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Vom Problem mit diesem sogenannten Problem

Manche Wörter haben es echt in sich: Entweder man versteht sie nicht oder man darf Sie auf gar keinen Fall in den Mund nehmen. Der erste Fall wird in deutschen Unternehmen zumeist völlig unkritisch gesehen. Ganz im Gegenteil: Je unverständlicher sich jemand ausdrücken kann, desto pauschaler wird er im Stillen bewundert. Verpönte Anglizismen? Pah, sicher nicht im kontrollierten Normalbetrieb. Sagt einer was, das man nicht versteht, gerät man immer eher noch als Empfänger in Nöte, weniger als Sender. Nachfragen, was der Ausdruck bedeutet? Zumal wenn Dritte anwesend sind?? Sich vielleicht dadurch eine Blöße geben??? Nein danke. Sie wissen sicher, was ich meine.

Ganz anderes dagegen die Ausdrücke, die man niemals sagen darf! Um Enttäuschungen gleich vorzubeugen: Es geht hier nicht um den Bereich der Kraftwörter, die manch eine Kollegin oder vielleicht sogar einen Kollegen immer noch erröten lassen. Nein, Harald Freiberger stellt in seinen „Führungsspitzen“ der Süddeutschen Zeitung einem ganz anderen Wort nach: Dem sogenannten PROBLEM. Denn irgendwann einmal scheint ein Kommunikationsmeister in einem Rhetorik-Seminar für Führungskräfte in Umlauf gebracht zu haben, dass dieses P-Wort ab sofort als absolut verpönt zu gelten hat. Begründung: Zieht die Leute runter, weil es negativ klingt und zeigt zudem an, dass etwas nicht richtig läuft (der GAU für jeden Abteilungsleiter). Wer genauer wissen möchte, warum eine derartige Einstellung in der Herangehensweise an dieses Thema eine erneute und weitere Herausforderung darstellt und warum wir viele Wörter in diesem Artikel gar nicht so unabsichtlich ausgewählt haben, der sollte hier zum Original weiterklicken [1].

Peter