Wie Sie auch ohne Vorgesetztenfunktion Ihr Betriebsratsgremium sicher steuern

Gastbeitrag von unserem ifb-Experten für Kommunikation Ralf Richter

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Als Betriebsratsvorsitzender müssen Sie sich nicht nur fachlich und rechtlich richtig gut auskennen. Ein weiteres Thema wird Sie in Ihrer Funktion immer wieder beschäftigen: die Führung des Gremiums.

Nein, „BRV“ heißt nicht „Betriebsratsvorgesetzter“ – auch wenn es sich manchmal vielleicht so anfühlt. Der BRV ist derjenige, der dem Gremium vorsitzt, die Sitzungen und Versammlungen leitet sowie die Beschlüsse des Betriebsrats nach außen hin vertritt. Er ist keine Führungskraft – hat also keine Disziplinargewalt – und dennoch muss er eine Führungspersönlichkeit sein.

Wieso brauchen Sie als Betriebsratsvorsitzender Führungskompetenzen?


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von Kunz Marina am 10.09.2019, 07:39 Uhr , Kategorie: Allgemein

Was lag bei Ihnen zum Wochenstart Mittags auf dem Teller? Gestern (9. September) war offizieller Tag des Wiener Schnitzels. Wussten Sie, dass das Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat hinter dem unangefochtenen 1. Platz – der Currywurst – auf Platz zwei der Lieblingsgerichte in der Kantine der Deutschen steht (Manager Magazin)? Und dass es bis Ende des 19. Jahrhunderts als „eingebröselte Kalbsschnitze“ bezeichnet wurde? Trotz stetig steigendem Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft sind und bleiben die „fettigen“ bzw. „ungesunden“ Speisen die Lieblingsgerichte zur Mittagspause. Und wissen Sie außerdem, dass Sie als Betriebsrat hier gefordert sind? Denn Sie können rund um das Kantinen-Essen jede Menge mitbestimmen.


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von Andreas am 21.08.2019, 13:31 Uhr , Kategorie: Allgemein
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Im Februar 2019 entschied das Arbeitsgericht Aachen, dass die Weisung des Arbeitsgebers rechtmäßig sei, wonach in einem Seniorenheim die Fingernägel des gesamten Personals kurz geschnitten und unlackiert sein mussten (ArbG Aachen, 21.02.2019 – 1 CA 1909/18)

Das Tragen von Dienstkleidung – zum Schutz der Beschäftigten oder um diese für Kunden erkennbar zu machen – ist in vielen Betrieben üblich. Doch oftmals werden von Arbeitgeberseite, über die Bekleidungsvorschriften hinaus, auch Anforderungen an das sonstige Outfit und Styling während der Arbeitszeit aufgestellt.

Wie weit dürfen Chefs das Erscheinungsbild ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmen wenn es um Körperschmuck, Haar- und Barttracht, Tätowierungen oder Fingernägel geht?


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Am 26. April 2019 ist das neue Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz hat die Bundesregierung, etwas verspätet (die Umsetzungsfrist war bereits am 09. Juni 2018 abgelaufen), die europäische Geheimnisschutzrichtlinie 2016/943 vom 08. Juni 2016 umgesetzt. Das neue Gesetz soll für einen besseren Schutz der wissensbasierten Wirtschaft und damit Wettbewerbsvorteile für europäische Unternehmen sorgen. Doch was bedeutet das für die Arbeit der Betriebsräte?


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Der erste Mai ist bekannt als „Tag der Arbeit“ und nicht nur ein bundesweiter Feiertag in Deutschland. Auch in vielen anderen Ländern der Welt wird am 01. Mai eines jeden Jahres nicht gearbeitet, um die Arbeit zu feiern. Aber woher kommt diese Tradition?


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Schätzungen zufolge gibt es etwa 1.000 Europäische Betriebsräte (EBR). In diesen Gremien sind laut DGB ca. 20.000 Delegierte aktiv und vertreten mehr als 17 Millionen Beschäftigte. Was passiert mit diesen Gremien nach dem Brexit?

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von Kunz Marina am 10.12.2018, 10:42 Uhr , Kategorie: Allgemein

Vor ca. einer Stunde endete offiziell der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Zwischen 04:00 und 09:00 Uhr heute morgen wurde bundesweit der Fernverkehr eingestellt. Darunter litten insbesondere die Pendlerinnen und Pendler. Und wer sich verspätet, muss sogar mit arbeitsrechtlichen Folgen rechnen, da ein Streik keine Entschuldigung für ein Zuspätkommen ist.

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Pendler haben dafür zu sorgen, dass sie (trotz Streik) pünktlich zur Arbeit kommen. Anderenfalls kann der Arbeitgeber Lohn kürzen oder sogar abmahnen, da Arbeitnehmer das sogenannte Wegerisiko tragen. Das gilt für alle absehbaren Behinderungen wie Streiks, Glatteis oder umgestürzte Bäume. Nach der Rechtsprechung des BAG in Erfurt, sind Arbeitnehmer dazu angehalten, alle zumutbaren alternativen Verkehrsmittel zu nutzen bzw. eine andere Route zu planen. Doch was bedeutet in diesem Fall zumutbar? Das variiert von Fall zu Fall. Der Chef kann beispielsweise verlangen, dass Mitarbeiter auf den Bus oder das Fahrrad ausweichen oder eine Fahrgemeinschaft mit Kollegen nutzen. Nicht zumutbar wäre eine Anreise inkl. Hotelübernachtung am Vorabend. Höhere Fahrtkosten sind demnach zumutbar, solange sie in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Ein Nachholen der versäumten Zeit durch Zuspätkommen kann der Arbeitgeber anordnen, wenn es innerhalb der geregelten Rahmenarbeitszeit erfolgen kann.

