In knapp vier Wochen ist es wieder soweit: Die A+A Messe für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit öffnet vom 05. bis 08. November 2013 auf der Messe Düsseldorf ihre Tore.

Laut eigener Pressemitteilung ist die A+A mit rund 1.600 Ausstellern aus vielen Ländern der Welt international die wichtigste Fachmesse mit Kongress für sicheres und gesundes Arbeiten. Sie ist damit der ideale Ort, um sich praxisnah zu informieren und Konzepte und Lösungen im Hinblick auf sichere und menschengerechte Gestaltung der Arbeit kennen zu lernen und zu erleben. Im Vordergrund stehen „Klassiker“ wie der persönlicher Schutz, die betriebliche Sicherheit und die Gesundheit bei der Arbeit. Aber auch die ergonomische Arbeitsgestaltung wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Zahl der psychischen Erkrankungen ein großes Thema sein.

Tipp: Diese Veranstaltung ist für Betriebsräte hochinteressant, in den letzten Jahren fanden sich deswegen auch sehr viele betriebliche Interessenvertreter im Fachpublikum. Im Rahmen der diesjährigen Messe wurde, wie schon vor zwei Jahren, ein „Tag der Betriebs- und Personalräte“ eingerichtet, der speziell am 07.11.2013 Raum für ein umfassendes Informations- und Diskussionsangebot bietet! Treffpunkt ist das Congresscenter im 1. Obergeschoss.

Übrigens: Das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten ist auch dieses Jahr mit einem eigenen Stand vertreten (Halle 10, Stand A67). Besuchen Sie uns in Düsseldorf. Unser Messeteam ist vor Ort und freut sich auf viele interessante Gespräche. Also: Unbedingt vorbeischauen!

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Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung müssen mehr als eine Million Beschäftigte in Behandlung, um wieder fit für den Beruf zu werden. Das sind 25 % mehr als 2005. So berichtet die Süddeutsche Zeitung. Grund für den ansteigenden Reha-Bedarf sind nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung die geburtenstarken Jahrgänge, die verstärkt in ein Alter kommen, in dem sie krank werden oder ihren Beruf nicht mehr mit voller Leistungskraft ausüben können. Dabei liegt die Zahl aller Reha-Anträge deutlich höher, nämlich bei knapp 2,1 Millionen. Ein Teil der Anträge wird allerdings abgelehnt.

Anlass für die Behandlung in der Reha sind nach wie vor gesundheitliche Beschwerden an Skelett, Muskeln oder Bindegewebe. Laut Statistik ist der Anteil dieser Erkrankungen leicht rückläufig, während die Ärzte psychische Störungen stärker als früher diagnostizieren. Beispielsweise war bei Männern eine Reha-Behandlung in 18 % aller Fälle wegen psychischer Krankheiten nötig. 2005 lag der Anteil noch bei 15,6 %. Bei den Frauen gibt es eine ähnlich starke Zunahme. Eine medizinische Reha dauert im Durchschnitt 29 Tage und kostet 3600 Euro. Aber es scheint sich zu lohnen. Denn: 85 % der Arbeitnehmer, die medizinischen Hilfen in Anspruch genommen haben, sind auch zwei Jahre nach Erhalt der Leistungen im Berufsleben und zahlen Sozialbeiträge, so die Studie.

Neben der medizinischen Reha gibt es auch noch die berufliche Rehabilitation. Im Rahmen dieser ist eine Umschulung für einen anderen Beruf denkbar oder ein Arbeitsplatz wird so umgebaut, dass der Betroffene weiterhin arbeiten kann. Davon profitierten laut Bericht 2012 etwa 270.000 Versicherte.

