von Peter am 03.12.2013, 11:32 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Wie jedes Jahr gibt es auch heuer wieder zum Jahreswechsel einige nicht ganz unbedeutende Änderungen und Neuerungen im Steuerrecht für Arbeitnehmer. So steigt zum Beispiel der steuerfreie Grundfreibetrag um 224 Euro auf 8.354 Euro, was sich bei einem Steuersatz von 20 Prozent mit 45 Euro pro Jahr jedoch nicht großartig bemerkbar machen wird, so zumindest die Einschätzung des Vorstands der Lohnsteuerhilfe Bayern: „Eine wirkliche Entlastung sieht anders aus.“

Hier ändert sich überall etwas:

Aufwendungen für die Altersvorsorge können etwas höher angesetzt werden

Leiharbeiter können für ihre Anfahrt zum jeweiligen Betrieb des Entleihers nur noch die übliche Entfernungspauschale geltend machen. Außerdem hat der Gesetzgeber den Arbeitsort unter dem Begriff „erste Tätigkeitsstätte“ neu definiert. Arbeitnehmer, die an mehreren festen Arbeitsstätten tätig werden, sollten deswegen die neue Rechtslage gemeinsam mit dem Arbeitgeber besprechen. Sofern die „erste Tätigkeitsstätte“ sinnvoll durchdacht und bestimmt wird, könnten sich die abziehbaren Werbungskosten durchaus erhöhen.

Einige Veränderungen gibt es beim Werbungskostenabzug bei Reisekosten und doppelter Haushaltsführung:
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Haben Sie sich bei der Arbeit schon einmal so sehr über eine Anweisung geärgert, dass Sie mit voller Wucht auf etwas eingeschlagen und sich die Hand gebrochen haben? Darf so etwas passieren? Natürlich nicht! So lange es nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich geschieht, gibt es jedoch zumindest Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. So entschieden jetzt sowohl das Arbeitsgericht Offenbach als auch das Hessische Landesarbeitsgericht.

Ein in einem Baumarkt als Warenauffüller Beschäftigter wollte sich vor Regen schützen und montierte Anfang August 2012 an seinen Gabelstapler provisorisch eine Plexiglasscheibe. Hiermit war der Sicherheitsbeauftragte des Betriebs nicht einverstanden und wies ihn an, diese wieder zu entfernen. Lustig fand der regenscheue Tüftler das nicht. Vielmehr geriet er derartig in Rage, dass er dreimal mit seiner Faust auf ein in Reichweite stehendes Verkaufsschild schlug, das auf einer Holzstrebe montiert war. Wer das Märchen kennt, denkt vielleicht auch gerade an ein tobendes Rumpelstilzchen, dessen Name soeben erraten wurde.

Ergebnis des Wutausbruchs: Die Hand war gebrochen, der Arbeitnehmer sechs Wochen krankgeschrieben.

Hierüber war wiederum der Arbeitgeber nicht erfreut und weigerte sich, Entgeltfortzahlung zu leisten. Gem. § 3 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz ist Voraussetzung für Fortzahlung des Lohns im Krankheitsfall, dass den Arbeitnehmer kein Verschulden trifft. Der Arbeitnehmer habe sich jedoch vorsätzlich selbst verletzt. Spätestens nach dem ersten Schlag hätte er feststellen müssen, dass das Schild auf eine Holzstrebe montiert war. Dennoch habe er voller Wut weiter auf das Verkaufsschild eingeschlagen.

Der temperamentvolle Arbeitnehmer erhob daraufhin Entgeltfortzahlungsklage und ging damit erfolgreich durch zwei Instanzen.

Begründung: Ein Verschulden im Sinne des § 3 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz verneinten die Richter. Im Entgeltfortzahlungsrecht liegt ein Verschulden nur bei grob fahrlässigem oder vorsätzlichen Verhalten gegen sich selbst vor. Dieses hat hier nach Auffassung der Richter nicht vorgelegen. Zwar hätte der Arbeitnehmer bei verständiger Betrachtung mit einer Verletzung rechnen müssen. Gegen eine bewusste Selbstverletzung spricht aber der heftige Wut- und Erregungszustand, in dem der Kläger sein Handeln offenbar nicht mehr steuern konnte. Mittlere oder leichte Fahrlässigkeit reicht hier, anders als im Zivilrecht, nicht aus.

