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Wissen weitergeben? Ich bin doch nicht blöd!

Der Traum eines jeden Arbeitgebers: Seine Beschäftigten kommunizieren offen und wissbegierig miteinander. Jeder lässt Kolleginnen und Kollegen ganz selbstverständlich an seinem persönlichen Wissens- und Erfahrungsschatz teilhaben. Zu diesem Zweck werden eigene Datenbanken eingerichtet, Unternehmens-Wikis sollen den geistigen Schatz des Betriebes sichern und vermehren. Wenn, ja wenn da nur nicht diese Angestellten wären! Die haben nämlich manchmal gar keine Lust, ihr eigenes Know-how weiterzugeben und mit den anderen zu teilen. Lieber verstecken sie es, so einige kanadische Wissenschaftler [1], die nun den Begriff des „Wissen-Versteckens“ geprägt haben.

Mehrere Studien wurden ausgewertet, das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd: Regelmäßig behalten Beschäftigte ihre selbst erworbenen Kenntnisse lieber für sich, als sie dem Abteilungskollegen zugänglich zu machen und das Wissen mit ihm zu teilen. Dieser könnte  ja schließlich einen Vorteil davon haben! Je schlechter das Klima im Betrieb, desto ausgeprägter die betriebliche Verschlossenheit. Dagegen helfen würden mehr persönliche Kontakte untereinander, auf jeden Fall weniger E-Mails und mehr Gespräche. Und: Die Arbeitnehmer sollten erleben können, dass es sich lohne, einander zu vertrauen. „Wie der Herr, so’s Gscherr„, lautet ein altes Sprichwort. Ach, wie schön könnte die Welt doch sein…

Peter