Geschäfte wieder geöffnet nach Corona

Stand: 20.04.2020

Heute wurden die Corona-Beschränkungen in vielen Bundesländern erstmals ein wenig gelockert. Kontaktverbot und Abstandsregeln gelten zwar weiter, doch die ersten Geschäfte dürfen wieder öffnen. Das sind nach mehreren schwierigen Wochen gute Nachrichten – auch für die Wirtschaft.

In vielen Unternehmen wird die Produktion wieder hochgefahren, so z. B. in der Autoindustrie, auf die auch zahlreiche Zulieferfirmen angewiesen sind. Doch von einem Aufatmen ist unsere Wirtschaft noch weit entfernt.

Blick zurück: Ein Monat voller Einschränkungen

Was sich so selbstverständlich anhört – Geschäfte, die montags ihre Türen öffnen, laufende Bänder in Unternehmen – war über einen Monat lang verboten oder nur eingeschränkt möglich. Und das, obwohl es sich hier um wichtige Grundrechte handelt. Wie war diese Entwicklung möglich, und wie geht es jetzt für Arbeitnehmer, Betriebsräte und Unternehmen weiter?


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Aktiv als Betriebsrat in Unternehmen, die in der Corona-Krise verstärkt gefordert sind

Bildquelle: Pixabay

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer tiefen Rezession und viele Unternehmen kurz vor der Insolvenz. Trotzdem gibt es auch Branchen, in denen es zurzeit haushoch hergeht: Neben dem Krankenhaus- und Pflegebereich sind u. a. auch der Lebensmittelhandel, Lieferdienste, Pharma- und Biotechunternehmen, Hersteller von medizintechnischen Geräten, der Warentransport und der Online-Handel betroffen. In diesen Unternehmen ist jetzt jeder Mitarbeiter gefragt.

Während viele von uns Gleitzeit abbauen, Resturlaub nehmen oder in Kurzarbeit sind, stehen Beschäftigte in diesen Bereichen gerade vor ganz anderen Problemen:

  • Wie viele Überstunden darf mein Arbeitgeber anordnen?
  • Wie können Abstandsregelungen und andere Schutzmaßnahmen bei der Arbeit eingehalten werden?
  • Welche flexiblen Arbeitszeitmodelle können dabei helfen, das nötige Arbeitspensum zu erledigen und die Kinderbetreuung bei Kita- und Schulschließungen unter einen Hut zu bringen?

Bei diesen und ähnlichen Fragen können Sie als Betriebsrat den Kollegen weiterhelfen.


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von Christine am 08.04.2020, 11:49 Uhr , Kategorie: Allgemein

Klaus Franz zur Bedeutung der Betriebsratsarbeit in der Krise 

Bildquelle: sutlafk (Adobe Stock)

Auch wenn in vielen Bereichen im Moment „Shutdown“ herrscht – die Pläne für die Zeit nach der Corona-Krise darf man nicht aus den Augen verlieren, meint Klaus Franz, ehemals oberster Arbeitnehmervertreter von Opel. Wir sprachen mit ihm über die Bedeutung der Betriebsratsarbeit in der Krise. 

Corona und der „Shutdown“: Was sind jetzt die wichtigsten Schritte für Betriebsräte 


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von Angela am 06.04.2020, 13:31 Uhr , Kategorie: Allgemein, Psychische Belastungen
Resilienz und Stärke in der Corona-Krise
Bildquelle: fotovika – Adobe Stock

Die Corona-Krise stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen. Einschränkung der Mobilität, geschlossene Grenzen – bisher undenkbar! Schritt für Schritt gibt es außerdem mehr Vorschriften. Doch besonders schlimm trifft uns die Trennung: Wann wurden wir schon einmal gezwungen, Abstand zu anderen Menschen zu halten? Ausgangsbeschränkungen können unser seelisches Gleichgewicht ins Wanken bringen. Die ifb-Referentin Andrea Danker gibt daher heute einige Tipps, wie man seine innere Widerstandskraft stärkt und gut durch die Krise kommt.


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Neue Produkte und Ideen durch Corona
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Desinfektionsmittel statt Alkohol, Atemschutzmasken statt Mode, Beatmungsgeräte statt Autos: In der Corona-Krise haben viele Unternehmen ihre Produktion (zumindest zum Teil) umgestellt und helfen so, den Bedarf an dringend benötigten Hilfsmitteln zu decken.

Es ist vielleicht nur ein kleiner Lichtblick am Ende des Tunnels – und doch ist es geradezu erstaunlich, wie schnell und kreativ Betriebe in den unterschiedlichsten Branchen auf die neue Situation reagiert haben. Zum einen hat der Mangel an Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten weltweit zu einer Hilfewelle unter den Unternehmen geführt, von den großen Konzernen bis zu Kleinstunternehmen. Zum anderen versuchen viele Betriebe, durch neue Ideen und Angebote die nächsten Wochen über die Runden zu kommen.

