Für schwedische Lokführer gilt folgende Kleidervorschrift: Die Bekleidung muss „korrekt und angemessen“ sein. Mit anderen Worten: „Als Mann muss man Hosen tragen und als Frau einen Rock, aber auf keinen Fall Shorts„, so der Unternehmenssprecher des Bahnunternehmens Arriva. Doch was tun Schwedens Lokführer, wenn sie bei sommerlichen 35 Grad Celsius keine Lust auf lange Beinbekleidung haben? Shorts gehen ja wie gesagt nicht. Dann ziehen sie eben Röcke an um sich den Wind um die Beine und Anderes wehen zu lassen.

Dies ist tatsächlich so geschehen, gestern in Stockholm. Das berichtet unter anderem Spiegel online. Viele Männer traten ihren Dienst im Rock an. Damit wollten sie gegen das Verbot von Shorts trotz der großen Hitze in der schwedischen Hauptstadt protestieren. Was übrigens völlig in Ordnung war. Hauptsache keine Shorts! Wenn aber ein Mann lieber Frauenkleidung tragen wolle „dann ist das ok“, so der Sprecher.

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Das große Interesse an unserer ersten Fachtagung und die durchwegs positiven Rückmeldungen zum Thema psychische Belastungen haben uns gezeigt: Wir müssen weitermachen! Deshalb gibt es jetzt eine Fortsetzung mit neuen Schwerpunkten, neuen Workshops und neuen Strategien gegen Psycho-Stress am Arbeitsplatz.

Der Besuch der ersten Fachtagung ist nicht zwingend Voraussetzung für diese Veranstaltung. Das heißt wir freuen uns auf abwechslungsreiche und informative Tage mit bekannten und neuen Gesichtern. Bleiben Sie gemeinsam mit uns dran! Kommen Sie vom 17. bis 20. September 2013 an den Timmendorfer Strand. An diesem idealen Veranstaltungsort können Sie Ihr Wissen über psychische Gesundheit vertiefen, sich mit Ihren Kolleginnen und Kollegen austauschen und Methoden kennenlernen, um in Ihrem Betrieb wirksam Einfluss zu nehmen.

von Peter am 10.04.2013, 16:30 Uhr , Kategorie: Allgemein, Seminare

Gute Frage! Oder provozierend? Egal. Zur Auswahl stehen: Mitarbeitergespräch, tägliches Mittagessen, Weihnachtsfeier, wöchentliches Gruppenmeeting und Betriebsversammlung. Noch mehr Vorschläge? Wem würden Sie die Frage gerne stellen? Ihrem Chef, einer Kollegin oder dem Betriebsratsvorsitzenden? Mit der Antwort „Weihnachtsfeier“ hätte man bei allen Dreien sicher eine  große Chance auf Übereinstimmung. Wie öde sind die denn? Meistens zumindest. Da kommt nicht viel ran. Aber was ist mit der Betriebsversammlung? Welchen Stellenwert hat die Betriebsversammlung im Betrieb?

Nach einer aktuellen Umfrage, die das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten im März 2013 durchführte, macht sich fast jeder zweite Betriebsratsvorsitzende erst kurz vor dem Termin der Betriebsversammlung nähere Gedanken über Ablauf und Inhalt (46% der Befragten). „Das deutet darauf hin, dass in vielen Betriebsratsgremien ziemlich effektiv gearbeitet wird“ erklärt Monika Sterzer. Als Kommunikationstrainerin und Seminarplanerin ist sie beim ifb für das Thema Betriebsversammlung verantwortlich.

„Na ja, bei einer kurzfristigen Vorbereitung ist natürlich andererseits die Gefahr recht hoch, dass man hintenraus in die Bredouille gerät.“
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Keine schöne Situation: Mit 450 Fahrgästen an Bord blieb ein ICE an Ostern auf seinem Weg von München nach Dortmund in einem Tunnel liegen. Der Grund: Ein paar Vögel hatten die Oberleitung beschädigt. Vier Stunden lang ging nichts mehr. Was tat der Lokführer? Twittern! Sein erster Tweet lautete: „Ein Knall, ein Lichtbogen und schon steht der ICE 528“ gefolgt von „Das sieht nach länger aus, oh, oh.“ Bis hierher ein eher ungewöhnliches Verhalten, aber warum nicht? Twitter ist web 2.0, twitter gilt als schnellstes Medium der Welt zur Verbreitung von Nachrichten. Schnell Nachrichten verbreiten? Ist die Bahn nicht gerade berühmt dafür. Insofern hätte dem Kollegen Lob gebührt: Nie war man schneller mit passgenauen Infos! Und: Neue Wege beschritten. Richtig erfasst, richtig angewendet. Nicht übel.