Zwar hat der Arbeitnehmer hier Rumpelstilzchen-Manieren an den Tag gelegt – in diesem Fall jedoch erstaunlicherweise ohne negative Konsequenzen

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von Peter am 11.11.2013, 18:35 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt, Rechtsprechung

Stellen Sie sich vor, die Weihnachtsfeier Ihres Betriebes ist fast immer so sterbenslangweilig, dass Sie jedes Jahr erneut Kämpfe mit sich austragen, ob Sie hingehen oder nicht. Nun: Es geht auf Mitte November zu, somit ist die Frage an sich nicht nur theoretisch interessant, sondern wird in wenigen Wochen bereits akute Brisanz erlangen, seien Sie sich sicher.

Stellen Sie sich weiter vor, Sie haben sich erneut zum Besuch durchgerungen, rechnen wie immer mit dem Schlimmsten und dann steht am Abend auf der Feier plötzlich Ihr Chef vor Ihnen und drückt Ihnen mit diesem gewissen Gesichtsausdruck ein nagelneues ipad mini im Wert von etwa 400 Euro in die Hand. „Als Geschenk“ sagt er und aus Dank dafür, dass Sie sich das heute Abend antun. Und auf einmal ist alles schön, der Abend leicht und beschwingt.

Wir wollen nun nicht Grundsatzfragen der Konsumbesessenheit und Sinn und Unsinn von Apple-Produkten erörtern. Unsere Aufmerksamkeit gilt vielmehr denen, die nicht zur Feier gingen und am nächsten Morgen verblüfft von der vorabendlichen Bescherung der tapferen weil anwesenden Kollegen erfuhren.
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„§ 3 Gehalt – Die Arbeitnehmerin erhält für ihre Tätigkeit im Verkauf nur dann eine Vergütung, wenn sie über den Monat gesehen einen durchschnittlichen täglichen Mindestumsatz in Höhe von 1.000 Euro erreicht.“ – Arbeitsverträge, die eine solche fast schon absurd anmutende  Klausel enthalten, sind natürlich rechtswidrig! Dennoch kommen sie so oder ähnlich lautend in der Praxis immer wieder und, so scheint es, auch immer häufiger vor. Ein anderer Fall: Überstunden sind laut Vertrag freiwillig und werden, selbstverständlich, nicht vergütet. Ist das der neue Standard? Oder dies hier: Mit dem Arbeitnehmer wird eine Lohnhöhe „vereinbart“, die so unglaublich niedrig ist, dass sie jegliche Grenzen der Sittenwidrigkeit sprengt.
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Entspannung in der westdeutschen Textilindustrie: 13 Stunden lang wurde nach Angaben der IG Metall zuletzt verhandelt und nachdem es für kurze Zeit sogar nach Warnstreik aussah, einigten sich Arbeitgeberverband und Gewerkschaft spät in der Nacht. Das Ergebnis: Anstatt der ursprünglich geforderten fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt, erhalten die rund 120.000 Beschäftigten im Mai 2013 drei Prozent und viel später im Juni 2014 nochmal zwei Prozent mehr Entgelt. Für Januar bis April 2013 gibt es für alle je 60 Euro Einmalzahlung pro Monat. Für Azubis erhöht sich die monatliche Vergütung pauschal um 50 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate.

Rund 150 Mitglieder der IG Metall kamen zur dritten Verhandlungsrunde nach Bocholt, um die Gewerkschaft bei den Verhandlungen energisch zu unterstützen. Die Friedenspflicht war erst wenige Tage vorher, am 31.10.2012 ausgelaufen. Die Einigung beinhaltet auch folgendes Szenario:
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von Ines am 20.06.2012, 11:17 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Erst kürzlich hat der Bundestag  Gesetze zur Neuregelung der Organspende beschlossen. Das dazu gehörende neue Transplantationsgesetz hat Auswirkungen auf das Arbeitsrecht.  Denn: Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit findet künftig das Entgeltfortzahlungsgesetz auch für Lebendorganspender Anwendung.  Das heißt, dass in Zukunft eine Arbeitsverhinderung auch infolge einer Organspende eine unverschuldete Arbeitsunfähigkeit darstellt, so dass Anspruch auf Entgeltfortzahlung für sechs Wochen besteht. Bisher mussten die betroffenen Arbeitnehmer andere Lösungen finden, beispielsweise Urlaub nehmen.

