Seminare nach der Wahl 2010

Krise und Krankheit: K(l)eine Zusammenhänge

Montag, 26. April 2010 von Peter
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In wirtschaftlich schlechten Zeiten wird immer wieder darüber berichtet, dass Arbeitnehmer weniger oft krank sind, also seltener wegen Krankheit fehlen, um es etwas genauer zu sagen. Eine Erklärung ist meist schnell gefunden: Es ist die Angst vor drohendem Arbeitsplatzverlust. Das sollte man sich argumentativ mal herleiten: Die Zeiten sind schlecht, weswegen die Betriebe Umsatzrückgänge erleiden. Darum ist die Stimmung im Betrieb schlecht, weswegen die Arbeitnehmer, die Kranken zum einen, aber natürlich auch die Gesunden, Angst um ihren Job haben. Und in dieser Situation tritt folgendes Phänomen ein: Die Krankensstandsquote sinkt! Dafür kann es nur zwei Erklärungen geben:

a. Die Arbeitnehmer sind tatsächlich gesünder geworden, oder

b. Die Arbeitnehmer sind so gesund bzw. so krank wie immer, sie melden sich jedoch weniger häufig arbeitsunfähig.

Fall a. dürfte unrealistisch sein, wobei natürlich auch nicht ganz ausgeschlossen. Fall b. ist dagegen die Variante, die man sich anschauen sollte. Bedeutet dieses Verhalten doch übersetzt nur eins: (weiterlesen…)

Deutschland trotzt der Krise

Montag, 15. März 2010 von Thomas
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Wenn man die Meldungen in Printmedien, Internet und Fernsehen verfolgt, kommt man nicht gerade zu dem Schluss, dass es um die deutsche Wirtschaft derzeit gut bestellt ist. Überall ist von Wirtschaftskrise und Wachstumseinbrüchen zu lesen. Das einzige was ständig wächst, ist die Zahl der Arbeitslosenzahlen. So ist zumindest der subjektive Eindruck!

Das mag an der Sichtweise des Betrachters liegen. Denn: Wir Deutschen neigen tendenziell eher zum Pessimismus. Lieber beschweren wir uns darüber wie schlecht alles läuft anstatt auch die guten Dinge zu sehen. Das altbekannte Glas wird lieber als „halbleer, statt als halbvoll“ angesehen.

Um so mehr erfreut hat mich heute morgen eine Meldung (weiterlesen…)

Endlich nachgewiesen: Wer arbeitet, hat auch mehr!

Dienstag, 02. März 2010 von Peter
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Viele können es schon nicht mehr hören: Guidos Geschwätz (so betitelt es die Süddeutsche Zeitung) von den spätrömischen Verhältnissen und dem vermeintlich anstrengungslosen Wohlstand, zu dem unser Sozialstaat einlädt. Besonders brisant: In letzter Zeit scheint sich in der breiten Öffentlichkeit immer mehr die Meinung durchzusetzen, dass sich Arbeit tatsächlich nicht mehr lohnt, dass man als Hartz IV-Empfänger mehr oder zumindest nicht viel weniger hat, wie wenn man arbeiten würde.

Was für ein Unsinn! Der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, hat den Taschenrechner in die Hand genommen und genau nachgerechnet. Und zwar 196 mal! Dabei kam er zu einem völlig anderen Ergebnis: Das Lohnabstandsgebot ist nach wie vor gewahrt! In allen Beispielrechnungen weist der Verband nach, dass für Hartz IV-Bezieher selbst bei niedrigen Löhnen ein Anreiz zur Arbeitsaufnahme besteht. Die Süddeutsche Zeitung zitiert Ulrich Schneider, den Geschäftsführer des Verbandes: “Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier mit fehlerhaften Berechnungen (weiterlesen…)

Krise frisst Urlaub und fordert Überstunden

Dienstag, 23. Februar 2010 von Thomas
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Dass das letzte Jahr weltweit unter dem Zeichen der Wirtschaftskrise stand ist nichts Neues. Wie sich die Krise allerdings bei den verschiedenen Arbeitnehmern ausgewirkt hat, bringen jetzt unterschiedliche Studien an´s Licht.

Eine Umfrage der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) zum Thema Arbeitszeit hat ergeben, dass die Wirtschaftskrise vor allem Fachkräfte Freizeit gekostet hat. So haben die 1.470 befragten Selbstständigen, Manager und Fachangestellten angegeben, dass sie in 2009 deutlich mehr gearbeitet haben als vertraglich vereinbart war und darüber hinaus noch auf Erholungsurlaub verzichtet haben.

80 Prozent der Befragten machten monatlich so viele Überstunden, dass dies zwei vollen Urlaubstagen entspricht. Zudem haben sie letztes Jahr im Schnitt (weiterlesen…)

Teilzeit kommt und Vollzeit geht!

Mittwoch, 16. Dezember 2009 von Thomas
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Auf dem deutschen Arbeitsmarkt vollzieht sich ein Wandel: Vollzeitstellen fallen weg, dafür wächst die Zahl der Teilzeitarbeitsplätze.