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Die Chancen stehen sehr gut. Denn: Die Bundesregierung hat in einem Gesetzentwurf unter anderem auch Änderungen im Arbeitsschutzgesetz vorgesehen. Danach sind auch psychische Belastungen bei einer Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen, welche der Arbeitgeber durchführen muss, um die ggf. erforderlichen Schutzmaßnahmen zu ermitteln. Das berichtet Patrick Esser vom Institut für Deutsches und Europäisches Arbeits- und Sozialrecht Köln auf dem Online Portal „Der Arbeits-Rechts-Berater“.

Der Gesetzentwurf, sieht insbesondere folgende Neuerungen im Arbeitsschutzgesetz vor:

–   In § 4 Nr. 1 ArbSchG wird die Gesundheitsgefährdung klarstellend als „physische und psychische“ definiert.

–   In § 5 Abs. 3 ArbSchG wird die Aufzählung der Gefährdungsfaktoren, die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind, um „psychische Belastungen bei der Arbeit“ erweitert.

Der Gesetzentwurf wurde am 21.02.2013 in erster Lesung im Bundestag beraten und an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

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Letzte Woche berichteten wir über das Phänomen „Präsentismus“ und dem Ergebnis einer Studie, dass jeder Zweite krank in die Arbeit geht. Gründe sind Leistungs-, Termin- und Zeitdruck, Pflichtgefühl und Angst vor Jobverlust. Mindestens ebenso überraschend ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis einer weiteren Forschungsarbeit, über die unter anderen Spiegel Online berichtet. Das Unternehmen Lab & Company befragte gemeinsam mit der Coburger Hochschule 381 Führungskräfte, wie sie auf kranke Mitarbeiter reagieren. Das Ergebnis: Jeder dritte Vorgesetzte erwartet sogar, dass die Mitarbeiter sich krank in die Arbeit schleppen und würde seine Leute auch bei einer ernsten Erkrankung nicht nach Hause schicken. Ein Viertel der befragten Führungskräfte würde versuchen, eine Heimarbeitsmöglichkeit für die Erkrankten zu organisieren.

Ziemlich skandalös, oder? Aber vielleicht auch nur auf den ersten Blick. Etwas weniger haarsträubend wirkt das Ergebnis gemäß Spiegel Online nämlich bei einem genaueren Blick auf die Fragestellung. Denn bei der Befragung ging es wohl um „sehr dringende Projekte“ und „wichtige Mitarbeiter“. Schade. Die „Normalos“ wären auch interessant gewesen.

Und wen wundert Folgendes?? Laut Pressebericht leben die Chefs diese Einstellung in der Regel vor. Lediglich 9,4 % von ihnen gaben an, zuhause zu bleiben und sich auszukurieren, wenn sie sich eine mittelschwere Erkältung eingefangen hätten. Über die Hälfte würde trotzdem zur Arbeit gehen, 28,9 % von zuhause arbeiten.

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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) sowie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) sind in einer Studie der Frage nachgegangen, wie viele Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit (Präsentismus) gehen. Befragt wurden 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland. Darüber berichtet unter anderem das Internetportal arbeitssicherheit.de.

Ergeben hat die Studie laut Pressebericht Folgendes: Jeder zweite Arbeitnehmer geht trotz Krankheit zur Arbeit. Innerhalb der letzten 12 Monate sind die Beschäftigen im Durchschnitt an 11,5 Tagen ihrer Arbeit weiter nachgegangen, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen waren. An 17,4 Tagen dagegen sind sie zuhause geblieben. Dieses Verhalten kommt am häufigsten in Berufen der Bau- und Landwirtschaft sowie in Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsberufen vor. Als Begründung wurde besonders häufig angegeben, dass die Befragten sich wegen Leistungs-, Termin- und Zeitdruck auch in schlechter Verfassung zur Arbeit schleppen und sich nicht krankschreiben lassen wollen. Das Pflichtgefühl spielt eine große Rolle, vor allem dann, wenn keine Vertretung vorhanden ist oder psychischer Druck dahinter steckt. Viele Beschäftigte glauben, wer lange oder häufig krank ist, verliert seinen Job.

