von Kunz Marina am 10.12.2018, 10:42 Uhr , Kategorie: Allgemein

Vor ca. einer Stunde endete offiziell der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Zwischen 04:00 und 09:00 Uhr heute morgen wurde bundesweit der Fernverkehr eingestellt. Darunter litten insbesondere die Pendlerinnen und Pendler. Und wer sich verspätet, muss sogar mit arbeitsrechtlichen Folgen rechnen, da ein Streik keine Entschuldigung für ein Zuspätkommen ist.

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Pendler haben dafür zu sorgen, dass sie (trotz Streik) pünktlich zur Arbeit kommen. Anderenfalls kann der Arbeitgeber Lohn kürzen oder sogar abmahnen, da Arbeitnehmer das sogenannte Wegerisiko tragen. Das gilt für alle absehbaren Behinderungen wie Streiks, Glatteis oder umgestürzte Bäume. Nach der Rechtsprechung des BAG in Erfurt, sind Arbeitnehmer dazu angehalten, alle zumutbaren alternativen Verkehrsmittel zu nutzen bzw. eine andere Route zu planen. Doch was bedeutet in diesem Fall zumutbar? Das variiert von Fall zu Fall. Der Chef kann beispielsweise verlangen, dass Mitarbeiter auf den Bus oder das Fahrrad ausweichen oder eine Fahrgemeinschaft mit Kollegen nutzen. Nicht zumutbar wäre eine Anreise inkl. Hotelübernachtung am Vorabend. Höhere Fahrtkosten sind demnach zumutbar, solange sie in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Ein Nachholen der versäumten Zeit durch Zuspätkommen kann der Arbeitgeber anordnen, wenn es innerhalb der geregelten Rahmenarbeitszeit erfolgen kann.

Die Praxis zeigt jedoch, dass Arbeitgeber zumeist beide Augen zudrücken, wenn Arbeitnehmer aufgrund genannter Dinge ein paar Minuten zu spät im Büro sind. Darauf verlassen sollten sich Arbeitnehmer jedoch nicht. Um Sanktionen aus dem Weg zu gehen, sollte der Arbeitgeber rechtzeitig über eventuelle Verspätungen informiert werden.



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