… so, meint der Bundesvorsitzende des DGB, Michael Sommer, laut eines Berichts von Spiegel-Online, sähe die Einstellung der Regierung zum Thema Arbeitslosen-Statistik aus. Unsere Vorzeige-Ministerin Frau von der Leyen muss sich derzeit vorwerfen lassen
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Die ZDF-Sendung Frontal 21 berichtete diese Woche über die Situation bei den sog. Mini-Jobbern. Darunter versteht man solche Arbeitsverhältnisse, bei denen Arbeitnehmer maximal 400 Euro verdienen dürfen, ohne dafür Steuern und Sozialabgaben zahlen zu müssen. Geschaffen wurde die Beschäftigungsform von der Regierung Schröder. Der Gedanke damals: Über solche Jobs sollen Arbeitslose den Sprung in den sog. ersten Arbeitsmarkt schaffen. Es kam anders: Feste Arbeitsplätze wurden immer weniger, dafür wuchs die Zahl der Mini-Jobber. Fast sieben Millionen sind es schon. Deutschland entwickelte sich zum Niedriglohnland.

Frank Wynands, Bundesvorstand der IG BAU schildert im Beitrag, wie Arbeitnehmer systematisch unter Druck gesetzt werden: „Da wird mit Mitteln gearbeitet wie im finstersten Mittelalter. Was da passiert, ist
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von Thomas am 09.11.2010, 09:29 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Sie sind sicherlich gespannt was jetzt kommt. Ich garantiere Ihnen, dass Sie mit der Antwort nicht gerechnet haben: Die Rede ist vom Nikolaus bzw. Weihnachtsmann.
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von Peter am 28.10.2010, 12:02 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Leiharbeit

Die Regierung jubelt: Das erste Mal seit soundsoviel Jahren sei die Arbeitslosenzahl unter drei Millionen gesunken. Gut gemacht möchte man da sagen, ein Gruß geht an die dortige Public Relation-Abteilung, die macht ihren Job prima. So posaunt Kult-Mutti Ursula von der Leyen, amtierende Arbeitsministerin, die Nachricht öffentlichkeitswirksam zum einjährigen Koalitionsgeburtstag entgegen jahrzehntelangen Abmachungen, dass nämlich eigentlich die Bundesagentur für Arbeit  ihre Zahlen selbst verkündet, in die Medienlandschaft, um sofort von einigen der wichtigsten Meinungsmachern im Lande beklatscht zu werden („beste Nachricht seit Jahren„).

Wo aber sind sie hin, die Arbeitslosen? Alle in Lohn und Brot? Schön wär’s! Bereits im März 2008 haben wir im Betriebsrat Blog beschrieben, wie unglaublich dreist bei der
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Hurra, der Aufschwung ist da! Überall kriegt man das gerade um die Ohren gehauen, so dass einem schon ganz schwindlig wird. Die deutsche Wirtschaft boomt und brummt also wie verrückt und die Medien überschlagen sich vor Begeisterung. Aber nicht alles ist so toll: Mal abgesehen davon, dass es bei etwas zurückhaltender Betrachtung gar nicht so wunderlich erscheint, dass die wirtschaftliche Leistung jetzt gerade stärker als üblich steigt, schließlich ist sie wegen der globalen Wirtschaftskrise vorher auch stärker als sonst gesunken („Jo-Jo“-Effekt„).  Und scheinbar kommt dieser „XL-Aufschwung„, wenn überhaupt, vor allem bei älteren Arbeitnehmern an. An jüngeren gehe er glatt vorbei, so die IG Metall. Dies sei das Ergebnis einer Studie von TNS Infratest, die von der Gewerkschaft in Auftrag gegeben wurde. Das Institut sollte erforschen, welche Entwicklungen die berufliche Situation jüngerer Menschen aktuell bestimmen. Die Umfrage fand vor wenigen Wochen im September statt. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd: Je jünger, desto
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Bahnbrechende Erkenntnisse liefert dieser Tage das IZA Institut zur Zukunft der Arbeit, ein privates Wirtschaftsforschungsinstitut, das von der Deutschen Post AG finanziert wird. Forscher untersuchten, ob der Freundeskreises eines Arbeitslosen Einfluss auf den Erfolg bei seiner Jobsuche hat. Grundlage waren Daten einer Haushaltsbefragung in Großbritannien, bei der 3.000 Erwerbslose interviewt wurden. Das Ergebnis: Grundsätzlich habe jeder Fünfte, also 20%, innerhalb eines Jahres wieder einen neuen Job gefunden. Wenn jedoch die drei besten Freunde eines Arbeitslosen ebenfalls arbeitslos waren, lag die Erfolgsquote nur noch bei 10%. Und jetzt kommt’s: Verfügten die drei besten Freunde über einen Job, stieg die persönliche Erfolgsquote auf fast 30%!

