von Christine am 30.06.2020, 08:40 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt
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Das Rettungspaket der Lufthansa ist unter Dach und Fach. Trotzdem fürchten viele Beschäftigte weiter um ihren Arbeitsplatz. Heute gehen die Verhandlungen über die Sparpläne in die nächste Runde.

„Wir haben kein Geld mehr“, sagte Lufthansa-Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley zu Beginn der entscheidenden Aktionärsversammlung in der vergangenen Woche. Wegen Corona war der Konzern tief in die Krise gerutscht. Von der Zustimmung der Aktionäre hing es am Ende ab, ob das Rettungspaket der Bundesregierung umgesetzt werden konnte. Streitpunkt: Zwar bringt der Staat dem Unternehmen neun Milliarden Euro mit, wird aber zugleich zum Anteilseigner. Am Ende stimmten die Aktionäre zu. Ein Rettungspaket für die Arbeitsplätze bei der Lufthansa?

Keine Beschäftigungsgarantie


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von Christine am 09.06.2020, 08:07 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt
Alle Erleichterungen des Corona-Konjunkturpakets im Überblick
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Welche Versprechen helfen Betriebsräten und Unternehmen?

Mit einem milliardenschweren Konjunkturpaket will die schwarz-rote Koalition die Wirtschaft in der Corona-Krise ankurbeln. Wer profitiert von den Corona-Hilfen – wer geht leer aus? Und was müssen Betriebsräte jetzt dringend wegen der Maßnahmen beachten?

„Mit Wumms aus der Krise“ – so umwarb Finanzminister Olaf Scholz das Konjunkturpaket, das am vergangenen Mittwoch von der Regierung beschlossen wurde. Unter dem Titel „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ haben die Parteien ihre Pläne auf 15 Seiten zusammengefasst.

Die schlechte Nachricht gleich vornweg: Das Wort „Betriebsrat“ taucht in dem Eckpunktepapier an keiner Stelle auf. „Arbeitnehmer“ liest man dafür gleich acht Mal, das Wort „Arbeitsplätze“ immerhin drei Mal.

Doch was steckt drin in den Plänen? Das sind die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:


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von Christine am 09.06.2020, 07:09 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Ist das der richtige Weg?

Konjunkturpaket nicht für Verbrennungsmotoren
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Viele Betriebsräte aus der Automobilbranche kritisieren das Konjunkturpaket zur Corona-Krise, weil es keine Kaufprämien für Verbrenner vorsieht. In der Branche ist die Sorge um die Arbeitsplätze groß. Ist der Ärger berechtigt?

Ein Kommentar des Branchenexperten Dr. Helmut Becker zur unterlassenen Automobil-Kaufprämie im Konjunkturpaket

Der Ärger der Betriebsräte von Daimler und Co. ist verständlich – aber nur dann, wenn man berücksichtigt, dass im Vorfeld des Konjunkturpaketes vom Verband der Autoindustrie (VDA) und den Führungsspitzen der deutschen Hersteller, insbesondere aus Wolfsburg, landauf landab in den Medien völlig falsche Erwartungen geweckt wurden.


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von Christine am 15.04.2020, 23:45 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt
Lufthansa in der Corona-Krise
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Lufthansa-Betriebsratsvorsitzende Petra Zander im Interview

Die meisten Flugzeuge der Lufthansa bleiben wegen der Corona-Pandemie im Moment am Boden, 87.000 Beschäftigte sind in Kurzarbeit. Über die Situation bei Europas größter Fluglinie sprachen wir mit der Lufthansa-Betriebsratsvorsitzenden Petra Zander.

Frau Zander, Corona traf viele Firmen völlig unvorbereitet. War die Lufthansa auf den Epidemie-Fall vorbereitet, gab es einen Katastrophenplan in der Schublade?


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Aufstockung Kurzarbeitergeld
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Update vom 24.04.2020
Aufstockung des Kurzarbeitergelds jetzt entschieden
Schon Anfang April hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine generelle Aufstockung des Kurzarbeitergelds in der Corona-Krise gefordert. Jetzt hat die Bundesregierung eine diesbezügliche Regelung getroffen.

Es war keine leichte Einigung. Mehrere Wochen hat es gedauert, bis sich die große Koalition auf einen Kompromiss verständigt hat. Ab Mai gilt nun:

Arbeitnehmer, deren reguläre Arbeitszeit um mehr als 50 Prozent gekürzt wird, erhalten nun ab dem vierten Monat des Bezugs von Kurzarbeitergeld 70 Prozent des entgangenen Nettolohns durch die Bundesagentur von Arbeit (77 Prozent für Haushalte mit Kindern). Ab dem siebten Monat wird das Kurzarbeitergeld auf 80 (bzw. 87 Prozent) aufgestockt. Diese Regelung ist befristet und soll längstens bis zum 31.12.2020 gelten.


