von Martin am 24.08.2006, 12:40 Uhr , Kategorie: Allgemein

Das sog. Entsendegesetz verpflichtet Arbeitgeber im In- und Ausland, bestimmte Mindestlöhne zu zahlen sowie bestimmte Sozialstandards einzuhalten. Bislang gilt es nur für die Bauwirtschaft. Nun soll es auch für Arbeitnehmer im Bereich Gebäudereinigung Anwendung finden ? so lautet zumindest ein Beschluss des Bundeskabinetts von gestern.

Doch was soll man von gesetzlichen Mindestlöhnen halten? Sind sie nur ein weiterer Schritt in Richtung noch mehr Gesetze statt Deregulierung? Gar eine Aushöhlung der Tarifautonomie? Oder – ist dieses Gesetz ein sinnvoller Schutz gegen Billigarbeitskräfte aus dem Osten und der richtige Weg zur Sicherung von angemessenen Löhnen?  

Was meinen Sie dazu?  

Martin

von Conny am 23.08.2006, 17:38 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die Arbeit von Männern ist mehr wert als die von Frauen. So scheint es zumindest, wenn man sich die Gehaltsstatistiken ansieht. Darin steht immer noch: Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Warum ist das so? Bieten uns die Arbeitgeber nur geringere Löhne an? Sind wir ungeschickter in Gehaltsverhandlungen und knicken schneller ein als unsere männlichen Kollegen? Sind wir einfach nur genügsamer? Oder ist unsere Arbeit gar tatsächlich weniger wert?
Was halten Sie davon? Haben wir Frauen das verdient?

Ein lohnendes Thema, denn wie heißt es so schön: Geld regiert die Welt.

Conny

von Peter am 17.08.2006, 14:42 Uhr , Kategorie: Allgemein

Eine Umfrage des Personaldienstleisters Randstad im Auftrag des Handelsblatts unter 304 Personalentscheidern hat folgendes ergeben:

  • Raucher, die während der Arbeit Zigarettenpausen machen, müssen diese Zeit in jedem fünften Unternehmen (21,4 Prozent) in Deutschland nacharbeiten.
  • In 34,5 Prozent der Unternehmen müssen die Raucher vor die Tür.
  • 14 Prozent der Firmen sind Raucherparadiese, in denen überall gequalmt werden darf.
  • 60,2 Prozent der Unternehmen haben für ihre rauchenden Mitarbeiter spezielle Aufenthaltsräume eingerichtet.

Und wie ist es bei Euch? Wir gehören zu den 21,4 und zu den 34,5 Prozent.

Peter

von Peter am 09.08.2006, 13:17 Uhr , Kategorie: Allgemein

Aus einer Langzeitstudie der Universität Hohenheim geht unter anderem hervor, dass der Produktivitätsverlust durch Fußball-Tratsch von Arbeitnehmern während der WM auf etwa 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geschätzt wird. Die Befragten hätten nach eigener Darstellung die Arbeit an jedem Tag während der WM im Durchschnitt rund 15 Minuten schleifen lassen, ohne dass diese Zeit in irgendeiner Form nachgeholt wurde. Diese ?Delle? im BIP wurde aber durch einen um 4,7 Milliarden Euro erhöhten Konsum ? insbesondere von Fan-Artikel und Getränken ? mehr als ausgeglichen.

(Nicht ganz ernst gemeinte) Anmerkungen ;o)
1. Das wäre eine Schlagzeile für die Bild-Zeitung ? Faule Arbeitnehmer versaufen Lohn im Deutschlandtrikot!
2. Dem Bruttoinlandsprodukt ist es egal, ob es durch Arbeit oder Trinken erhöht wird.
3. Dafür haben die Arbeitnehmer aber in der übrigen Zeit aber sicher gearbeitet wie die Weltmeister.

 Peter

von Ines am 07.08.2006, 16:21 Uhr , Kategorie: Allgemein

CDU-Generalsekretär Ronald Profalla hat sich dafür ausgesprochen, dass erwachsene Kinder verpflichtet werden sollen, für ihre arbeitslosen Eltern Unterhalt zu zahlen. Genannt wird so etwas schlicht „Verantwortungsgemeinschaft?. ?Angehörige sollen stärker für einander eintreten müssen?, so Profalla. 

Ein solcher Zusammenhalt ist ja grundsätzlich auch in Ordnung. Aber dieses ?müssen? stört hier irgendwie. Was soll der Generation der heute knapp über 30-Jährigen eigentlich noch alles zugemutet werden? Für was sollen wir denn noch Geld zur Seite legen? Für unsere Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, arbeiten sollen wir bis 67 und jetzt müssen wir auch noch eine Versicherung abschließen für den Fall, dass unsere Eltern arbeitslos werden? Man bekommt schon ein wenig den Eindruck, dass jetzt (erwachsene) Kinder zur Sanierung der staatlichen Sozialsysteme herangezogen werden sollen. 

Oder ist es so, dass es sich hier lediglich um einen gerechten Ausgleich handelt? Schließlich investieren Eltern ja auch jahrelang in ihre Kinder und unterstützen sie. Sollte es da nicht umgekehrt genauso sein, wenn doch die finanziellen Mittel bei den Kindern da sind? Was meint Ihr dazu? 

Ines 

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hält uns in Atem. Ursprünglich hätte es gestern am 1. August in Kraft treten sollen. Unser Präsident, Herr Köhler, hat es sich aber nochmals kurzfristig anders überlegt und will das Gesetz auf seine Verfassungsmäßigkeit hin überprüfen lassen. Bis Ende September soll das Gesetz aber „in jedem Fall“ in Kraft sein, so das Justizministerium.
Eigentlich sollte das Gesetz und dem Namen „Antidiskriminierungsgesetz“ ja schon im Sommer 2005 in Kraft treten aber die Mühlen der Gesetzgebung mahlen langsam.

