von Ines am 28.11.2014, 15:20 Uhr , Kategorie: Allgemein

Lebenslanges Lernen macht nicht nur klüger, sondern auch glücklicher, selbstbewusster und gesünder. Dies ist das Resümee der Studie „Benefits of Lifelong Learning“ (BeLL), die den Nutzen der Teilnahme an allgemeiner Weiterbildung in Europa untersuchte. Das Ergebnis unterstreicht einmal mehr die positive Bedeutung von lebenslangem Lernen sowohl für den einzelnen Menschen als auch für die Gesellschaft. Es bestätigt die Vermutung, dass das Mitwirken an Bildungsveranstaltungen sehr viel weitreichendere Folgen hat, als bisher bekannt.

Die BeLL-Studie kam laut Deutsches Institut für Erwachsenenbildung zu drei zentralen Bereichen, für die sich ein besonderer Nutzen gezeigt hat: Der erste Bereich umfasst die persönliche Entwicklung. Hier haben sich durch die Teilnahme an Bildungsmaßnahmen eine erhöhte Selbstwirksamkeit und ein Anstieg von erlebter Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens gezeigt. Der zweite Bereich bündelt Veränderungen im (sozialen) Lernverhalten und spiegelt sich z.B. im Anstieg des eigenen sozialen Engagements und einer generellen Lern- und Veränderungsbereitschaft. Der dritte Bereich verweist auf positiv erlebte Veränderungen im Hinblick auf Familie, Beruf, mentales Wohlbefinden und Gesundheit. Insgesamt fühlen sich die Befragten den Anforderungen und Herausforderungen des Lebens besser gewachsen.

Bildquelle: © drubig-photo – fotolia.com

von Ines am 11.07.2014, 14:38 Uhr , Kategorie: Betriebsrat

Laut einer Studie im Auftrag der Hans Böckler Stiftung bieten Unternehmen intern ihren Mitarbeitern mehr Weiterbildung an, wenn es einen Betriebsrat gibt. Befragt wurden 350 private Industrie- und Dienstleistungsbetrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern.

Diese Bereitschaft gilt insbesondere für Schulungen, in denen es um betriebsspezifische Fähigkeiten geht. Hier werden beispielsweise technische Fertigkeiten vermittelt, die sich auf genau umrissene Aufgaben beziehen und kaum auf andere Tätigkeiten übertragbar sind, wie bei der Bedienung spezieller Maschinen. Dadurch steige auch die Innovationskraft. Weniger groß ist das unternehmerische Interesse an allgemeiner Weiterbildung, die die generelle Beschäftigungsfähigkeit erhöht und unabhängig von einem bestimmten Arbeitsplatz verwertbar ist. Hier fürchten die Arbeitgeber, erst in einen Mitarbeiter zu investieren, der danach die Firma verlässt, um das erworbene Wissen bei der Konkurrenz zu Geld zu machen.

Die Umfrage stellt einen „signifikant positiven Einfluss von Betriebsräten auf die allgemeine Weiterbildung“ fest. Fazit: „Ein effektives Mittel, die allgemeine Weiterbildung und damit die Qualifikation der Arbeitnehmer zu stärken, wäre eine möglichst große Verbreitung der betrieblichen Mitbestimmung“, so die Forscher laut Pressemitteilung.

Bildquelle: © Robert Kneschke – fotolia.com

Der Begriff stammt aus dem Themenbereich Demografie. Weil es in unserer Gesellschaft immer weniger junge und immer mehr ältere Menschen gibt, stehen wir auch in der Arbeitswelt vor einer großen Herausforderung. Das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ bietet hier einen umfassenden Ansatz für die alters- und alternsgerechte Gestaltung von Arbeit. Denn: Wenn die älteren Kollegen länger arbeiten können, kann einem Arbeitskräftemangel vorgebeugt werden.

Das Haus der Arbeitsfähigkeit, mitentwickelt von dem finnischen Demografie-Experten Prof. Ilmarinen, vereinigt verschiedene Faktoren unter einem Dach.

Die Basis des Hauses bilden die Bereiche Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Bei der Gesundheit spielen physische, psychische und soziale Belange die entscheidende Rolle. Denn diese Faktoren sind die Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit eines Menschen im Arbeitsleben.

Diese Basis kann das Haus aber nur dann tragen, wenn
mehr »

Hamburg-Sasel, Niederpöcking, Hattingen – diese Orte stehen für drei bekannte und renommierte gewerkschaftliche Tagungszentren: Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB konzentriert hier die Betriebsratsqualifizierung.  In Hamburg-Sasel und in Niederpöcking soll damit zum 31.12.2011 Schluss sein. Das DGB-Bildungswerk (BW), Betreiber der Einrichtungen, gab im Oktober bekannt, beide Zentren schließen zu wollen. Zur Begründung verwies Geschäftsführer Dieter Eich auf die angeblich zu hohen Kosten. Er kündigte an, Schulungsveranstaltungen zukünftig, wie es auch bei anderen Veranstaltern üblich ist, in Hotels durchzuführen. Und das, obwohl das Bildungswerk in seiner Selbstdarstellung (pdf-Datei, 1,41 MB) unter dem Motto „Bildung braucht Orte“ ausdrücklich auf die sog. Lernumwelt der Tagungszentren verweist und betont, wie wichtig diese Einrichtungen für einen optimalen Lernerfolg seien.

Na ja,so wichtig dann offenbar doch wieder nicht! Die Ankündigung der Schließung entfachte einen Sturm der Empörung bei Betriebsräten, Einzelgewerkschaften und Referenten des Bildungswerkes.
mehr »

Die Zeiten haben sich geändert: Schreibmaschine ist out – Laptop ist in!

Dieser technische Wandel schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder. Inzwischen berücksichtigen dies auch die Arbeitsgerichte bei ihren Entscheidungen.

So hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein kürzlich entschieden (LAG Schleswig-Holstein vom 9.9.09 – 3 Sa 153/09), dass ein Arbeitnehmer sich auf die zunehmende „Technichisierung“ vorzubereiten und entsprechend fort- und weiterzubilden hat.

Auch eine über vierzigjährige Betriebszugehörigkeit und ein damit einhergehendes hohes Lebensalter schützen nicht vor einer Kündigung, wenn
mehr »