Folgen des Präsentismus sieht die BAuA vor allem in nachlassender Leistungsfähigkeit und abnehmender Produktivität. Sie warnt vor Langzeitfolgen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Kosten von Präsentismus mindestens so hoch seien wie die Kosten von krankheitsbedingtem Fehlen.

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Seit 18 Jahren arbeitet Klaus Karmacher (Name geändert) in der Produktion eines westdeutschen Automobilzulieferers. Das Bedienen von Maschinen, der Umgang mit schwerem Gerät war seine tägliche Routineaufgabe. Körperlich sehr anstrengende Arbeit! Fast schon ein Wunder, dass es so lange dauerte, bis im Jahr 2008 sein Rücken massive Beschwerden machte. Der nachfolgende Bandscheibenvorfall führte zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit. Es brauchte ein halbes Jahr, bis Karmacher soweit schmerzfrei war, dass er wieder arbeiten konnte. In diesen Monaten machte er sich mehr und mehr Sorgen. Nicht nur um seinen kranken Rücken, auch darum, wie wohl die Rückkehr in den Betrieb sein würde. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er weiter so arbeiten würde wie bisher. Nur: wie sonst? Auch vor Kündigung hatte er Angst. Bis er eines Tages einen  Brief seines Arbeitgebers erhielt, in dem ihm dieser anbot, ein „BEM„, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen. Das hörte sich nicht schlecht an, aber gehört hatte er von „BEM“ so gut wie noch nie etwas. Zumindest wusste er überhaupt nicht, was da auf ihn zukommen würde.

Im Jahr 2004 führte der Gesetzgeber über das Sozialgesetzbuch SGB IX das Betriebliche Eingliederungsmanagement ein. Es soll dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit dienen und zugleich den Folgen des demografischen Wandels wirksam begegnen. Wichtig zu wissen:
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Spinnenphobie, Höhenangst, Klaustrophobie – alles Ängste, von denen man schon einmal gehört hat. Aber gibt es wirklich auch eine Arbeitsplatzphobie? Leider ja. Prävention aktuell hat darüber mit dem Rehabilitationsforscher und Psychotherapeuten Professor Michael Linden gesprochen und Folgendes herausgefunden:

Eine Arbeitsplatzphobie ist die schwerste Ausprägung von verschiedenen arbeitsplatzbezogenen Ängsten und führt in vielen Fällen zu einer lang andauernden Arbeitsunfähigkeit bis hin zur kompletten Erwerbsunfähigkeit. Der Arbeitsplatz als Ort, sowie bestimmte Situationen, Gegenstände oder Personen, die mit dem Arbeitsplatz oder dem Arbeitsleben in Verbindung stehen, lösen bei Annäherung oder schon beim Gedanken an eine derartige Situation beim Mitarbeiter panikartige Ängste aus. Der tägliche Gang in die Arbeit wird zur Qual – bis es dann zur vielleicht sogar dauerhaften Krankschreibung kommt.

Professor Michael Linden sieht das kritisch: „Eine Krankschreibung erscheint zunächst einmal gerechtfertigt, da eine Annäherung an den Arbeitsplatz ja die Symptomatik verschlimmert (…). Die Krankschreibung – also die Vermeidung des Arbeitsplatzes – führt aber leider zu einer Angstverstärkung bei den Betroffenen.“ Er empfiehlt, sich besser aktiv der Angst zu stellen und der Versuchung, sich hinter der Vermeidungshaltung zu verstecken, nicht nachzugeben. „Vermeidung hat etwas Verführerisches, macht aber alles nur schlimmer.“ Laut Linden folgt die Behandlung denselben Regeln wie die Behandlung jeder anderen Angsterkrankung. Wenn möglich, macht er mit den Patienten gezielte Belastungserprobungen am eigenen Arbeitsplatz. Hier liegt es am Therapeuten, auch noch andere kreative Alternativen zu finden. Denn: An den Arbeitsplatz „kommt man nicht immer  so leicht ran wie an ein Kaufhaus oder eine U-Bahn“.

