Bildquelle: Pixabay

Was bisher eher die Ausnahme war, ist in vielen Betrieben zurzeit die Regel: das Arbeiten von zuhause aus. Wo immer möglich, wurden Arbeitnehmer schnell mit einem Laptop ausgestattet und ins improvisierte Home-Office geschickt. Auch dieser Text entsteht nicht wie sonst im Büro, sondern am heimatlichen Schreibtisch.

Für Sie als Betriebsrat stellen sich da viele Fragen. Welche Mitbestimmungsrechte haben Sie bei mobiler Arbeit oder Telearbeit? Hat der Arbeitgeber das Recht, die Belegschaft während einer Pandemie ins Home-Office zu schicken – auch gegen ihren Willen? Und haben Arbeitnehmer umgekehrt einen Anspruch darauf, jetzt von zuhause zu arbeiten? Wie sieht es mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz im Home-Office aus? Und was gilt für den Datenschutz?


mehr »
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

In Bayern und im Saarland wurden bereits am Freitag weitere Maßnahmen und Einschränkungen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern. Gestern tagten dann Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder, um bundesweite Regelungen zu diskutieren – natürlich nicht persönlich, sondern am Telefon. Das Resultat? Keine strenge Ausgangssperre, wie sie z. B. in Italien oder Frankreich verhängt wurde, sondern ein Kontaktverbot. Ziel ist, soziale Kontakte auf ein Minimum herunterzufahren. Gleichzeitig sollen die Einschränkungen auf die Wirtschaft so gering wie derzeit möglich bleiben.

Kontaktverbot: Was genau bedeutet das?


mehr »
von Nicola am 09.03.2020, 13:09 Uhr , Kategorie: Allgemein, Kurzarbeit, Wirtschaftskrise

Koalition beschließt Coronavirus-Hilfen für Unternehmen

Nachdem sich Covid-19 auch in Deutschland weiter ausbreitet, hat sich die Koalition jetzt auf Maßnahmen geeinigt, um die Folgen für die Wirtschaft abzuschwächen.

Durch die Corona-Krise soll möglichst kein Unternehmen in Deutschland in Insolvenz geraten, möglichst kein Arbeitsplatz verloren gehen,“ so steht es im Beschluss des Koalitionsausschusses.

Der Zugang zu Kurzarbeitergeld soll deshalb erleichtert und der Rahmen erweitert werden. Bei dieser Leistung übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Kündigungen sollen so vermieden werden. Neu geplant sind folgende Regelungen:

  • Arbeitgebern sollen die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden – und zwar voll und nicht nur wie bereits Ende Januar von der Koalition beschlossen zu 50 Prozent.
  • Betriebe sollen zudem Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind statt wie bisher ein Drittel.
  • Auch Leiharbeiter sollen Kurzarbeitergeld bekommen können.

Besonders betroffene Unternehmen will die Regierung außerdem finanziell unterstützen. Sie werde dazu entsprechende Liquiditätshilfen vorschlagen und in Kürze ein Gespräch mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft und den Gewerkschaften abhalten.

Zusätzliche Investitionen

Zusätzlich wollen Union und SPD ein milliardenschweres Investitionspaket schnüren. „Wir werden die Investitionen des Bundes in den Jahren 2021 bis 2024 um jeweils 3,1 Milliarden Euro verstärken und so vereinbarte Investitionspfade ausbauen und neue Prioritäten in Höhe von insgesamt 12,4 Milliarden Euro ermöglichen“, heißt es im Papier.

Der für Anfang 2021 beschlossene Abbau des Solidaritätszuschlages wird jedoch nicht, wie von der SPD gefordert, um ein halbes Jahr vorgezogen.

Wie Sie auch ohne Vorgesetztenfunktion Ihr Betriebsratsgremium sicher steuern

Gastbeitrag von unserem ifb-Experten für Kommunikation Ralf Richter

© Philip Steury – stock.adobe.com

Als Betriebsratsvorsitzender müssen Sie sich nicht nur fachlich und rechtlich richtig gut auskennen. Ein weiteres Thema wird Sie in Ihrer Funktion immer wieder beschäftigen: die Führung des Gremiums.

Nein, „BRV“ heißt nicht „Betriebsratsvorgesetzter“ – auch wenn es sich manchmal vielleicht so anfühlt. Der BRV ist derjenige, der dem Gremium vorsitzt, die Sitzungen und Versammlungen leitet sowie die Beschlüsse des Betriebsrats nach außen hin vertritt. Er ist keine Führungskraft – hat also keine Disziplinargewalt – und dennoch muss er eine Führungspersönlichkeit sein.

