Frostige Zeiten bei Daimler. Bild: Pixabay

Tag für Tag hagelt es schlechte Nachrichten aus der Autobranche. Man liest von Stellenstreichungen und Standortschließungen. Jetzt sieht man am Beispiel Daimler: Die Betriebsräte der krisengeplagten Branche fangen an, sich zu wehren.

Bei Daimler sollen weltweit mindestens 10.000 Stellen gestrichen werden, von Einsparungen in Höhe von 1,4 Mrd. Euro spricht das Unternehmen. Zwei Drittel seiner Einsparungen will das Unternehmen in Deutschland vornehmen – 6.600 Stellen sollen hier wegfallen. Aktuell arbeiten rund 300.000 Mitarbeiter bei der Daimler AG, davon knapp 178.000 in Deutschland.

Betriebsrat: Keine Diskussion über Köpfe!

Es klang so, als wäre das alles mit dem Betriebsrat besprochen. Ist es aber nicht! Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht meldete sich prompt zu Wort. Wie das Handelsblatt zitiert, sei am Ende gar nicht klar, wie viele Stellen aufgrund der Krise wegfallen werden: „Eine Diskussion über Köpfe ist absurd, weil wir viele andere sinnvolle Maßnahmen vereinbart haben und hauptsächlich Prozesse und Abläufe verändern werden“.


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von Christine am 06.12.2019, 11:07 Uhr , Kategorie: Arbeitsschutz, Arbeitszeit
Bild: Colour/Pixabay

Vor allem Kinder fiebern Jahr für Jahr dem 6. Dezember entgegen. Glänzende Stiefel stehen parat, am Morgen prall gefüllt mit Nüssen, Mandarinen und hoffentlich auch etwas Schokolade. Ein Brauch von Christen rum um den Globus – aber wer kümmert sich eigentlich um den Nikolaus? Ein Fall für den Betriebsrat?

Die Stellenbeschreibung klingt gut:

Freundlicher Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) gesucht. Zukunftssicherer Job mit sinnvollem Einsatz. Leitende Position: Neben Weihnachtsmann und Rudolph wichtigste Funktion in der Weihnachtszeit.

Was aber verrät der Blick hinter die Kulissen?


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Wie Sie auch ohne Vorgesetztenfunktion Ihr Betriebsratsgremium sicher steuern

Gastbeitrag von unserem ifb-Experten für Kommunikation Ralf Richter

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Als Betriebsratsvorsitzender müssen Sie sich nicht nur fachlich und rechtlich richtig gut auskennen. Ein weiteres Thema wird Sie in Ihrer Funktion immer wieder beschäftigen: die Führung des Gremiums.

Nein, „BRV“ heißt nicht „Betriebsratsvorgesetzter“ – auch wenn es sich manchmal vielleicht so anfühlt. Der BRV ist derjenige, der dem Gremium vorsitzt, die Sitzungen und Versammlungen leitet sowie die Beschlüsse des Betriebsrats nach außen hin vertritt. Er ist keine Führungskraft – hat also keine Disziplinargewalt – und dennoch muss er eine Führungspersönlichkeit sein.

Wieso brauchen Sie als Betriebsratsvorsitzender Führungskompetenzen?


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THANANIT@adobe.com
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Fast möchte man sagen: „Der Nächste bitte!“. Denn der Strukturwandel in der Automobilindustrie zeigt nun auch bei der VW-Tochter Audi Konsequenzen. Bis 2025 sollen deutschlandweit 9.500 der 61.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Im Gegenzug sind bis zu 2000 neue Jobs für E-Mobilität und Digitalisierung geplant, damit Audi künftig „agiler und effizienter“ arbeiten kann. Der Stellenabbau wird ohne betriebsbedingte Kündigungen und sozialverträglich durchgeführt, sprich über Abfindungen, Altersteilzeit und die Nicht-Nachbesetzung von Stellen. Darauf haben sich laut Medienberichten Management und Betriebsrat geeinigt.


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Der Osram-Betriebsrat kann die Übernahme durch den österreichischen Chipkonzern AMS nicht verhindern. Das Oberlandesgericht Frankfurt lehnte in der vergangenen Woche einen Antrag des Konzernbetriebsrats auf eine einstweilige Verfügung ab. Die Betriebsräte befürchten eine Zerschlagung des Unternehmens durch die Österreicher.

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Schlagzeilen um die Übernahme des Münchener Traditionsunternehmens Osram. Im Rennen der Übernahmeschlacht sind neben den Finanzinvestoren Bain und Advent auch erneut der Chipkonzern AMS. Denn nach dem Scheitern eines ersten Angebots im September hat AMS einen zweiten Anlauf zur Übernahme von Osram genommen. AMS hält bereits knapp 20 % an Osram-Aktien.


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Gastbeitrag von unserer ifb-Expertin für die SBV Gisela Scholz

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Viel Papier hat der „gelbe Schein“ in Deutschland verbraucht: über 75 Millionen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wurden allein im Jahr 2017 verschickt! Mit der Zettelwirtschaft soll jetzt Schluss sein: Ab 1.1.2021 wird das Papierformular durch eine elektronische Meldung abgelöst werden. Was müssen Sie als Betriebsrat / Schwerbehindertenvertretung dazu wissen?


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Umweltschutz rückt in der Gesellschaft immer mehr in den Fokus – und das ist gut so! Heute beschäftigt uns daher die Frage, was Sie als Betriebsrat konkret tun können, um das Thema auch in Ihrem Betrieb voranzubringen.

