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Ist die Familienpflegezeit wirklich ein Flop?

[1]Die Antwort gibt unter anderen das Handelsblatt [2]. Diese lautet: Ja, dieses Projekt ist gescheitert. Denn die seit 2012 geltende Familienpflegezeit für Arbeitnehmer, die sich vorübergehend um hilfsbedürftige Angehörige kümmern, hat weniger Zuspruch als erwartet.

Das Gesetz zur Familienpflegezeit [3]gibt Arbeitnehmern die Möglichkeit, bei einem Pflegefall in der Familie bis zu zwei Jahre lang ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Ursprünglich war man von zehntausenden Interessenten ausgegangen. Nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ waren es in diesem Jahr bisher aber nur 71 Personen, die einen für die Pflegeauszeit notwendigen Antrag gestellt haben. In 2012 lief es nicht anders: Es kamen ledig 102 Abschlüsse zustande. Als einer der Gründe kommt in Frage, dass sich viele Menschen aus finanziellen Gründen keine Verkürzung ihrer Arbeitszeit leisten können. Der Vorschlag von der SPD-Fraktionsvizen Elke Ferner laut Handelsblatt hierzu: Besser sei es, die Bezahlung als Lohnersatzleistung zu gewähren. Der Verdienstausfall könnte beispielsweise von der Pflegeversicherung getragen werden.

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