Hilfe in der Not: Industrie rüstet um


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Vorteile Unternehmen mit Betriebsrat
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Schon nach der Finanzkrise 2008 / 2009 zeigte es sich: Mitbestimmte Unternehmen überstehen Krisenzeiten in der Regel besser als solche ohne Arbeitnehmervertretung. Kurzarbeit statt Massenentlassungen, vorübergehende Lohnminderung statt Arbeitslosigkeit: Das hilft nicht nur den Arbeitnehmern, sondern stärkt auch die Unternehmen und ganze Branchen. Denn so können die Betriebe nach der Krise auf ihre bewährten Mitarbeiter setzen und die Produktion schnell wieder hochfahren.


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Aktuelle Fördermöglichkeiten für Unternehmen: Informationen für Mitglieder im Betriebsrat oder Wirtschaftsausschuss

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„Wir tun alles, damit kein gesundes Unternehmen schließen muss.“

Um dieses Versprechen von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, auch halten zu können, hat die Bundesregierung jetzt ein großes Hilfspaket für die Wirtschaft beschlossen. Dazu werden neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufgenommen. Das Parlament hat die dafür notwendige Abweichung von der im Grundgesetz festgelegten Schuldenbremse genehmigt.

Die wichtigsten Punkte für Sie als Mitglied im Betriebsrat oder Wirtschaftsausschuss haben wir hier für Sie zusammengestellt.


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Home-Office Mitbestimmung Betriebsrat
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Was bisher eher die Ausnahme war, ist in vielen Betrieben zurzeit die Regel: das Arbeiten von zuhause aus. Wo immer möglich, wurden Arbeitnehmer schnell mit einem Laptop ausgestattet und ins improvisierte Home-Office geschickt. Auch dieser Text entsteht nicht wie sonst im Büro, sondern am heimatlichen Schreibtisch.

Für Sie als Betriebsrat stellen sich da viele Fragen. Welche Mitbestimmungsrechte haben Sie bei mobiler Arbeit oder Telearbeit? Hat der Arbeitgeber das Recht, die Belegschaft während einer Pandemie ins Home-Office zu schicken – auch gegen ihren Willen? Und haben Arbeitnehmer umgekehrt einen Anspruch darauf, jetzt von zuhause zu arbeiten? Wie sieht es mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz im Home-Office aus? Und was gilt für den Datenschutz?


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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

In Bayern und im Saarland wurden bereits am Freitag weitere Maßnahmen und Einschränkungen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Gestern tagten dann Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder, um bundesweite Regelungen zu diskutieren – natürlich nicht persönlich, sondern am Telefon. Das Resultat? Keine strenge Ausgangssperre, wie sie z. B. in Italien oder Frankreich verhängt wurde, sondern ein Kontaktverbot. Ziel ist, soziale Kontakte auf ein Minimum herunterzufahren. Gleichzeitig sollen die Einschränkungen auf die Wirtschaft so gering wie derzeit möglich bleiben.

Kontaktverbot: Was genau bedeutet das?


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von Nicola am 09.03.2020, 13:09 Uhr , Kategorie: Allgemein, Kurzarbeit, Wirtschaftskrise

Koalition beschließt Coronavirus-Hilfen für Unternehmen

Nachdem sich Covid-19 auch in Deutschland weiter ausbreitet, hat sich die Koalition jetzt auf Maßnahmen geeinigt, um die Folgen für die Wirtschaft abzuschwächen.

Durch die Corona-Krise soll möglichst kein Unternehmen in Deutschland in Insolvenz geraten, möglichst kein Arbeitsplatz verloren gehen,“ so steht es im Beschluss des Koalitionsausschusses.

Der Zugang zu Kurzarbeitergeld soll deshalb erleichtert und der Rahmen erweitert werden. Bei dieser Leistung übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Kündigungen sollen so vermieden werden. Neu geplant sind folgende Regelungen:

  • Arbeitgebern sollen die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden – und zwar voll und nicht nur wie bereits Ende Januar von der Koalition beschlossen zu 50 Prozent.
  • Betriebe sollen zudem Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind statt wie bisher ein Drittel.
  • Auch Leiharbeiter sollen Kurzarbeitergeld bekommen können.

Besonders betroffene Unternehmen will die Regierung außerdem finanziell unterstützen. Sie werde dazu entsprechende Liquiditätshilfen vorschlagen und in Kürze ein Gespräch mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft und den Gewerkschaften abhalten.

Zusätzliche Investitionen

Zusätzlich wollen Union und SPD ein milliardenschweres Investitionspaket schnüren. „Wir werden die Investitionen des Bundes in den Jahren 2021 bis 2024 um jeweils 3,1 Milliarden Euro verstärken und so vereinbarte Investitionspfade ausbauen und neue Prioritäten in Höhe von insgesamt 12,4 Milliarden Euro ermöglichen“, heißt es im Papier.

Der für Anfang 2021 beschlossene Abbau des Solidaritätszuschlages wird jedoch nicht, wie von der SPD gefordert, um ein halbes Jahr vorgezogen.

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