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Zwei Millionen Mobbing-Opfer in Deutschland

[1]Nie war diese Zahl höher als heute. Mobbing verursacht nicht nur erhebliche gesundheitliche Beschwerden und persönliche Probleme bei dem Betroffenen, sondern auch hohe Kosten für das Unternehmen, in dem gemobbt wird. Experten halten die nicht-schlafende Konkurrenz und das immer rauer werdende Betriebsklima infolge des wirtschaftlichen Drucks auf viele Betriebe für hauptverantwortlich. Das berichtet die Techniker Krankenkasse in einer Pressemitteilung [2]bezüglich einer europaweiten Studie von Eurofound.

Der zielgerichtete Terror kann zwischen Kolleginnen und Kollegen stattfinden, von Vorgesetzten ausgehen oder von Mitarbeitern, die ihre Chefs mobben. In etwa der Hälfte aller Fälle, so der Mobbingbericht der Bundesregierung, sind Vorgesetzte an diesen Prozessen beteiligt (wir berichteten [3]). Wer gemobbt wird, leidet körperlich und psychisch. Am Anfang reagieren die Betroffenen mit Beschwerden wie Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Verspannungen auf den Stress. Im fortgeschrittenen Mobbingstadium können dann ernsthafte Erkrankungen hinzukommen wie etwa Migräne, Angstzustände, Tabletten- oder Alkoholabhängigkeit, Depressionen und Herz-Kreislauf-Probleme.

Nicht selten sind Betriebsräte aufgrund ihrer Vertrauensstellung die ersten, die von einem Mobbing-Fall im Betrieb erfahren. Jetzt sind rechtliches Know-how, starke Motivation, und jede Menge Sozial- und Beratungskompetenz gefragt. Seminare [4]rund um das Thema Mobbing sind geeignete Maßnahmen, diese Fähigkeiten und Kenntnisse zu erwerben. Und: Hier erhalten sowohl Betroffene als auch Unterstützer die Zuversicht: Gegen Mobbing lässt sich wirklich etwas unternehmen.

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