Darin sind sie sich ja fast alle einig, die hiesigen Arbeitgeber: Sobald die Sprache auf das Thema Fachkräftemangel kommt, setzt unverzüglich großes gemeinsames Wehklagen ein, wie dramatisch die Situation in der Realität schon sei. Jedoch: Dass es um das Thema nicht so arg bestellt sein kann, lassen die Ergebnisse zweier Studien vermuten, die sich mit den Aussichten der sog. Generation 50plus auf dem Arbeitsmarkt befasst haben. Siehe da: Je älter jemand ist, desto geringer sind seine Chancen auf eine neue Beschäftigung. Na, das hätte man zumindest zu Zeiten nachvollziehen können, als noch sehr viele junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängten. Aber heute? Müsste man da als Arbeitgeber nicht ganz massiv auch ältere Arbeitnehmer weiter qualifizieren und versuchen, den angeblichen Bedarf erstmal mit deren Hilfe zu decken?
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von Peter am 30.09.2011, 10:38 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Die Abstimmung im Bundestag zum Euro-Rettungsschirm dominierte gestern die Nachrichten. Da konnte man schon übersehen, dass eine weitere interessante Debatte statt fand. Drei arbeitsmarktpolitische Anträge von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und den Linken standen zur abschließenden Beratung an. Dabei ging es um eine Änderung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes, konkret um die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen. Nur wenig überraschend war, dass die Standpunkte von Regierung und Opposition miteinander unvereinbar waren. Während ein Sprecher von CDU/CSU darauf verwies, dass die sachgrundlose Befristung das richtige Instrument für Firmen sei, um auf eine schwankende Auftragslage zu reagieren und Arbeitslosen Perspektiven bieten würde, verwies Klaus Barthel von der SPD darauf, dass durch solche Verträge zunehmend sichere Arbeitsplätze in unsichere ungewandelt werden würden und so eine „Verwilderung der Sitten auf dem Arbeitsmarkt“ stattfinde: Wer ständig Angst um seinen Job habe, nehme alle Zumutungen hin, so der Politiker.

Ob ein so lockeres Befristungsrecht, wie es nun seit mehreren Jahren besteht, sein muss, ist sehr fraglich!
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Bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) handelt es sich um eine Art think tank der Arbeitgeber aus Metall- und Elektroindustrie. In deren Auftrag erstellte das als sehr arbeitgeberfreundlich bekannte Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein Gutachten über den Niedriglohnsektor in Deutschland. Dies wurde jetzt veröffentlicht: „Sprungbrett Niedriglohn: Jedes Jahr steigt ein Viertel auf

Das IW-Institut kommt zu dem Ergebnis, dass der Niedriglohnsektor besser als sein Ruf sei. Schließlich würden 24 Prozent der Geringverdiener jährlich in den Normalverdienerbereich aufsteigen und nur fünf aus diesem wieder absteigen. „Niedriglöhne seien Einstiegslöhne“, so die Studie. Und INSM-Geschäftsführer Pellengahr meint: „Jeder Job ist besser als gar keiner.“ Na klar, mit dieser Logik ließe sich theoretisch auch noch Sklavenarbeit legitimieren!!
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Das Statistische Bundesamt hat gesprochen: Der Beschäftigungszuwachs 2010 ist zu großen Teilen von der Zeitarbeit getragen. Die Zahl der sog. atypisch Beschäftigten liegt mittlerweile bei 7,84 Millionen Menschen. Unter „atpyisch beschäftigt“ versteht man solche Arbeitsverhältnisse, die in Abgrenzung zu den „normalen“ Beschäftigungen durch eine Befristung, Teilzeit, Leiharbeit oder eine geringfügige Beschäftigung gekennzeichnet sind. Oft wird man solche atypischen Verhältnisse auch mit prekärer Beschäftigung gleichsetzen können. Von prekär spricht man, wenn die ausgeübte Arbeit auf Dauer nicht geeignet ist, den Lebensunterhalt sicherzustellen oder die soziale Absicherung zu gewährleisten. Bei mittlerweile fast acht Millionen solcher Arbeitnehmer ist der atypische Job somit zum Normalfall geworden!

Beeindruckend ist der Anteil,
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Wissen Sie von welchem Berufstätigen dieses Zitat stammt? Nein? Von einem Butler.

Wie die „Welt“ berichtet ist der Butler-Beruf wieder im Vormarsch. Vor allem in Groß-Britannien und in arabischen Ländern wächst derzeit die Nachfrage nach qualifiziertem Personal. Nicht nur der Adel, sondern auch Superreiche, Industrielle und Manager haben Bedarf.

Ein guter Butler zu sein ist nicht einfach: Man muss gesellschaftliche Situation perfekt meistern können, die Herrschaften korrekt anreden und notfalls unerwünschte Gäste hinaus komplimentieren können. Weltgewandtheit und mehrere Sprachen sind ein unverzichtbares Erfordernis in diesem Berufsfeld. Eigene Ansprüche
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von Thomas am 14.07.2011, 15:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Demografie

In Zeiten des Fachkräftemangels sind qualifizierte Mitarbeiter gefragt. Eine gute Situation für die Arbeitnehmer: Können sie so die besten Arbeitsbedingungen für sich aushandeln.