Doch der Kollege hörte nicht auf. Bestimmt saß er ganz allein in seinem Cockpit, zur Untätigkeit verdammt und da gehen einem die tweets vermutlich schon etwas lockerer aus der Hand. Etwas später schrieb er dann:
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Auch wenn es noch so schön ist, wenn es abends länger hell ist: Eine aktuelle, bundesweite Umfrage der DAK bestätigt, dass jeder Vierte gesundheitlich mit dem Wechsel zur Sommerzeit zu kämpfen hat und für die Abschaffung der Sommerzeit ist. Dieses Ergebnis veröffentlichte die Krankenkasse nun in einer Pressemitteilung.

Der Wechsel zur Sommerzeit findet am kommenden Osterwochenende vom 30. auf den 31. März statt. Die Nacht von Samstag auf Sonntag verkürzt sich um eine Stunde: Um 2 Uhr werden die Uhren vorgestellt. Fast jede dritte Frau (30 %) leidet nach der Zeitumstellung unter gesundheitlichen Problemen. Bei den Männern gaben das nur 18 % an. Die meisten der Betroffenen fühlen sich schlapp und müde, haben Einschlafprobleme oder Schlafstörungen (79 und 59 %). Mehr als jeder Dritte von ihnen hat nach der Zeitumstellung Konzentrationsprobleme (36 %), jeder Zehnte sogar depressive Verstimmungen. Das starke Geschlecht (Anm. der Autorin: Wer immer auch damit gemeint ist…) kommt häufiger nicht pünktlich zur Arbeit (27 %).

Was passiert hier eigentlich genau? „Die fehlende Stunde bringt den Hormonhaushalt durcheinander“, wird Dr. Waltraud Pfarrer, Ärztin bei der DAK-Gesundheit in der Pressemitteilung zitiert. „Morgens sind wir müde, aber am Abend kommen wir nicht ins Bett. Der Biorhythmus gewöhnt sich nur langsam an die Umstellung.“ Außerdem, so DAK, verführt die Helligkeit am Abend zum Wachbleiben.

Tipps für die Zeitumstellung finden Sie in der zitierten Pressemitteilung.

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von Peter am 19.03.2013, 11:58 Uhr , Kategorie: Allgemein

Schwerstarbeit – ein Begriff mit dem hierzulande viele Arbeitnehmer ihren eigenen Job umschreiben – ganz oft zurecht!

Schwerstarbeit – ein Begriff, der eine völlig neue Dimension bekommt, wenn man sich die Dokumentation „Workingman’s Death“ von Michael Glawogger aus dem Jahr 2005 anschaut. Der österreichische Filmemacher liefert ein Porträt über Menschen auf anderen Kontinenten: Er zeigt ukrainische Kohlearbeiter, indonesische Schwefelarbeiter, nigerianische Schlachter, pakistanische Schrottarbeiter und chinesische Stahlarbeiter. Die Bilder sind atemberaubend, bedrückend, dicht, irrtierend aber auch irgendwie poetisch, wenn sie die alptraumhaften Bedingungen zeigen, unter denen diese Menschen ihren Job verrichten müssen.

Besser unmenschliche Schwerstarbeit als gar keine Arbeit? Die Bilder werfen Fragen existentieller Wucht auf!
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Ja, sagt das Landesarbeitsgericht Düsseldorf. Laut seinem Urteil vom 15. Oktober 2012 (Az.: 14 Sa 1186/12) ist eine Kündigung eines während der Probezeit bei einem Arbeitsunfall verletzten Arbeitnehmers per se weder sittenwidrig noch treuwidrig ist. Die Kündigung bedarf keiner sozialen Rechtfertigung, soweit die sechsmonatige Wartezeit für die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes noch nicht abgelaufen ist.

Folgender Fall lag der Entscheidung zugrunde: Ein Industriemechaniker war in der sogenannten Scherenendmontage tätig. Während er sich noch in der Probezeit befand, hatte er einen Arbeitsunfall. Dabei wurden ihm vier Finger der rechten Hand abgetrennt. Drei Finger wurden erfolgreich reimplantiert. Trotzdem kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis unter Wahrung der für die Probezeit vereinbarten Kündigungsfrist.
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Letzte Woche berichteten wir über das Phänomen „Präsentismus“ und dem Ergebnis einer Studie, dass jeder Zweite krank in die Arbeit geht. Gründe sind Leistungs-, Termin- und Zeitdruck, Pflichtgefühl und Angst vor Jobverlust. Mindestens ebenso überraschend ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis einer weiteren Forschungsarbeit, über die unter anderen Spiegel Online berichtet. Das Unternehmen Lab & Company befragte gemeinsam mit der Coburger Hochschule 381 Führungskräfte, wie sie auf kranke Mitarbeiter reagieren. Das Ergebnis: Jeder dritte Vorgesetzte erwartet sogar, dass die Mitarbeiter sich krank in die Arbeit schleppen und würde seine Leute auch bei einer ernsten Erkrankung nicht nach Hause schicken. Ein Viertel der befragten Führungskräfte würde versuchen, eine Heimarbeitsmöglichkeit für die Erkrankten zu organisieren.