Auch wenn die Forschung über Arbeitsplatzängste noch ganz am Anfang steht, gibt es also bereits Lösungsansätze –  und damit Hoffnung für die Betroffenen. Professor Michael Linden fordert dennoch, dass in diesem Bereich künftig noch sehr viel getan mehr werden muss.

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Würden Sie sich auch manchmal wünschen, nach dem Urlaub kein überquellendes E-Mail-Postfach vorzufinden? Für Daimler-Mitarbeiter geht dieser Wunsch bald in Erfüllung: Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, kann ab 2013 jeder Mitarbeiter bis hin zum Manager die während seiner Abwesenheit eingehenden E-Mails automatisch löschen lassen. Gleichzeitig weist eine Abwesenheitsnotiz den Absender der E-Mail auf den zuständigen Vertreter hin, so dass jedes Anliegen dennoch bearbeitet werden kann. „Diese neue Spielregel zur E-Mail-Abwesenheit ist eine ganz wesentliche Maßnahme, damit unsere Belegschaft in Ruhephasen noch besser abschalten kann“, so Wilfried Porth, Personalvorstand von Daimler.

Der Autobauer hatte zuvor in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg 6000 Daimler-Beschäftigte zur Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben befragt, darunter auch Führungskräfte. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erich Klemm erklärte, es gehe nun vor allem darum, dass Mitarbeiter die Möglichkeiten „mit aktiver Unterstützung wahrnehmen können“.
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Fast ein Fünftel der Arbeitnehmer in Deutschland wird unterhalb der vorhandenen Qualifikation beschäftigt. Das ist das Resultat einer von der IG Metall Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen Studie der Universität Hohenheim. 17,6 % der Arbeitnehmer mit einem berufsqualifizierenden Bildungsabschluss (Facharbeiter) sind als unterwertig beschäftigt beziehungsweise überqualifiziert einzustufen. Bei den Akademikern liegt die Quote mit 18,9 % noch höher. Der Anteil der unterwertig Erwerbstätigen hat sich im Ergebnis seit den 1980er Jahren deutlich erhöht.

Beispielsweise gibt es den Ingenieur, der nicht entwickelt, sondern durch Routineaufgaben in Verwaltung oder Fertigung gebunden ist. Oder den Facharbeiter, dessen eigentliche Qualifikation an Wert verliert, da er an keiner Weiterbildung teilnehmen darf. Gründe für das hohe Ausmaß der Beschäftigung unterhalb des Niveaus der individuellen Qualifikation sowie die ungleiche Betroffenheit gibt es verschiedene, so die Studie. Relevant sind danach
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von Ines am 03.08.2012, 08:51 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Eigentlich soll man sich im Urlaub von der Arbeit erholen, die Batterien aufladen, abschalten. Wie gesagt…….eigentlich!! Denn genau das gelingt vielen Arbeitnehmern nicht.

Eine Studie von Regus mit mehr als 16.000 Teilnehmern in 80 Ländern hat ergeben, dass 48 % der Befragten auch im Urlaub bis zu drei Stunden täglich arbeiten. Vor allem neue Kommunikationsmöglichkeiten wie das mobile Internet und Smartphones seien Treiber dieser Entwicklung. Denn: “Die Entwicklung der technischen Geräte bringt die Möglichkeit mit sich, immer mit dem Arbeitsumfeld verbunden zu sein – damit erliegt man leicht der Versuchung, laufend die e-Mails zu checken und Dinge zu erledigen, die sich daraus ergeben. Smartphones, Netbooks und Internetverbindung an fast jedem Ort der Welt machen es schwer, richtig abzuschalten. Aber um gesund zu bleiben, ist es wichtig, auch Erholung, Familie und Freunden die nötige Zeit zu widmen.“ So Alisa Kapic, Country Manager Austria bei Regus.
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