Die Wirtschaftskrise macht vor allem dem männlichen Arbeitnehmer im Westen Deutschlands zu schaffen. Laut einer Studie von Uta Bauer und Susanne Dähner ist der westdeutsche Mann weit mehr von der Wirtschaftskrise betroffen als eine Frau im Osten des Landes.
Die Arbeitslosenquote ostdeutscher Frauen war im März diesen Jahres um fast 9 Prozent niedriger als im März 2008. Bei Männern in den alten Bundesländern ist die Arbeitslosenquote im Vergleich von Mai 2008 auf Mai 2009 hingegen um über 18 Prozent angestiegen.
Doch was sind die Gründe hierfür? Laut der Studie arbeiteten Frauen in weniger konjunkturanfälligen Dienstleistungssektoren. Zudem habe der Osten Deutschlands insgesamt einen konjunkturellen Vorteil in der Krise, weil die dortige Wirtschaft kleinteiliger und dadurch flexibler sei. Ein weiterer Vorteil für die Arbeitnehmer aus den neuen Ländern sei, dass diese dank der Erfahrungen durch die Wiedervereinigung gelassener mit der Wirtschaftskrise umgingen. So mussten ca. 80 Prozent nach der Wiedervereinigung Beruf oder Arbeitgeber wechseln.
Thomas
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