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Vollbeschäftigung in Sicht

Der alte Spruch „Trau‘ keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!“ zieht hier nicht: Denn von Fälschung kann man bei den monatlich von der Bundesagentur für Arbeit [1] veröffentlichen Arbeitslosenzahlen natürlich nicht sprechen. Die Abwandlung des Satzes in „Trau‘ keiner Statistik, die Du nicht selbst bearbeitet und dabei schön gerechnet hast“ wäre schon etwas naheliegender.

3.617.000 Menschen waren im Februar 2008 offiziell arbeitslos [2], die Quote liegt somit aktuell bei 8,6 Prozent. Sogar ein Rückgang war in diesem Monat zu vermelden, und das mitten im (milden) Winter.

Die Realität wird von diesen Zahlen leider nicht vollständig abgebildet. Denn schon seit längerem fallen immer mehr Menschen, die tatsächlich arbeitslos sind aus ganz bestimmten Gründen schnell und einfach aus der Statistik raus. Hier einige Beispiele, wer so alles nicht erfasst wird:

Man schätzt ausserdem, dass es eine sog. „stille Reserve“ von etwa 600.000 Menschen gibt, die zwar keine Arbeit haben, aber auch nicht arbeitslos gemeldet sind, weil sie ganz einfach nicht zur Arbeitsagentur gehen wollen bzw. längst resigniert haben.

Alles zusammengerechnet kommt die Süddeutsche Zeitung auf eine tatsächliche Arbeitslosenzahl von etwa 5,51 Millionen, was einer Quote von über 13% entspricht. [5]

Die neuesten Pläne: Wie hier schon berichtet [6], sollen Langzeitarbeitslose über 58 Jahre nun ebenfalls aus der offiziellen Statistik rausfallen, wenn ihnen nicht innerhalb eines Jahres eine konkrete neue Arbeitsstelle angeboten werden konnte.

Irgendwann herrscht laut Statistik Vollbeschäftigung, die ÿmter jedoch werden immer noch voller Arbeitssuchender sein.

Peter