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Kurz vor dem nächsten UN-Klimagipfel warnen 11.000 Forscher aus 153 Ländern in einem gemeinsamen Appell vor einem weltweiten „Klimanotfall“, so berichtete gestern u.a. die Tagesschau. Wenn jetzt nicht grundlegende Veränderungen angegangen werden, sei durch den Klimawandel mit „unsäglichem menschlichen Leid“ zu rechnen. Die bestehenden Klimapläne der meisten Staaten reichten nicht aus, so das Fazit der Wissenschaftler.

Klar scheint: Die Regierungen müssen handeln. Damit das passiert, ist jedoch noch eines wichtig. Nämlich ein Umdenken in der ganzen Bevölkerung. Nur dann können auch unliebsame Veränderungen durchgesetzt werden. Wir alle können durch umweltfreundliches Verhalten unseren Teil dazu beitragen, ein Umdenken anzustoßen. Als Betriebsrat haben Sie sogar noch größere Einflussmöglichkeiten: Sie können genau dort einen Beitrag leisten, wo es drauf ankommt: in den Unternehmen, die einen Großteil der Treibhausgase verursachen.


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Gastbeitrag von unserem Datenschutz-Experten Stephan Sägmüller

Foto: Doc Rabe Media – Fotolia

Der Arbeitgeber besitzt eine Menge Informationen über seine Mitarbeiter: Von Adressen und Familienstand bis hin zu eventuellen Angaben über eine Schwerbehinderung (sofern vom Arbeitnehmer freiwillig mitgeteilt). Diese Daten muss der Arbeitgeber schützen. Der Betriebsrat darf bzw. muss sogar eine Menge an Informationen über die Mitarbeiter vom Arbeitgeber einfordern, damit er seine Aufgaben aus dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) erfüllen kann. Der Arbeitgeber muss diese Informationen dem Betriebsrat zur Verfügung stellen. So war zumindest bisher die einhellige Meinung (auch wenn manche Arbeitgeber das anders sehen). Das Bundesarbeitsgericht hat mittlerweile allerdings entschieden, dass es ganz so einfach doch nicht ist. Zumindest nicht immer.


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Bild: Skitterphoto

Der 31.10.2019 ist Geschichte, damit auch – wie lange angekündigt – die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU? Ganz und gar nicht. Tatsächlich ist der EU-Austritt wieder einmal verschoben worden; diesmal „flexibel“ bis spätestens zum 31.01.2020. Viele Arbeitnehmer in Deutschland und Großbritannien zittern weiter um ihre Arbeitsplätze.

Geregelt, ungeregelt, gar kein Austritt? Immer noch ist alles möglich beim Thema Brexit. Sicher ist in diesen Tagen leider nur eines. Das Chaos hat schon jetzt Folgen für die Wirtschaft, und damit auch für die viele Arbeitnehmer.

Rückgang der Exporte

Allein die Exporte der deutschen Automobilhersteller nach Großbritannien sind in den letzten drei Jahren um mehr als ein Fünftel zurückgegangen, liest man bei Capital online. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte, von der NTV berichtet, haben die Rückgänge von deutschen Auto- und Pharma-Exporten nach Großbritannien vor allem Bayern und Baden-Württemberg getroffen.

Werksschließung in Thüringen

In Thüringen verlieren in Kürze 60 Menschen wegen des Brexit ihren Job: Der Bildungseinrichter ASS schließt seine Produktion in Probstzella. Begründung: Ein Großteil des Umsatzes wurde dort als Teilezulieferer für Großbritannien erwirtschaftet, die Firma rechnet im Zuge der Brexit-Diskussion nach eigenen Angaben mit weiteren drastischen Umsatzeinbrüchen.

Auch die Kurzarbeit in der Industrie nimmt zu – und wird häufig mit den Unsicherheiten wegen des Brexit begründet.

Wann wissen wir endlich mehr?

Ein neuer Termin, auf den jetzt alle gebannt warten, ist der 12. Dezember. Denn an diesem Tag finden vorgezogene Neuwahlen in Großbritannien statt. Deren Ausgang ist völlig offen; die Gefahr eines ungeregelten EU-Austritts Großbritanniens ohne Abkommen ist damit weiter nicht gebannt.

Die britische Brexit-Gedenkmünze ist jedenfalls zurück in die Presse gewandert, denn dort ist als Austrittsdatum der 31. Oktober eingraviert …

Neue Forschungsergebnisse bestätigen die emotionale Wirkung von Paraphrasieren

Gastbeitrag unseres ifb-Kommunikationsexperten Thomas Hubert

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Als Betriebsrat wissen Sie es vielleicht aus eigener Erfahrung – oder aus einem Betriebsratsseminar rund um das Thema Kommunikation: Aktives Zuhören oder Paraphrasieren ist eine der wichtigsten Techniken konstruktiver Gesprächsführung. Wer den Aussagen des Gesprächspartners aufmerksam folgt und sie anschließend mit seinen eigenen Worten wiederholt, signalisiert dem Gegenüber, dass er ernst genommen wird. Gleichzeitig gewinnen Sie selbst dadurch Zeit, können die eigenen Gedanken sortieren und besser argumentieren. In einem Berliner Forschungsprojekt wurde nun die Wirkung aktiven Zuhörens und Paraphrasierens in drei Studien wissenschaftlich untersucht.


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