Bereits rund 650.000 Betriebe haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet. Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeutet das Lohneinbußen von bis zu 40 %. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern schneidet Deutschland bei der Höhe des Kurzarbeitergelds nämlich schlecht ab: So bekommen Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit gehen, u. a. in Irland (100 % des Nettoentgelts), Österreich (80–90 %), Frankreich (84 %) und Spanien (70 %) mehr als hierzulande (60–67 %), wie eine Tabelle des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts zeigt.

Kurzarbeitergeld: Mehr Netto durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen


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von Renate am 26.02.2020, 12:02 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Leiharbeit
Foto: Ocscay Bence

Obwohl die Anzahl der Leiharbeitnehmer in Deutschland insgesamt rückläufig ist, steigt die Zahl der Leiharbeiter in manchen Unternehmen immer weiter an. Auch im Gesundheitswesen geht der Trend deutlich aufwärts. Der Anteil der Zeitarbeit in Krankenhäusern und Pflegediensten ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Immer mehr Alten- und Krankenpfleger entscheiden sich für eine Anstellung bei einer Zeitarbeitsfirma, denn das hat Vorteile: Die Arbeitszeiten sind klarer geregelt als bei einer Festanstellung, es gibt weniger Nachtschichten und Wochenendarbeit. Sogar die Löhne sind inzwischen oft höher als bei den fest angestellten Kollegen. Die Arbeit ist besser planbar und die Nachfrage ist schließlich groß genug.


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von Christine am 17.01.2020, 12:34 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Betriebsrat, Betriebsratswahl
Foto: Adobe Stock | Gorodenkoff

Betriebsräte sind bei Start-up-Unternehmen bislang leider selten. Das könnte sich mit einem Vorstoß der SPD aber bald ändern. Die Berliner SPD-Vize Ina Czyborra hat vorgeschlagen, nur noch Start-ups mit Betriebsrat finanziell zu fördern. Prompt hagelte es heftige Kritik.

Ein Betriebsrat macht ein Unternehmen attraktiver, das bestätigen zahlreiche Untersuchungen. Start-up-Unternehmen tun sich trotzdem schwer, wenn das Wort „Mitarbeitervertretung“ fällt. Warum eigentlich? Das weiß keiner so genau.

Innovativer Vorstoß

Die Berliner SPD hat deshalb einen innovativen Vorstoß gewagt:


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von Christine am 15.01.2020, 13:19 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Betriebsrat
Foto: Michael Gaida

Es sind trübe Aussichten für die Mitarbeiter der Supermarktkette Real, die Angst vor Kündigungen geht um. Den Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen befürchtet der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Werner Klockhaus laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. Hintergrund ist der geplante Verkauf von Real an einen Investor.

Schon seit September 2018 ist bekannt, dass der Handelsriese Metro seine Supermarktkette abstoßen will. Die rund 34.000 Real-Mitarbeiter bangen seitdem um ihre Zukunft.


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Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns! Das Hin und her um den Brexit, transatlantische Zollkonflikte, der Wandel in der Autoindustrie, die Rezession in der Industrie und vieles mehr haben Betriebsräte in den unterschiedlichsten Unternehmen auf Trab gehalten. Wie geht es 2020 weiter?

Auf was müssen Sie sich als Betriebsrat einstellen, welche wichtigen Themen sollten Sie im Auge behalten?


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Frostige Zeiten bei Daimler. Bild: Pixabay

Tag für Tag hagelt es schlechte Nachrichten aus der Autobranche. Man liest von Stellenstreichungen und Standortschließungen. Jetzt sieht man am Beispiel Daimler: Die Betriebsräte der krisengeplagten Branche fangen an, sich zu wehren.

Bei Daimler sollen weltweit mindestens 10.000 Stellen gestrichen werden, von Einsparungen in Höhe von 1,4 Mrd. Euro spricht das Unternehmen. Zwei Drittel seiner Einsparungen will das Unternehmen in Deutschland vornehmen – 6.600 Stellen sollen hier wegfallen. Aktuell arbeiten rund 300.000 Mitarbeiter bei der Daimler AG, davon knapp 178.000 in Deutschland.

Betriebsrat: Keine Diskussion über Köpfe!

Es klang so, als wäre das alles mit dem Betriebsrat besprochen. Ist es aber nicht! Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht meldete sich prompt zu Wort. Wie das Handelsblatt zitiert, sei am Ende gar nicht klar, wie viele Stellen aufgrund der Krise wegfallen werden: „Eine Diskussion über Köpfe ist absurd, weil wir viele andere sinnvolle Maßnahmen vereinbart haben und hauptsächlich Prozesse und Abläufe verändern werden“.


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