von Peter am 14.12.2010, 13:36 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf, ifb intern, Seminare

Wie bitte? Wer soll funktionieren? Na, die Rede ist vom Mann! Weiß jemand, wie der Mann funktioniert. Interessante Fragestellung, nur: Männeranalyse war definitiv nicht das Thema beim diesjährigen „Tag der Betriebsrätin„! Das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten veranstaltete diese Fachtagung nun schon zum sechsten Mal. Vom 1. bis 3. Dezember 2010 trafen sich in Dresden 135 Betriebsrätinnen, neun Referentinnen, sieben ifb’lerinnen und zwei Quotenmänner (also einer pro angefangene Hundert Frauen). Interessant: Das Thema der Fachtagung müsste eigentlich „Treue“ lauten, denn es ist schon erstaunlich, wie viele Kolleginnen aus dem diesjährigen Besucherkreis dieser Veranstaltungsreihe seit vielen Jahren die Treue halten.

ifb-Planerin Alexandra Lange antwortet auf die Frage, was denn das Besondere am „Tag der Betriebsrätin“ sei: „Ganz klar: Das Besondere ist die  familiäre Atmosphäre. Wo gibt’s denn sowas heute noch im Seminarbetrieb? Viele unserer Besucherinnen sind von Anfang an dabei, so dass es bei der Begrüßung ein überwältigendes Hallo gibt. Toll ist auch, dass neu dazugestoßene Teilnehmerinnen wie selbstverständlich integriert werden.“ Kollegin Caroline Voigt, ebenfalls aus der ifb-Planung, ergänzt:
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von Thomas am 13.08.2010, 09:40 Uhr , Kategorie: Allgemein, Familienfreundl. Betrieb, Frauen im Beruf

Kinderkriegen ist für Frauen in Deutschland leider noch immer ein großer Karrierekiller. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von Bertelsmann/Emnid, die diese Woche veröffentlicht wurde.

Danach hat jede zweite Frau wegen der Familie mindestens einmal ihre Karrierewünsche aufgeben oder ändern müssen. Das Meinungsbild der Deutschen zu diesem Thema deckt sich übrigens mit der Realität: Denn von den Befragten sind 90 Prozent der Meinung, dass vor allem Frauen durch die Familie im Beruf benachteiligt sind. Hinzu kommt noch, dass mehr als zwei Drittel glauben, dass
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von Ines am 03.08.2010, 10:09 Uhr , Kategorie: Betriebsratswahl, Frauen im Beruf

Wir lesen es in jeder dritten Meldung: Chancengleichheit wird in deutschen Betrieben immer noch ziemlich klein geschrieben. Der Anteil der Betriebe, die Vereinbarungen zur Verbesserung der Chancengleichheit von Männern und Frauen aufweisen, hat sich seit Beginn des Jahrzehnts kaum verändert – Tendenz auch in Zukunft wahrscheinlich eher gleich bleibend. Frauen verdienen noch immer verhältnismäßig weniger als Männer, selbst in gleichen Positionen.´

Auch im Betriebsrat zu sein war früher Männersache. Da saßen nur echte Kerle im Blaumann. Doch erfreulicherweise hat sich das in den letzten Amtsperioden erheblich gewandelt – Tendenz steigend!
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Kollege Thomas Marx erwähnte es in seinem Beitrag „Mehr Frauen sollen an die Macht“ bereits: Frauenförderung funktioniert hierzulande zwar zum Teil, aber immer noch viel zu wenig. Auch auf den geringeren Durchschnittsverdienst von Frauen bei gleicher Arbeit wird in diesem Zusammenhang verwiesen. Hier wurde Deutschland kürzlich von der Europäischen Union gerügt. Ob die zugrundeliegenden Annahmen für solche Vergleiche (Beispiel: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit) nun immer stimmig sind, soll hier dahingestellt bleiben. Jedenfalls gibt es einen weiteren wichtigen Aspekt, auf den der Caritas-Fachverband „In Via“ nun hingeweisen hat: „70 Prozent aller Erwerbstätigen, die zu einem Niedriglohn arbeiten,
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von Thomas am 22.03.2010, 16:07 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf, Gleichberechtigung, Lohn und Gehalt

Die Frauenquote ist schon lange in der politischen Diskussion. Vieles hat sich durch sie in unserer Gesellschaft verändert: Wir haben eine Bundeskanzlerin, eine Frau war Vorsitzende der EKD und in Thüringen regiert seit mehreren Monaten eine Ministerpräsidentin. Selbst bei den Betriebsratswahlen wird das Minderheitengeschlecht gesetzlich geschützt ( § 15 Abs. 2 BetrVG) – wovon in einigen Betrieben sogar auch Männer profitieren. Als erstes Dax-30-Unternehmen hat nun die Deutsche Telekom für die Führungsebene eine Frauenquote eingeführt: Bis 2015 sollen weltweit 30 Prozent der Telekom-Führungspositionen in Frauenhand sein.