Die Praxis zeigt jedoch, dass Arbeitgeber zumeist beide Augen zudrücken, wenn Arbeitnehmer aufgrund genannter Dinge ein paar Minuten zu spät im Büro sind. Darauf verlassen sollten sich Arbeitnehmer jedoch nicht. Um Sanktionen aus dem Weg zu gehen, sollte der Arbeitgeber rechtzeitig über eventuelle Verspätungen informiert werden.

von Christine am 30.11.2018, 14:05 Uhr , Kategorie: Allgemein

Sprache kann schön sein, aber manche Wortschöpfungen braucht kein Mensch. Deshalb kürt eine Jury aus Sprachwissenschaftlern  in jedem Jahr ein neues Unwort des Jahres

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Reichen Sie gleich Vorschläge ein! Wie wäre es zum Beispiel mal mit „Betriebsratsalternative“, „Gegen-Betriebsrat“ „Feel-Good-Manager“ oder „Vertrauensrat“? Jeder kann mitmachen. Gleich loslegen und bis zum 31.12.2018 eine E-Mail mit Ideen für Unwörter an die Jury senden!  Details und weitere Infos finden Sie unter http://www.unwortdesjahres.net/.

Das neue Unwort wird am 15.01.2019 verkündet. Übrigens: 2009 fiel die Wahl auf „betriebsratsverseucht“.

 

Fotolia. Gleiches Recht für alle? Hubertus Heil fordert eine „Betriebsratsgarantie“ für fliegendes Personal

Als Passagiere verbindet uns eine Art Hass-Liebe mit den Billigfliegern: Wir lieben die günstigen Ticketpreise und nehmen dafür enge Sitze, Gepäckeinschränkungen und fehlende Sitzplatzreservierungen in Kauf. Die Schnäppchentickets fordern jedoch vor allem an anderer Stelle ihren Preis: Insbesondere Ryanair ist bekannt für seine schlechten Arbeitsbedingungen und Niedriglöhne für Flugbegleiter und Piloten. In mehreren EU-Ländern liegt das irische Unternehmen deshalb derzeit mit lokalen Gewerkschaften im Streit. Diese fordern u.a. die Anwendung des jeweils nationalen Arbeitsrechts, eine Forderung, die Arbeitsminister aus Deutschland, Belgien, Italien, Luxemburg und den Niederlanden nun in einem Brief an Firmenchef Michael O’Leary unterschrieben haben.

Steht eine Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes an?

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil fordert zudem, die Bildung von Betriebsräten für fliegendes Personal zu erleichtern. Bisher gilt: „Nur durch Tarifvertrag kann eine Vertretung errichtet werden“, so steht es in Paragraf 117 des Betriebsverfassungsgesetzes. Heils Reform sieht vor, dass Piloten und Flugbegleiter den Bodenmitarbeitern gleichgestellt werden. Davon würden laut Heil nicht nur die ArbeitnehmerInnen von Ryanair profitieren: „Das betrifft ausländische Airlines, die in Deutschland tätig sind, genauso wie hier ansässige Firmen.“


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von Ines am 29.06.2017, 16:18 Uhr , Kategorie: Allgemein

Junger Mann mit Anzug posiert mit PistoleSollten Sie jemals in Erwägung gezogen haben, sich in „James Bond“ umzubenennen, wird das nach diesem Gerichtsurteil (Verwaltungsgericht Koblenz, Urteil vom 9. Mai 2017, 1 K 616/16.KO) sicher nicht einfacher. Doch was genau steckt hinter dieser Geschichte?

Ein Mann beantragte bei seiner zuständigen Gemeinde unter Vorlage ärztlicher Stellungnahmen eine Namensänderung. Er wollte James Bond heißen, wäre allerdings auch aus einer Kombination dieses Namens mit seinem Vornamen einverstanden gewesen. Als Begründung für seine Entscheidung gab der Möchtegern-Geheimagent familiäre Probleme an. Insbesondere die Familie seines Onkels hätte ihn durch verschiedene Beleidigungen gequält und mehrere Strafanzeigen gegen ihn eingereicht. Das Führen seines aktuellen Namens belaste ihn inzwischen in unerträglicher Art und Weise. Ein neuer Name sei für ihn die Chance, sein Leben neu zu ordnen und noch einmal ganz von vorne anzufangen.

Die Gemeinde lehnte die Namensänderung ab. Der Mann erhob daraufhin Klage beim Gericht. Ohne Erfolg! Eine Änderung des Vor- und Familiennamens in James Bond sei, so die Verwaltungsrichter, nicht wegen familiärer Probleme gerechtfertigt. Selbst, wenn der Onkel und dessen Familie den Kläger beleidigten und ihn mit Strafanzeigen überzögen, sei nicht nachvollziehbar dargelegt, dass diese Konflikte mit einem anderen Namen beigelegt werden könnten. Zudem handele es sich bei James Bond um einen Namen aus Film und Literatur. Auch in Kombination mit dem Vornamen des Betroffenen würde dieser Namen stets mit der von Ian Fleming erfundenen Figur des britischen Geheimagenten in Verbindung gebracht. Angesichts dessen konnte die Namenänderung unabhängig davon, ob eine solche hier aus medizinischer Sicht indiziert wäre, nicht gewährt werden.

Tja, Pech gehabt. Aber, ob der Mann mit dieser Namensänderung wirklich glücklicher geworden wäre …?

Bildquelle: @ Alexander Santander – adobe stock

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