Ziemlich skandalös, oder? Aber vielleicht auch nur auf den ersten Blick. Etwas weniger haarsträubend wirkt das Ergebnis gemäß Spiegel Online nämlich bei einem genaueren Blick auf die Fragestellung. Denn bei der Befragung ging es wohl um „sehr dringende Projekte“ und „wichtige Mitarbeiter“. Schade. Die „Normalos“ wären auch interessant gewesen.

Und wen wundert Folgendes?? Laut Pressebericht leben die Chefs diese Einstellung in der Regel vor. Lediglich 9,4 % von ihnen gaben an, zuhause zu bleiben und sich auszukurieren, wenn sie sich eine mittelschwere Erkältung eingefangen hätten. Über die Hälfte würde trotzdem zur Arbeit gehen, 28,9 % von zuhause arbeiten.

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Apple-Zulieferer Foxconn, der vor allem durch miserable Arbeitsbedingungen seit Jahren in den Schlagzeilen ist, wählt in Kürze einen Betriebsrat. Diese Meldung wird von Medien aller Art hyperventilierend durch das Land posaunt. Betriebsrat … Apple … Foxconn … China: Klingt sensationell,  ist es aber gar nicht mal so. Denn zum einen gibt es in China schon seit längerer Zeit sowas wie „Arbeitsrecht“, zum anderen ist Foxconn nicht das erste Unternehmen im Reich der Mitte, das einen Betriebsrat wählt. Und schließlich bedeutet „Betriebsrat in China“ bei weitem nicht das gleiche wie „Betriebsrat in Deutschland“.

Hier ein paar Fakten aus Fernost, damit man eine ungefähre Vorstellung bekommt, wie das in China grob läuft: Ja, auch dort gibt es Arbeitsrecht! Ob das chinesische Rechtssystem nun einen ähnlich effektiven Rechtsschutz bietet wie das deutsche, bleibt dahingestellt. Menschenrechtsverletzungen in China sind leider nach wie vor ein Riesen-Thema! Dennoch ist ein isolierter Blick auf die arbeitsrechtliche Situation und Systematik ganz interessant.

Zur Geschichte: Im Jahr 1986 führte China ein Arbeitsvertragssystem ein. Dieses löste das epochale Konzept lebenslanger vertragsloser Beschäftigungsverhältnisse ab.
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Die Kunden des Leipziger Jobcenters dürfen sich freuen: Das elende Warten in der Telefonschleife und das mühsame Klicken durch das Sprachmenü der Hotline-Nummer hat ein Ende. Nach einer aktuellen Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig (Urteil vom 10.01.2013, 5 K 981/11) haben die Kunden nun einen Anspruch darauf, die Durchwahlnummer ihres Sachbearbeiters zu erfahren. Datenschutzrechtliche Bedenken stehen dem nicht entgegen, so das Urteil.

Die Entscheidung im Einzelnen (Quelle: Pressemittelung des VG Leipzig): Das Jobcenter Leipzig ist telefonisch für die Bürger nur über eine zentrale Servicenummer erreichbar. Die telefonische Durchwahl des Bürgers zum Sachbearbeiter ist organisatorisch nicht vorgesehen. Den Antrag einer Anwaltskanzlei auf Zugang zur Diensttelefonliste mit den Durchwahlnummern der Mitarbeiter, lehnte das Jobcenter ab.

Vor dem Verwaltungsgericht hatte die Sache aber dann Erfolg. Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) sieht einen umfassenden Informationsanspruch von Bürgern zu amtlichen Informationen vor, soweit dagegen nicht Sicherheits- oder Datenschutzgründe sprechen. Sicherheitsgründe lagen im vorliegenden Fall nicht vor, so die Richter in Leipzig. Die Diensttelefonnummern der Bearbeiter einer Behörde unterliegen nach dem IFG nicht dem persönlichen Datenschutz des einzelnen Behördenmitarbeiters. Die innere Organisation des Jobcenters allein ist kein Kriterium, das dem Informationsanspruch des Bürgers entgegen gehalten werden kann.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können in die nächste gerichtliche Instanz und damit in die Berufung gehen.

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