von Christine am 17.01.2020, 12:34 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Betriebsrat, Betriebsratswahl
Foto: Adobe Stock | Gorodenkoff

Betriebsräte sind bei Start-up-Unternehmen bislang leider selten. Das könnte sich mit einem Vorstoß der SPD aber bald ändern. Die Berliner SPD-Vize Ina Czyborra hat vorgeschlagen, nur noch Start-ups mit Betriebsrat finanziell zu fördern. Prompt hagelte es heftige Kritik.

Ein Betriebsrat macht ein Unternehmen attraktiver, das bestätigen zahlreiche Untersuchungen. Start-up-Unternehmen tun sich trotzdem schwer, wenn das Wort „Mitarbeitervertretung“ fällt. Warum eigentlich? Das weiß keiner so genau.

Innovativer Vorstoß

Die Berliner SPD hat deshalb einen innovativen Vorstoß gewagt:

Sie will erreichen, dass keine Fördergelder mehr an Jungfirmen ohne Tarifbindung und betriebliche Mitbestimmung vergeben werden. Scharfe Kritik kam postwendend vom Bundesverband Deutsche Startups: Dies könne „katastrophalen Folgen“ für den Gründerstandort Berlin haben.

Die SPD konkretisierte ihre Forderung postwendend dahingehend, dass Gründer ab einer gewissen Größe einen Betriebsrat haben müssten. Schließlich könne man bei der Vergabe von Fördermitteln erwarten, dass auch Beschäftigte in Startups fair bezahlt und sozial abgesichert seien.

Stein des Anstoßes

Vielleicht ein Stein des Anstoßes, der die betriebliche Mitbestimmung in der Gründerszene ins Rollen bringt? Traut euch, Start-ups! Ein Betriebsrat macht Eure Firma erst wirklich attraktiv.



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