Das Institut berechnet, dass sich die „Jobfindungsrate“ eines Arbeitslosen mit jedem zusätzlichen erwerbstätigen Freund um 3,7 Prozent verbessern würde! Wie aber kann man so etwas Haarsträubendes begründen? Ganz einfach, etwa so: Arbeitslose, deren beste Kumpel
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von Ines am 13.10.2010, 13:18 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Nach dem Fernsehfilm über Betriebsräte zwischen Schmiergeldaffären und Ideologie („Im Dschungel“) verarbeitet die ARD auch diese Woche wieder ein brandaktuelles Thema. Stichwort: Prekärer Arbeitsmarkt. Der hochmotivierte Protagonist Ben Kremer wird von Praktikum zu Praktikum weitergereicht, stets angestachelt mit der Aussicht auf eine attraktive Festanstellung. „Machen Sie erst einmal ein Praktikum, dann schauen wir weiter.“ Letztendlich wird der qualifizierte BWLer aber nur als billige Arbeitskraft ausgenutzt.

Was in dem Film „Ein Praktikant fürs Leben“ auf unterhaltsame Weise erzählt wird, ist leider heutzutage kein Einzelfall. Laut Münchner Merkur
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von Ines am 12.10.2010, 13:38 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Für entscheidende Beiträge zum Verständnis des Arbeitsmarktes ging der Wirtschaftnobelpreis in diesem Jahr an die beiden US-Amerikaner Peter A. Diamond und Dale T. Mortensen sowie der Brite Christopher A. Pissarides. Darüber berichtet unter anderem die FAZ.

Durch ihre Arbeit haben die drei Forscher laut Zeitungsberichten wesentlich zum Verständnis bezüglich der Entstehung und Entwicklung von Arbeitslosigkeit beigetragen. Durch die von ihnen entwickelten Modelle lässt sich beispielsweise erklären, warum es trotz hoher Arbeitslosigkeit häufig eine große Zahl offener Stellen gibt. Zudem liefern sie Antwort auf die Frage, warum Arbeitslosigkeit sich oft hält, obwohl wirtschaftlicher Aufschwung eingesetzt hat. Kurz: Warum Angebot und Nachfrage nicht immer zueinander finden. Übrigens sollen die Ergebnisse dieser „Suchtheorien“ auch auf andere Märkte anwendbar sein. Hierzu gehört unter anderen der Immobilienmarkt. (Hoffnung der Autorin: Auch der Heiratsmarkt???)

Die diesjährigen Preisträger teilen sich ein Preisgeld von umgerechnet rund einer Million Euro.

Ines

von Peter am 08.10.2010, 13:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Höchste Flexibilität – das ist es, was den Premium-Arbeitnehmer heutzutage angeblich besonders auszeichnet. Im Klartext: Häufiger Wechsel des Arbeitgebers als A und O. Heute hier, morgen dort. Das muss so sein, weil es der moderne Arbeitsmarkt erfordert. Dazu passen jedoch diese neuen Zahlen des IAB-Institutes überhaupt nicht: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Arbeitsagentur für Arbeit vermeldet, dass die durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit von Arbeitnehmern in Deutschland bei 10,8 Jahren liegt. In anderen europäischen Ländern sei dies ähnlich. Ein allgemeiner langfristiger Abwärtstrend ist nicht erkennbar. Auch von einem „Turbo-Arbeitsmarkt“ kann laut IAB keine Rede sein. Alles in Butter also? Bilden wir es uns vielleicht nur ein, dass es
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von Thomas am 01.10.2010, 09:36 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Gesundheitsschutz, Lohn und Gehalt, Tarifrecht, Wirtschaftskrise

Das Ende der Wirtschaftskrise macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar – sogar deutlicher und schneller als erwartet. So ist die Zahl der Arbeitslosen auf knapp über drei Millionen Menschen gesunken, was einer Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent entspricht.

Dies erfreut natürlich auch den Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise. Sein Kommentar
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