Doch keine Sorge, liebe Arbeitgeber, ihr habt hier nicht die „A-Karte“ gezogen: Denn
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Es kommt nicht oft vor, aber manchmal schäme ich mich für meinen eigenen Berufsstand. Ausgerechnet eine Anwaltskanzlei kam auf die glorreiche Idee, eine neue Mitarbeiterin vertraglich zu verpflichten, im Krankheitsfall ausschließlich zu einem bestimmten Arzt zu gehen. Wie wenn das nicht genug wäre, sollte die Rechtsanwaltsgehilfin den Arzt natürlich auch gleich noch von der Schweigepflicht entbinden. Ansonsten würde der Lohn während der Krankschreibung nicht weitergezahlt.

Einen Arzt nicht des eigenen Vertrauens, dazu noch die generelle Einsicht in die Krankenakte: Das ging auch den Frankfurter Richtern deutlich zu weit!
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von Thomas am 06.12.2011, 09:19 Uhr , Kategorie: Allgemein, Lohn und Gehalt

Die Gehaltsunterschiede in Deutschland werden immer drastischer. Laut einer neuen OECD-Studie ist die Einkommensungleichheit bei uns in den letzten 20 Jahren schneller gewachsen als in anderen Industrieländern. Zählte die Bundesrepublik in den 80er und 90er Jahren Dank starker, gesunder Mittelschicht zu einer „wirtschaftlich ausgeglichenen Gesellschaft“, ist dies heute immer weniger der Fall.

In konkreten Zahlen ausgedrückt heißt das:

Im Jahr 2008 verdiente das oberste Zehntel der Deutschen durchschnittlich 57.300,- € im Jahr. Das ist ca.
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von Susanne am 25.10.2011, 11:08 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Der Herbst ist da, und damit auch die Erkältungszeit. Die Grippewelle rollt und allerorts geht das Gehuste und Geschniefe los. Was für die einen meist nur ein lästiges Mitbringsel der kalten Jahreszeit ist, stellt berufstätige Eltern gleich vor mehrere Probleme. Was es an Krankheiten zu holen gibt, schnappen die lieben Kleinen in Kita & Co nämlich nur allzu gerne auf. Statistisch gesehen brüten Kinder durchschnittlich zehn Infekte pro Jahr aus. Was also tun, wenn von heute auf morgen das Kleine krank ist? Wer bleibt daheim? Wie lange darf man in der Arbeit fehlen? Wer zahlt in dieser Zeit den Lohn?

Die weit verbreitete Ansicht, Mütter oder Väter könnten in jedem Fall zehn Tage pro Jahr zu Hause bleiben, trifft leider nicht immer zu. Einheitliche Regelungen über zulässige Fehlzeiten für Beschäftigte mit Kind gibt es in Deutschland nicht. Je nach Einzelfall können die Ansprüche erheblich variieren. Dennoch können Eltern oftmals auf auf zwei Gesetze bauen:
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von Thomas am 09.09.2011, 13:09 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf, Lohn und Gehalt

Der Mann bringt als Ernährer der Familie das Geld nach Hause. Doch die Zeiten haben sich gewandelt! Heute sind Doppelverdiener-Paare die Regel. Da kann es schnell vorkommen, dass die Frau mehr Geld verdient als der Mann. Eigentlich nicht diskussionswürdig – sollte man meinen. Eine Studie zeigt aber genau das Gegenteil auf. Wie „Die Weltberichtet ist es für viele Männer ein Problem, wenn ihre Partnerin das dickere Portmonee hat. Bei ihnen werden dadurch Existenz- und Versagensängste ausgelöst, weil sie noch immer das alte Rollendenken verinnerlicht haben. Konflikte entstehen vor allem, wenn das Geld ohnehin knapp ist. Oft kommt es dann zu Sticheleien wie: „Ach, schon wieder ein neues Paar Schuhe?

Doch wie kann hier abgeholfen werden? Experten
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