Wieso brauchen Sie als Betriebsratsvorsitzender Führungskompetenzen?


mehr »
von Kunz Marina am 10.09.2019, 07:39 Uhr , Kategorie: Allgemein

Was lag bei Ihnen zum Wochenstart Mittags auf dem Teller? Gestern (9. September) war offizieller Tag des Wiener Schnitzels. Wussten Sie, dass das Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat hinter dem unangefochtenen 1. Platz – der Currywurst – auf Platz zwei der Lieblingsgerichte in der Kantine der Deutschen steht (Manager Magazin)? Und dass es bis Ende des 19. Jahrhunderts als „eingebröselte Kalbsschnitze“ bezeichnet wurde? Trotz stetig steigendem Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft sind und bleiben die „fettigen“ bzw. „ungesunden“ Speisen die Lieblingsgerichte zur Mittagspause. Und wissen Sie außerdem, dass Sie als Betriebsrat hier gefordert sind? Denn Sie können rund um das Kantinen-Essen jede Menge mitbestimmen.


mehr »
von Andreas am 21.08.2019, 13:31 Uhr , Kategorie: Allgemein
Bildquelle: the collab – pexels.de

Im Februar 2019 entschied das Arbeitsgericht Aachen, dass die Weisung des Arbeitsgebers rechtmäßig sei, wonach in einem Seniorenheim die Fingernägel des gesamten Personals kurz geschnitten und unlackiert sein mussten (ArbG Aachen, 21.02.2019 – 1 CA 1909/18)

Das Tragen von Dienstkleidung – zum Schutz der Beschäftigten oder um diese für Kunden erkennbar zu machen – ist in vielen Betrieben üblich. Doch oftmals werden von Arbeitgeberseite, über die Bekleidungsvorschriften hinaus, auch Anforderungen an das sonstige Outfit und Styling während der Arbeitszeit aufgestellt.

Wie weit dürfen Chefs das Erscheinungsbild ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmen wenn es um Körperschmuck, Haar- und Barttracht, Tätowierungen oder Fingernägel geht?


mehr »
(c) pixabay

Am 26. April 2019 ist das neue Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz hat die Bundesregierung, etwas verspätet (die Umsetzungsfrist war bereits am 09. Juni 2018 abgelaufen), die europäische Geheimnisschutzrichtlinie 2016/943 vom 08. Juni 2016 umgesetzt. Das neue Gesetz soll für einen besseren Schutz der wissensbasierten Wirtschaft und damit Wettbewerbsvorteile für europäische Unternehmen sorgen. Doch was bedeutet das für die Arbeit der Betriebsräte?


mehr »

Der erste Mai ist bekannt als „Tag der Arbeit“ und nicht nur ein bundesweiter Feiertag in Deutschland. Auch in vielen anderen Ländern der Welt wird am 01. Mai eines jeden Jahres nicht gearbeitet, um die Arbeit zu feiern. Aber woher kommt diese Tradition?


mehr »

Schätzungen zufolge gibt es etwa 1.000 Europäische Betriebsräte (EBR). In diesen Gremien sind laut DGB ca. 20.000 Delegierte aktiv und vertreten mehr als 17 Millionen Beschäftigte. Was passiert mit diesen Gremien nach dem Brexit?

Foto: pixabay

mehr »
von Kunz Marina am 10.12.2018, 10:42 Uhr , Kategorie: Allgemein

Vor ca. einer Stunde endete offiziell der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Zwischen 04:00 und 09:00 Uhr heute morgen wurde bundesweit der Fernverkehr eingestellt. Darunter litten insbesondere die Pendlerinnen und Pendler. Und wer sich verspätet, muss sogar mit arbeitsrechtlichen Folgen rechnen, da ein Streik keine Entschuldigung für ein Zuspätkommen ist.

ArTo – Fotolia

Pendler haben dafür zu sorgen, dass sie (trotz Streik) pünktlich zur Arbeit kommen. Anderenfalls kann der Arbeitgeber Lohn kürzen oder sogar abmahnen, da Arbeitnehmer das sogenannte Wegerisiko tragen. Das gilt für alle absehbaren Behinderungen wie Streiks, Glatteis oder umgestürzte Bäume. Nach der Rechtsprechung des BAG in Erfurt, sind Arbeitnehmer dazu angehalten, alle zumutbaren alternativen Verkehrsmittel zu nutzen bzw. eine andere Route zu planen. Doch was bedeutet in diesem Fall zumutbar? Das variiert von Fall zu Fall. Der Chef kann beispielsweise verlangen, dass Mitarbeiter auf den Bus oder das Fahrrad ausweichen oder eine Fahrgemeinschaft mit Kollegen nutzen. Nicht zumutbar wäre eine Anreise inkl. Hotelübernachtung am Vorabend. Höhere Fahrtkosten sind demnach zumutbar, solange sie in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Ein Nachholen der versäumten Zeit durch Zuspätkommen kann der Arbeitgeber anordnen, wenn es innerhalb der geregelten Rahmenarbeitszeit erfolgen kann.

Die Praxis zeigt jedoch, dass Arbeitgeber zumeist beide Augen zudrücken, wenn Arbeitnehmer aufgrund genannter Dinge ein paar Minuten zu spät im Büro sind. Darauf verlassen sollten sich Arbeitnehmer jedoch nicht. Um Sanktionen aus dem Weg zu gehen, sollte der Arbeitgeber rechtzeitig über eventuelle Verspätungen informiert werden.

  1. Seiten:
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. ...
  10. 49