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„Ich bin froh, dass die Bewerberfotos fehlen, weil sie ablenken“

Das ist die Meinung der Personalchefin von Mydays, deren Unternehmen gerade das sog. anonymisierte Bewerbungsverfahren [1]nutzt.

Seit einem halben Jahr läuft nun das Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Durch ein Schweigen des Bewerbers zu den Punkten Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand sowie ein fehlendes Bewerberbild soll eine Diskriminierung bei der Stellenvergabe vermieden werden. Statt der genannten Angaben listet der Bewerber nur noch seine Abschlüsse, die Dauer seiner Ausbildung sowie seine beruflichen Stationen auf und begründet seine Motivation für die Bewerbung. Allein an Hand dieser Fakten entscheidet der Arbeitgeber darüber, welchen Bewerber er zu einem Vorstellungsgespräch einlädt.

Ob dieses Verfahren dazu beiträgt die Diskriminierung im Bewerbungsverfahren abzubauen, wird sich zeigen. Das Pilotprojekt wird von einer wissenschaftlichen Untersuchung begleitet. In etwa einem halben Jahr soll ein erster Untersuchungsbericht vorliegen. Nach ersten Stimmen soll das Ergebnis aber positiv sein.

Thomas