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Jung, befristet und psychisch belastet

Alarmsignal ROT sollte man meinen, wenn man den neuesten DAK-Gesundheitsbericht [1] liest: Immer mehr junge Menschen leiden unter psychischen Belastungen, sind unzufrieden und werden krank.

Eine wichtige Ursache hierfür ist die unstete Arbeitswelt. In dieser haben es Berufseinsteiger immer schwerer. Stellenbefristungen sind inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern stellen die Regel dar. Häufiger Jobwechsel, geringe Planbarkeit und oft schlechte Bezahlung tragen dazu bei, dass die psychischen Belastungen in der „Generation Y [2]“ enorm zunehmen: 71% von ihnen finden den Berufalltag belastend. Zudem fühlen sich Zweidrittel der jungen Leute in ihrem Job unterfordert, was nach Expertenmeinung auch zu arbeitsbedingtem Stress führt.

Dass gerade junge Arbeitnehmer nach dem Krankenkassenbericht deutlich häufiger krank geschrieben sind als ihre älteren Kollegen, ist nur eine logische Folge der Gesundheitsbelastung. Gerade in Zeiten des demographischen Wandels und des wachsenden Fachkräftemangels muss unsere Gesellschaft diese Warnsignale erkennen. Die psychischen Belastungen müssen aktiv angegangen werden. Hier können Betriebsräte einen wichtigen Beitrag leisten, um die Arbeitsbedingungen in ihrem Unternehmen generationenfreundlicher zu gestalten.

Dass psychische Belastungen zunehmen, bestätigt auch Ines Heinsius, zuständige Produktmanagerin beim Institut zur Fortbildung von Betriebsräten (ifb [3]): „Die Anmeldungen zu Seminaren in diesem Themenbereich [4]nehmen enorm zu. Darüber hinaus läuft inzwischen statt ursprünglich einer geplanten Fachtagung zur psychischen Belastung [5]bereits der vierte Termin in diesem Jahr mit über 100 Teilnehmern an.“

Thomas