Peter

von admin am 17.07.2006, 10:58 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die erste Stufe der Föderalismusreform ist beschlossen, in Stufe zwei nach der Sommerpause soll es ums Geld gehen. Dabei dürfte auch das Thema Länderneugliederung zur Sprache kommen da fraglich ist, ob sich Deutschland 16 Bundesländer leisten kann und muss. Das kleinste deutsche Bundesland -Bremen- hat gerade mal 660.000 Einwohner und hängt seit eh und je am Tropf des Bundes und der anderen Länder. Experten haben ausgerechnet, dass ein Bundesland mindestens 5 Millionen Einwohner haben müsste, um effektiv wirtschaften zu können. Dieses Kriterium erfüllt derzeit nur Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die logische Konsequenz wäre also, mehrere kleine Länder zu einem größeren zusammenzulegen. Dazu bedürfte es jedoch eines Bundesgesetzes, das in den betroffenen Ländern durch einen Volksentscheid bestätigt werden müsste. Dieses Votum des Volkes dürfte wohl eines der größten Hindernisse für eine Länderneugliederung sein.  

Arne

von Ines am 13.07.2006, 14:55 Uhr , Kategorie: Allgemein

Lehrerin darf ihr Kopftuch auch weiterhin während des Schuldienstes tragen. So lautet eine aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart, welches damit der Klage einer Stuttgarter Lehrerin gegen das Land Baden-Württemberg wegen der dienstlichen Weisung, ihren Dienst in der Schule ohne Kopfbedeckung zu erledigen, stattgegeben hat.
Das Landesgesetz Baden-Württemberg verbietet in seinem Schulgesetz politische, weltanschauliche und religiöse „Bekundungen“, die den Schulfrieden gefährden oder stören könnten. Einerseits, so die Richter, verstoße die Lehrerin durch das Tragen des Kopftuchs im Unterricht zwar gegen das Verbot religiöser Bekundungen. Andererseits sei der Schulfrieden hierdurch jedoch überhaupt nicht gestört worden. Keiner, weder Schüler noch Eltern noch Kollegen hatten ein Problem mit dem Kopftuch. Und noch ein anderes Argument wurde betont: An anderen staatlichen Schulen in Baden Württemberg sind Nonnen in Ordenstracht für den Unterricht zugelassen. Das Ordenshabit sei ebenfalls eine eindeutig religiös motivierte Kleidung und nicht nur ein aus Tradition ohne religiöses Bekenntnis getragenes Kleidungsstück. Die Lehrerin dürfe daher nicht anders behandelt werden als die Nonnen. Insbesondere könne es auch nicht sein, dass der christliche Glaube besser gestellt wird als der islamische. Da man diesem Anspruch auf strikte Gleichbehandlung der verschiedenen Glaubensrichtungen durch das Kopftuchverbot jedoch nicht nachgekommen ist, wurde die Lehrerin u.a. in ihrem Grundrecht aus Art. 3 Absatz 1 und 3 Grundgesetz verletzt und hat daher vor Gericht gewonnen. Ein absolutes Kopftuchverbot, wie es bisher in Baden-Württemberg galt, ist danach nicht verfassungskonform. Nur dann sei es mit der Verfassung vereinbar, wenn das Kopftuch den Schulfrieden tatsächlich störe.
In der Politik wird diese Entscheidung begrüßt und  als „gesetztes Zeichen gegen die Diskriminierung des Islam“ und als Ausdruck „gelebter kultureller Pluralität in Deutschland“ gesehen. Was sagt ihr denn dazu?

Ines

von Peter am 07.07.2006, 08:50 Uhr , Kategorie: Allgemein
  1. Kündigungsschutz soll schon nach drei Monaten Beschäftigungszeit eintreten.
  2. Kündigungsschutz soll unabhängig von der Zahl der Beschäftigten in einem Unternehmen gelten.
  3. Für Arbeitnehmer ab einem Alter von 55 Jahren und einer Betriebszugehörigkeit von zehn Jahren soll die ordentliche Kündigungen ausgeschlossen sein.
  4. Gewerkschaften sollen im Fall einer „sozial ungerechtfertigten Kündigung“ ein Verbandsklagerecht erhalten.
  5. Es soll einen gesetzlichen Mindestabfindungsanspruch in Höhe von einem Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr geben.
  6. Die Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse ohne das Vorliegen sachlicher Gründe befristen zu können, soll abgeschafft werden.

Die Arbeitnehmertraumwelt hat sich nicht unser hierfür zuständiger Minister Franz M. ausgedacht, sondern die Links-Fraktion, die dieses in einem Antrag (16/2080) fordert.

Ich wollte es euch nur mitteilen, eine Meinung bildet ihr euch sicher selber.

Peter

von Peter am 05.07.2006, 08:39 Uhr , Kategorie: Allgemein

Jetzt weiß ich auch, warum ich heute so motiviert bin. Folgende Meldung habe ich gerade gelesen:

Deutschlands Steuerzahler arbeiten von diesem Mittwoch an nicht mehr für die Staatskasse, sondern nur noch für den eigenen Geldbeutel – allerdings nur rein rechnerisch. Das vor dem 5. Juli erwirtschaftete Einkommen der Steuer- und Beitragszahler haben nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes zunächst Staat und Sozialkassen einbehalten.

Endlich frei!

Peter