von Thomas am 06.03.2009, 08:41 Uhr , Kategorie: Wirtschaftskrise

Die andauernden schlechten Wirtschaftsnachrichten haben sich inzwischen sehr deutlich auf die Stimmung in der Bevölkerung niedergeschlagen:

Laut einer gestern veröffentlichten Umfrage von infratest dimap glauben inzwischen schon über 80%, dass uns der schlimmste Teil der Wirtschaftskrise erst noch bevorsteht. Das sind fast 10% mehr als im letzten Monat.

Mehr als jeder Zweite (55%) macht sich Sorgen um die eigene wirtschaftliche Zukunft.

53% der Bürger sehen ihre Ersparnisse in Unsicherheit.

Doch wie soll der Staat auf die Krise reagieren? Soll er die großen Unternehmen finanziell unterstützen? Nein – ist die Meinung der Bevölkerung bei Schaeffler: 65% wollen, dass sich der Staat hier raushält. Bei Opel hingegen unterstützen 47% eine Staatshilfe – genauso viele sind aber auch dagegen. Eine staatliche Unterstützung für kleinere und mittelständige Betriebe findet hingegen eine klare Mehrheit unter den Befragten.

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Freitag, 06. März 2009 um 08:41 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Wirtschaftskrise abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Möglicherweise kommt die Erkenntnis tatsächlicher Einbrüche für viele Arbeitnehmer, die nicht täglich mit den wirtschaftlichen Zahlen des Betriebes beschäftigt sind, erst zu einem Zeitpunkt, da der Tiefpunkt bereits überschritten ist. Während die Stimmung bei der Masse also noch nach unten geht, sehen nur wenige die tatsächliche Entwicklung.
    Hinzu kommt, dass es stark darauf ankommt, wen man befragt. Mitarbeiter in stark Exportabhängigen Bereichen wie z.B. Automotive sehen sicherlich berechtigt noch kein Ende der Krise. „Stimmungen“ kommen im Einzelhandel als letztes an. Entsprechend dürfte es hier noch eine Weile rückläufig sein.
    Unternehmen anderer Branchen verzeichnen dagegen bereits eine Stabilisierung und langsame Besserung.

    Wie der Staat auf die Krise reagieren soll?
    So viel Geld hat selbst der Staat nicht, um jeden mittelständischen Betrieb nach dem Gießkannenprinzip zu stützen. Also wird es bei Maßnahmen bleiben müssen, die unmittelbare Freisetzung von Arbeitnehmern in Großunternehmen verhindern. Das dürfte letztlich besser sein, als die Finanzierung von Arbeitslosigkeit.
    – Im Fall Opel: Loslösung von General Motors, dann Erhöhung der Kapitaldecke von Opel. Die entsprechenden Aktien sollte der Staat erwerben und damit Opel das nötige Kapital im Tausch gegen Beteiligung geben.
    – Im Fall der Banken: Nicht eine Bad Bank, sondern viele. Die betroffenen Banken sollten jeweils eine „Bad Bank“ im eigenen Konzern oder als eigenständige Schwester bilden, in welche die „miesen Papiere“ ausgelagert werden. Für diese kann der Staat dann Garantien vergeben und im Gegenzug Anteile der „guten Bank“ erhalten. Diese Konstellation verhindert die Solidarisierung von Verlusten, bereinigt dennoch die Bilanzen der „guten“ Bank und schaufelt so wieder „gutes“ Geld frei, mit dem die Kreditwirtschaft wieder angekurbelt werden kann. Langfristig müssen die Banken dann die „schlechten“ Papiere ihrer „Bad Bank“ auflösen und erhalten im Gegenzug die Anteile ihrer „guten Bank“ wieder zurück.
    – Ansonsten: Die Politik muss diejenigen Gesetze, die unter der Ägide Schröder eingeführt wurden und das Dilemma erst möglich gemacht haben, einkassieren. Die Finanzgesetzgebung muss so (zurück) umgestaltet werden, dass sich gleiches nicht wiederholen kann.

    Nur eine Meinung von ARK

    Kommentar von: ARK – am 18. März 2009 um 18:27

  2. Wir brauchen michts weiter als tatsächliche Verantwortung der Täter.
    Die Geldbeträge, die bisher verschoben wurden, lassen auf ein höchstgradig kriminelles, asoziales Potential schließen. Warum ermittelt da kein Staatsanwalt.
    Das Geld ist ja nicht weg! Es ist „nur“ nicht mehr dort verfügbar, wo es vermutet wurde.
    ich hätte prinzipiell mit der Höhe von Manager Tantiemen, Boni usw. nicht das geringste Problem, wenn diese Leute auch in die absolute Haftung und Verantwortung für ihr Treiben genommen würden. Undzwar so, wie der Mittelständler, oder Schreinermeister mit 3 Beschäftigten.
    das problem Opel sehe ich anders. AEG als deutsches Unternehmen konnte nicht gerettet werden. Opel als global player, der in Deutschland 0Cent Gewinne versteuert hat und absolutunübersichtlich mit den GM Zockern verstrickt ist, kann so gar nicht gerettet werden!
    DIe produzieren Produkte für einen zumindest derzeitig gesättigten Markt!
    Warum ist an denen kein asiatischer Investor interessiert? Bekommt er keinen Zugriff auf Patente, Markennnamen usw.?
    Bevor Opel ein motärer Rettungsring zugeworfen werden kann, müssen die aus dem Strudel GM gezogen werden. Die Mutter GMs Interessen müssen andere sein, als eine Tochter in Europa zu retten. Die haben sich nicht grundlos so unübeersichtlich strukturiert, wie sie sind.
    So traurig es ist, es hilft nicht seriös, jetzt viele neue, tiefe Löcher zu graben, um mit dem Aushub das Opel Loch aufzufüllen.
    Da wird mit blindem Aktionismus geistige Windstille ersetzt.

    Kommentar von: Harald – am 20. März 2009 um 09:49

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