von Ines am 21.07.2006, 13:38 Uhr , Kategorie: Rechtsprechung

Hoch Bruno begleitet uns jetzt schon für mehrere Wochen und die Temperaturen klettern immer höher und erreichen Spitzenwerte. Manch einer möchte da lieber am See liegen als auf der Arbeit schwitzen.

Das Bundesarbeitsgericht stellte am Dienstag fest, dass Hitze am Arbeitsplatz kein Grund ist, die Arbeit zu verweigern.

Bei besonders hohen Temperaturen kann allenfalls die Arbeitsgeschwindigkeit angepasst werden, so ein Gerichtssprecher der dpa.

Der Arbeitgeber ist auÿerdem verpflichtet, die Arbeitsräume so einzurichten, dass der Arbeitnehmer gegen Gefahr für Leben und Gesundheit geschützt ist. Oft sind Arbeitgeber zu Kompromissen bereit und lockern z. B. die Kleiderordnung; die ifb-Mitarbeiter bekommen zur Abkühlung Eis.

Ist das Thema Hitze nicht auch ein Thema für den Betriebsrat?

Nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG hat der Betriebsrat bei Maÿnahmen der Unfallverhütung und des Arbeitsschutzes mitzubestimmen. So können Sie als Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung abschlieÿen und somit regeln, was bei extremer Hitze getan wird. In der Betriebsvereinbarung könnte dann beispielsweise geregelt werden, dass betroffene Mitarbeiter tatsächlich frei bekommen, wenn am Arbeitsplatz zwei Tage hintereinander 30 Grad überschritten wird.

Spannendes Thema!

Ich wünsche weiterhin einen schönen Sommer!

Caroline

von Martin am 27.04.2006, 15:53 Uhr , Kategorie: Hotline, Rechtsprechung

Da sind noch mehr ifb-ler, die sich gelegentlich zu Wort melden und mitbloggen. Auch ich gehöre dazu. Mein Name ist Martin Habermayr, meines Zeichens Jurist in der Planungsabteilung und mit vielen unterschiedlichen Aufgaben betraut. In letzter Zeit habe ich mich ziemlich intensiv mit dem Thema ?Betriebsratswahl 2006? und allem, was vom ifb aus so dazugehört, beschäftigt. Das hier alles aufzuzählen, würde Euch nur langweilen ? vor allem jetzt, da die meisten Betriebsräte für die neue Amtszeit gewählt sein dürften …

 

Ich will mich hier aber nicht verplaudern ? wer mich schon mal an der ifb-Hotline hatte, kennt das vielleicht ? daher jetzt Cut und Schnitt. Habt Ihr eigentlich mitgekriegt, dass das BAG (Bundesarbeitsgericht) gestern mal wieder eine ziemlich legendäre Entscheidung gefällt hat und dabei dem deutschen Gesetzgeber ziemlich auf die Füße gestiegen ist? Die Experten unter Euch haben es sicherlich schon lange gewusst oder zumindest geahnt ? zumal der EuGH ja bereits im November 2005 in diese Richtung geurteilt hat: Die sachgrundlose Befristung von älteren Arbeitnehmern (zur Zeit: ab 52 Jahren) nach § 14 Abs. 3 TzBfG ist unzulässig. Dies bedeutet für die Praxis: Alle Arbeitnehmer, die danach befristet sind, können sich freuen. Ihre Befristung ist unwirksam, sie haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag. ßbrigens, die Pressemitteilung dazu findet man wie üblich auf der Homepage des BAG ? oder noch besser: man wartet einfach, bis die Entscheidung im ifb-Newsletter vorgestellt wird…

Dann bis bald

 

Martin

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