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130 Jahre „Kampftag der Arbeiterbewegung“ – was feiern wir eigentlich am 1. Mai?

Der erste Mai ist bekannt als „Tag der Arbeit“ und nicht nur ein bundesweiter Feiertag in Deutschland. Auch in vielen anderen Ländern der Welt wird am 01. Mai eines jeden Jahres nicht gearbeitet, um die Arbeit zu feiern. Aber woher kommt diese Tradition?

Seinen Ursprung findet der „Tag der Arbeit“ in Chicago, USA. Dort begann am 1. Mai 1886 ein mehrtägiger Massenstreik zur Durchsetzung des Achtstundentages. Der zunächst friedliche Protest endete in Krawallen mit mehreren Todesopfern – die so genannten „Haymarket Riots [1]„.

Quelle: http://www.chicagohs.org

Im Juli 1889 wurde in Paris im Rahmen des Internationalen Arbeiterkongress – einer Zusammenkunft sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus der ganzen Welt –  der 1. Mai 1889 zum „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen. Ein Gedenktag für die Opfer von Chicago. Seither finden an diesem Tag jedes Jahr weltweit Massendemonstrationen und politische Kundgebungen statt.

In Deutschland war der 1. Mai im Jahre 1919 zum ersten Mal ein offizieller gesetzlicher Feiertag.

Die Bezeichnung für den Feiertag dürfen die Bundesländer übrigens eigenständig regeln. So ist der erste Mai beispielsweise In Nordrhein-Westfalen offiziell der Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde.

In diesem Sinne: schönen Feiertag!