da irgend etwas auch für sie vorgesehen? So wie für normale JAVis? Denn: Ordentliche Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) müssen nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses vom Arbeitgeber unbefristet weiterbeschäftigt werden, sofern sie dies verlangen. Geregelt ist das im § 78a Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Zwar hat der Arbeitgeber Möglichkeiten, das zu verhindern. Aber die Hürden dafür sind hoch (siehe § 78a Abs. IV BetrVG – Stichwort „Unzumutbarkeit“). Warum das so ist, kann man leicht verstehen: Der Gesetzgeber will JAVis ermöglichen, ihr Amt ohne Angst vor Nachteilen für die eigene berufliche Entwicklung auszuüben. Schon klar: Wenn man sich für die Interessen der Beschäftigten einsetzt, bleibt es zwangsläufig nicht aus, dass man mit dem Arbeitgeber mal „zusammenrauscht“. Und: Die Kontinuität und Unabhängigkeit der JAV-Arbeit wird durch eine solche Regelung ebenfalls sichergestellt.

Was aber gilt nun für Kolleginnen und Kollegen, die nur Ersatzmitglied in der JAV sind oder dies mal einige Zeit waren? Über einen solchen Fall entschied das Landesarbeitsgericht Hamm (Urteil vom 04.04.2014 – Az. 13 Sa 40/14). Eine junge Frau absolvierte eine Ausbildung zur Mechatronikerin. Während ihrer Lehrzeit war sie Ersatzmitglied in der JAV, erst an fünfter Stelle, zuletzt an zweiter. Im Oktober und November 2011 rückte sie für zwei Monate zum Vollmitglied auf. In diesem Zeitraum
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