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Beruf kommt von Berufung

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie mürrisch viele Menschen morgens auf dem Weg zu Arbeit aussehen? Kein Wunder: Es sieht so aus, als seien nur wenige Deutsche mit ihrem Beruf wirklich zufrieden. Glaubt man einer aktuellen Umfrage der Meinungsforschungsfirma Gallup, engagieren sich nur noch 19 % für ihre Arbeit, 68 % haben eine ?geringe emotionale Bindung an ihren Beruf?, 13% gar keine. Doch woran liegt das? Berufliche Entscheidungen werden oft aus Vernunft oder einfach zufällig getroffen. So beginnen viele eine Ausbildung und geraten auf einen Berufsweg, mit dem sie oft unzufrieden sind. Das Gehalt scheint dann vor allem eine Art Schmerzensgeld zu sein.
Doch solche falsche Weichenstellungen können auch korrigiert werden. Natürlich ist es einfacherer, sicherer und auch mehr als gut nachvollziehbar, auf scheinbar Bewährtes zu setzen und so lange wie möglich auf eingefahrenen Gleisen zu fahren. Die Perspektiven sind ja heutzutage alles andere als rosig.  Aber vielleicht lohnt es sich doch einmal darüber nachzudenken, was wir eigentlich wirklich wollen. Wir verbringen so viel Zeit auf der Arbeit, und meistens nehmen wir sie auch noch mit nach Hause ? ob nur in Gedanken oder tatsächlich. Wenn wir Tag für Tag und Jahr für Jahr diese Unzufriedenheit in uns haben, dann kann das irgendwann auch Folgen für unsere Gesundheit haben. Es ist jedenfalls nie zu spät, etwas zu ändern, wenn man Mut, Selbstvertrauen und Konsequenz mitbringt. Klar, das Umfeld, die Finanzen ….alles muss irgendwie stimmen. Aber ich denke, wenn man wirklich den festen Willen hat, dann wird es irgendwie klappen.

Viel Glück – Ines