Nach einem Bericht von Spiegel Online sind in den letzten zehn Jahren in Deutschland 1,4 Millionen Arbeitsplätze in Vollzeit verloren gegangen: Deren Zahl sank von 23,8 auf 22,4 Millionen.

Gleichzeitig nahm in diesem Zeitraum jedoch die Teilzeitbeschäftigung deutlich zu und zwar um 1,3 Millionen auf nun 5 Millionen Teilzeitkräfte. Das ist ein sattes Plus von 36 Prozent!

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten statt in einem tagesausfüllendem Vollzeitjob in zwei (weiterlesen…)

Neue Arbeitsministerin gibt ihr erstes Interview

Montag, 14. Dezember 2009 von Thomas
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Am vergangenen Wochenende war in der Süddeutschen Zeitung das erste Interview mit der neuen Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Ursula von der Leyen (CDU), zu lesen.

Das Gespräch drehte sich im Kern um die Themen Renten, Altersarmut und Mindestlöhne. Große Überraschungen waren allerdings nicht zu lesen.

Bei den Renten ist nach den Auskünften der Ministerin im nächsten Jahr höchstwahrscheinlich mit (weiterlesen…)

Kurzarbeitern drohen massive Nachzahlungen bei der Steuer

Freitag, 11. Dezember 2009 von Peter
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Das hat uns noch gefehlt: Die großzügigen Regeln zur Kurzarbeit retteten im Krisenjahr 2009 zwar viele Jobs. Aber jetzt kommt zum Jahresende eine sehr unerfreuliche Überraschung, wenn sich der Staat über das Finanzamt etliches von dem, was er gegeben hat, wieder zurückholen wird.

Betroffen sind hauptsächlich berufstätige Ehepaare. Das Problem besteht darin, dass Kurzarbeitergeld grundsätzlich steuerfrei ausbezahlt wird, sich jedoch aufgrund des sog. Progressionsvorbehaltes der persönliche Steuersatz erhöht. Als Folge davon werden etliche Empfänger von Kurzarbeitergeld bei der Einkommenssteuererklärung für 2009 Steuern nachzahlen müssen! Die Stiftung Warentest liefert folgendes Beispiel: (weiterlesen…)

Mehr Lohngerechtigkeit durch die Krise?

Freitag, 04. Dezember 2009 von Thomas
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Seit Jahren ist zu beobachten, dass die Reichen in unserem Land immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Ein Alarmsignal für eine Gesellschaft!

Doch die Wirtschaftskrise scheint zumindest diesen Trend in gewisser Weise gestoppt zu haben. Nach Meldungen von Focus Online hat sich der Abstand zwischen den Gehältern von Arbeitnehmern und Unternehmern zum ersten Mal seit zehn Jahren nicht mehr vergrößert.

Dies ist aber kein Grund zur Freude. Denn: (weiterlesen…)

Arbeitnehmer möchten kein Lob, sondern Transparenz

Donnerstag, 03. Dezember 2009 von Peter
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In der Wirtschaftskrise wollen Beschäftigte im Betrieb vieles, eins jedoch wollen sie nicht: Lob vom Chef. Die Personalberatungsfirma Rundstedt HR Partners befragte rund 1.000 Beschäftigte, was für sie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten am Wichtigsten ist. Das Ergebnis: Zwei Drittel (67 Prozent) erwarten Infos über die ökonomische Situation des Unternehmens und darüber, welche Pläne vom Arbeitgeber verfolgt werden, um aus der Krise heraus zu kommen. Etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) wünscht sich eine offene betriebliche Diskussionen über Lösungswege und eine entsprechende Einbindung in diese Gespräche. Die Hälfte (49 Prozent) will möglichst umgehend wissen, ob und wie viele Stellen gestrichen werden und einem Drittel (33 Prozent) wäre es recht, wenn die Vorgesetzten durch Lohnverzicht oder Mehrarbeit mit gutem Beispiel voran gingen.

Bleiben noch 13 Prozent, die auf ein kleines Lob vom Vorgesetzten hoffen oder zumindest auf  motivierende Ansagen. 87 Prozent ist das dagegen relativ egal. Kein Wunder, denn: Fürchtet man um seinen Job, möchte man nur noch wissen, woran man ist und nicht heute gelobt werden und dafür morgen bereits gekündigt sein.

Peter

Entlassungswelle? Betriebsräte glauben nicht daran!

Freitag, 27. November 2009 von Thomas
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Da unsere Konjunktur immer besser in Fahrt kommt, hat sich die Wirtschaftskrise zwar abgeschwächt, aber bekanntlich ist die Wirkung auf dem Arbeitsmarkt erst zeitverzögert zu spüren. Deshalb wird schon viel über die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt im kommenden Jahr spekuliert.

Dies nahm auch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zum Anlass und führte eine repräsentative Umfrage unter mehr als 2.300 Betriebsräten zu deren Erwatungen bezüglich des Arbeitsmarktes 2010 durch.

Und das Ergebnis ist überraschend! (weiterlesen…)

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