Die Arbeitgeber haben gemerkt, dass sie sich um gutes Fachpersonal bemühen müssen. Denn eines ist klar: Ein Arbeitnehmer entscheidet sich bei der Auswahl von Arbeitsplätzen für den Attraktivsten. Und das ist nicht automatisch der Bestbezahlteste! Es kommt auch auf andere Faktoren an. So sind dem Arbeitnehmer von heute neben einem angemessenen Gehalt auch
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von Thomas am 12.07.2011, 09:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Demografie

Der „Focus“ berichtet in einem interessanten Bericht darüber welche Menschen in Deutschland Karriere machen und warum. Wichtige Grundvoraussetzungen für einen guten Karrierestart sind demnach: Energie, Fantasie, eine gesunde Portion Ehrgeiz und vor allem das große Ziel vor Augen haben. Zielstrebigkeit ist DIE Managertugend.

Wer es zu was bringen will, muss sich selbst vermarkten können“, so ein Management-Experte. Das Studium und der Auslandsaufenthalt reichen nicht mehr aus. Immer mehr Zusatzqualifikationen werden gefragt. Die Einser-Noten alleine sind nicht mehr entscheidend. Wichtig ist auch der richtige
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von Ines am 05.07.2011, 09:19 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Seit dem 1. Juli ist es amtlich: Die Wehrpflicht in Deutschland existiert nur noch auf dem Papier. Das steht auf einem Blatt. Auf dem anderen steht: Mit der Wehrpflicht entfällt auch der Zivildienst. Beides soll nun durch Freiwilligendienste ersetzt werden. Da liegt die ein oder andere Frage offen: Die militärische Zukunft unseres Landes sei hier einmal dahingestellt. Aber wie sollen insbesondere in den sozialen Bereichen die durch diese Maßnahme entstandenen enormen Personallücken geschlossen werden? Im letzten Jahr waren noch zehntausende Zivildienstleistende für Tätigkeiten wie etwa in Krankenhäusern, Jugendhäusern, Altenheimen, im Rettungsdienst und Krankentransport sowie in der Behindertenbetreuung eingesetzt. Sie leisteten Pflege- und Fahrdienste sowie Betreuung. Alles Bereiche, in denen ohnehin schon Personalnotstand herrscht und deren Mitarbeiter bislang von den Zivildienstleistenden erheblich unterstützt und entlastet worden sind.

Familienministerin Kristina Schröder plant zwar laut Presseberichten kommendes Jahr 35.000 Freiwillige als Ersatz zu gewinnen. Aktuell hätten außerdem bereits 14.300 Zivildienstleistende erklärt, dass sie sich über das Ende der Wehrpflicht hinaus einsetzen wollen. Trotzdem gibt auch Schröder zu:
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Im Schnellverfahren zum neuen Job! Was bei der Liebe funktioniert, könnte auch in der Jobsuche funktionieren – so lautet die Idee dieses neuen Konzepts. Nicht den Partner für´s Leben, sondern den Job für´s Leben finden. Warum nicht, dachte sich die Arbeitsagentur Potsdam und probierte laut Bericht der Süddeutschen Zeitung dieses Modell im vergangenen Sommer zum ersten Mal aus und brachte Bewerber und Firmen an einen Tisch. Mit Erfolg: Die Vertreter von 15 Unternehmen und 55 Kandidaten führten 178 Gespräche, 119 Bewerbungsmappen wechselten den Besitzer, zwölf Teilnehmer bekamen danach einen Arbeitsvertrag. Seitdem gab es solche Treffen inzwischen auch in Dortmund und Stuttgart. Und auf so mancher Job- und Karrieremesse wird ebenfalls diese Möglichkeit genutzt, Arbeitgeber und Bewerber zusammen zu führen.

So kann es aussehen: Auf der einen Seite die zukünftigen Chefs mit Schlips und Kragen, auf der anderen Seite die interessierten Bewerber. Und los geht´s! Nach zehn Minuten beendet eine Glocke das Zwiegespräch und dann wird gewechselt. Zehn Minuten, in denen man sein Gegenüber von sich überzeugen und sich gut verkaufen muss. Und nach dem Motto
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Das ist die Meinung der Personalchefin von Mydays, deren Unternehmen gerade das sog. anonymisierte Bewerbungsverfahren nutzt.

Seit einem halben Jahr läuft nun das Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Durch ein Schweigen des Bewerbers zu den Punkten Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand sowie ein fehlendes Bewerberbild soll eine Diskriminierung bei der Stellenvergabe vermieden werden. Statt der genannten Angaben listet der Bewerber nur noch seine Abschlüsse, die Dauer seiner Ausbildung sowie seine beruflichen Stationen auf und begründet seine Motivation für die Bewerbung. Allein an Hand dieser Fakten entscheidet der Arbeitgeber darüber,
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