Es gibt sie also: Die Frauen in Führungspositionen. Aber im Verhältnis gesehen sind es immer noch viel zu wenig. Was aber fast noch schlimmer ist: Frauen verdienen für die gleiche Arbeit im Schnitt
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Am vergangenen Wochenende war in der Süddeutschen Zeitung das erste Interview mit der neuen Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Ursula von der Leyen (CDU), zu lesen.

Das Gespräch drehte sich im Kern um die Themen Renten, Altersarmut und Mindestlöhne. Große Überraschungen waren allerdings nicht zu lesen.

Bei den Renten ist nach den Auskünften der Ministerin im nächsten Jahr höchstwahrscheinlich mit
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Die Bundesagentur für Arbeit hat gemeinsam mit dem IAB-Institut im Jahr 2008 an die 16.000 Betriebe befragt, ob und welche Maßnahmen und Vereinbarungen für Frauen- und Familienförderung bei ihnen getroffen worden seien. Stichwort: Familienfreundlicher Betrieb! Das ernüchternde Ergebnis: In 87 Prozent aller Unternehmen gibt es NICHTS dergleichen!

Somit bleibt der „familienfreundliche Betrieb“ ein oft beschworener Mythos, den sich viele zwar gerne auf die Fahne schreiben, wo aber im Endeffekt
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„Während des Urlaubs darf der Arbeitnehmer keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten“ – so heißt es wortwörtlich in § 8 des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG).

Laut neuester Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln (LAG Köln vom 21.09.2009 – 2 Sa 674/09) muss dies aber dahingehend ausgelegt werden, dass das Arbeitsverbot für Aushilfstätigkeiten im Geschäft des Ehemannes nicht gilt.
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In den Medien ist heute wieder zu lesen, dass Frauen deutlich weniger Geld verdienen als Männer. Schon Anfang des letzten Monats hat unser Blog über diese Lohnungerechtigkeit berichtet. Spiegel-Online meldet, dass die Lohn-Kluft zwischen Mann und Frau schon beim Berufseinstieg beginnt: Arbeitnehmerinnen verdienen schon bei Arbeitsbeginn fast 20 Prozent weniger als männliche Berufseinsteiger.

Eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) hat untersucht, warum es zu diesen eklatanten Unterschieden im Gehaltsgefüge kommt. Dabei ist an´s Licht gekommen, dass sich der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen mit steigenden Berufsjahren sogar noch vergrößert. Zudem ist die Lohn-Kluft in den alten Bundesländern höher als in den Neuen. Das Ungleichgewicht der Einkommen ist laut der Studie die Folge tief verwurzelter gesellschaftlicher Entwicklungen, die über Jahrzehnte hinweg ein Wertesystem geformt haben, das Frauen von Grund auf benachteiligt.

Gerüchten zufolge soll wenigstens die Kanzlerin das gleiche Gehaltsniveau haben wie ihre männlichen Vorgänger. Bleibt zu hoffen, dass sich dies auch in der Gesellschaft durchsetzt!

Thomas

Das Bundesarbeitsministerium hat gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern den Diskussionsentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Entgeltgleichheit von Männern und Frauen vorgestellt (EntgGlG). Danach sollen Frauen in bestimmten Fällen ein Auskunftsrecht gegenüber dem Arbeitgeber über die Löhne von männlichen Beschäftigten im Betrieb erhalten. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, SPD: „Wir müssen jetzt handeln, um die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen. Freiwillige Vereinbarungen reichen dazu nicht aus.“

Der Diskussionsentwurf behandelt auch die Frage, wie ein solches Verfahren eingeleitet werden kann. Dazu ist vorgesehen, dass unter anderem auf Antrag des Betriebsrats vom Arbeitgeber eine statistische Entgeltanalyse im Betrieb durchgeführt werden muss.

Peter

Diskussionsentwurf des EntgGlG zum Download als pdf-Datei

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