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Betriebsrat stolpert bei Facebook

Einige unbedachte Äußerungen im sozialen Netzwerk Facebook haben dem Betriebsratsvorsitzenden der Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ sein Amt gekostet. Darüber berichtet Spiegel Online [1]. Im Zusammenhang mit verlagsinternen Auseinandersetzungen und den aktuell laufenden Tarifverhandlungen für Drucker und Redakteure soll der frühere Vorsitzende einige streikbrechende Kollegen mit derben Begriffen [2] beschimpft haben – nicht direkt, sondern über Facebook. Seine Kommentare hat er dann wohl relativ schnell wieder gelöscht, jedoch nicht schnell genug: Denn auf Facebook verbreitet sich alles ziemlich rasant. Das Ende der Geschichte: Rücktritt vom Amt!

Immer wieder gilt: Vorsicht mit Äußerungen in sozialen Netzwerken! Wir haben im Betriebsrat Blog schon öfter über das Thema geschrieben und dringend geraten, im Zweifel „besser mal die Klappe zu halten [3]„. Was einem im Überschwang der Gefühle vielleicht mal herausrutscht, das kann man schon kurze Zeit danach bedauern. Fand so eine Äußerung dann im persönlichen Gespräch statt, könnte man sich zumindest entschuldigen und im Idealfall ist die Sache aus der Welt. Im Internet geht das dummerweise nicht: Man kann nur sehr schwer kontrollieren, wer was wo gerade liest. Das eigentlich Fiese ist: Das Netz vergißt so gut wie nichts! Wer heute Beiträge in irgendwelchen Foren schreibt, der kann sich sicher sein, dass man diese geistigen Ergüsse über Suchmaschinen auch in 20 Jahren noch finden kann. Das ist doch alles ein alter Hut? Ist es nicht, wie man sieht. Der Spruch „Wer schreibt, der bleibt“ erhält in diesem Fall eine seltsame gegenteilige Wendung.

Peter