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Patienten zweiter Klasse müssen 100 Euro mehr zahlen

Gestern haben die Medien [1] verbreitet, dass über zehn Krankenkassen in Deutschland ab sofort Zusatzbeiträge von knapp 100,- € im Jahr von Ihren Versicherten erheben werden. Diese Belastung trifft natürlich in erster Linie einmal wieder die Arbeitnehmer!

Es ist ja nicht so, dass man sich seine Gesundheit nicht auch was kosten lassen sollte, denn sie ist mit das Wichtigste im Leben! Wie heißt es doch so schön: „Ein gesunder Mensch hat viele Wünsche, ein Kranker nur einen.“

Aber was im deutschen Gesundheitssystem abläuft ist einfach nur noch ärgerlich. Da zahlt man als Arbeitnehmer schon monatlich einen riesigen Batzen Krankenkassenbeitrag (Arbeitnehmeranteil: 7,9% vom Bruttolohn) sowie 10,- € für den Arztbesuch pro Quartal und nun sollen noch einmal 8,- € im Monat als Zusatzbeitrag abkassiert werden.

Und das alles dafür, dass man als Kassenpatient [2] so behandelt wird, als sei man nur ein „Patient zweiter Klasse“! Selbst für dringende Untersuchungen besteht oft eine Wartezeit von vier bis fünf Wochen und wichtige Kontrollen werden aus Budget-Gründen nicht durchgeführt. Geht man am Ende eines Quartals zum Arzt, bekommt man offen gesagt, dass man aus Kostengründen nicht (richtig) behandelt werden kann… Von den langen Wartezeiten in der Praxis will ich gar nicht erst sprechen.

Ganz anders sieht es hingegen bei den Privatpatienten [3] aus: Eine unerträgliche Ungleichbehandlung!

Thomas