von Ines am 25.10.2010, 14:13 Uhr , Kategorie: Rente

Trotz scharfer Proteste gegen die französische Rentenreform hat der Senat am vergangenen Freitag (22. Oktober) das wichtigste Gesetzesvorhaben von Präsident Sarkozy gebilligt: Die Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre. Das berichtet unter anderen die Süddeutsche Zeitung. In mehreren Städten kam es in den Tagen vorher noch  zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten. Streiks im Schienen- und Flugverkehr führten zu langen Wartezeiten, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Die Gewerkschaften kündigten bereits weitere Maßnahmen an. Sarkozy hält die Reform für unerlässlich, um die Rentenkassen zu sanieren und Frankreichs Kreditwürdigkeit zu wahren.

Die Anhebung des Rentenalters ist übrigens nicht nur bei uns und in Frankreich, sondern in halb Europa Thema: Auch in
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Der Niedriglohnsektor nimmt wie eine Krake Überhand: Nach einer Studie des IAQ-Instituts der Universität Duisburg-Essen arbeitet mittlerweile jeder fünfte Arbeitnehmer unterhalb der Niedriglohnschwelle. Professor Gerhard Bosch, einer der beiden Studienleiter, in der ZDF-Sendung „Frontal 21“: „Wir sind zu einem für uns erschütternden Ergebnis gekommen: In Deutschland gebe es den stärksten Anstieg von Niedriglohnbeschäftigung in Europa in den letzten Jahren.“ Er weist darauf hin, dass es eine deutsche Besonderheit sei, dass vor allem die ganz niedrigen Löhne, also bis unter fünf oder sechs Euro, stark zugenommen hätten. „Solche Löhne“, so Bosch im ZDF , „dürfen in Frankreich und England gar nicht bezahlt werden, weil es dort gesetzliche Mindestlöhne gibt.“

Die derzeit oft geforderten 7,50 Euro pro Stunde reichen
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von Thomas am 20.08.2010, 13:26 Uhr , Kategorie: Rente

Die Rentendebatte ist im vollen Gange: Während Wirtschaftsvertreter die Rente erst mit 70 gewähren wollen, fordern CDU und CSU, dass an dem reformierten Renteneintrittsalter von 67 Jahren festhalten wird. Die SPD hingegen weiß inzwischen nicht mehr was sie will und streitet munter über ein Zurückschrauben des Renteneintrittalters. Überboten wird sie
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von Thomas am 19.08.2010, 13:39 Uhr , Kategorie: Rente

Während sich Christ- und Sozialdemokraten weiter über die Rente mit 67 unterhalten, wird aus der Wirtschaft munter die Rente mit 70 gefordert.

In eine ganz andere Richtung aber bewegen sich führende Liberale. Diese machen sich für die Rente mit 60 stark. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Partei der Besserverdienenden will uns alle deutlich früher in den Ruhestand entlassen. Angesichts der miesen Grundstimmung für die FDP klingt das
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von Peter am 11.08.2010, 10:59 Uhr , Kategorie: Rente

Am 01. Januar 2008 ist das sog. RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz in Kraft getreten. Das Wortmonster sieht die stufenweise Anhebung der Regelaltersgrenze bei der Rente vor. Erst bei Erreichen dieser Altersgrenze erwirbt man als Arbeitnehmer den allgemeinen Rentenanspruch, wobei es auch noch andere Altersgrenzen gibt, die früher eintreten, wie zum Beispiel die Altersrente wegen Schwerbehinderung ab dem 63. Lebensjahr. Viele Jahre lag diese Regelaltersgrenze bei 65 Jahren, ab dem Jahr 2012 wird sie nun schrittweise bis zum Jahr 2029 auf 67 Jahre angehoben. Beginnend mit dem Jahrgang 1947 erfolgt diese Anhebung zunächst in Ein-Monats-, ab 2024 in Zwei-Monats-Schritten, so dass dann für alle Versicherten ab dem Jahrgang 1964 die Regelaltersgrenze von 67 Jahren gelten wird. Dies wurde von der sog. Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD im Jahr 2007 so beschlossen.

Wichtig: Das Gesetz sieht
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von Peter am 24.06.2010, 14:15 Uhr , Kategorie: Rente

Dass die Rente im Gegensatz zum berühmten Zitat des früheren Bundesarbeitsministers Norbert Blüm alles andere als sicher ist, hat sich  herumgesprochen. Über diesen Ausspruch werden seit langem Scherze gemacht. Aber besonders lustig ist das leider nicht. Denn die Rentenansprüche sinken, das Renteneintrittsalter steigt und das Thema Altersarmut kommt immer öfter auf die Tagesordnung. Man hat heutzutage als Arbeitnehmer schon längst nicht mehr die Wahl, sich für das Thema zu interessieren oder nicht: man muss etwas tun! Aber was? Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales möchte vor allem Frauen mit einer neuen Broschüre besser informieren. Der „Rentenratgeber für Frauen“ widmet sich deshalb auf 143 recht gut verständlichen  Seiten vielen wichtigen Fragen zur Rente. Anhand spezieller Lebenssituationen werden konkrete Informationen zusammengestellt und viele Tipps gegeben. Der Fokus liegt zwar besonders auf frauenspezifischen Fragestellungen, viele Informationen sind aber genauso für Männer wichtig und auch verwendbar.

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Peter

Man schätzt, dass sich aktuell weit über eine Million Beschäftigte in Kurzarbeit befinden und somit Monat für Monat weniger Geld auf dem Konto haben. Bei vielen ist deshalb Sparen dringend angesagt. Aber wo zuerst? Vielleicht bei den Zuzahlungen in die betriebliche Alterversorgung? Der Gedanke ist verlockend.

Vorsicht! Das kann gefährlich werden. Große Nachteile beim Versicherungsschutz und finanzielle Einbußen können die Folge sein. Wie man als betroffener Arbeitnehmer am besten handelt, wird in diesem Artikel bei Welt Online beschrieben. Unser Lese-Tipp!

Peter

Na das ist ja ein demotivierendes Ergebnis, was bei einer Befragung im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) herausgekommen ist: Lediglich jeder zweite Arbeitnehmer glaubt, dass er bis zum regulären Rentenalter im Job durchhält. Rund ein Drittel bezweifelt dies ausdrücklich. Massenhaftes Schlappmachen vor dem Rentenalter also?

Bis 67 ist es noch weit hin. Für mich zumindest. Ich gehöre mit meinen 41 Jahren zu der Altersgruppe, die laut Umfrage ihre Zukunftsaussichten am düstersten einschätzt: Ganze 35 Prozent der 25- bis 44-Jährigen sind sich sicher, dass sie ihr gesetzliches Rentenalter zumindest als Arbeitnehmer nicht erleben werden. Kommt dann auch noch schwere körperliche Arbeit oder psychischer Stress dazu, steigt die Quote auf mächtige 67 Prozent an.

Wenig Vertrauen in die Zukunft also? Oder eher eine Feststellung von etwas, das eh schon längst Realität ist? Denn bereits im Jahr 2007 wurde nur ausnahmsweise bis zum gesetzlichen Rentenalter gearbeitet: Lediglich ein Drittel erreichte hier die weiteste aller Ziellinien im Arbeitsleben.

Die Reaktionen auf die Umfrage: Die Metall-Arbeitgeber nannten die Studie ein „Zerrbild der Wirklichkeit“. Schließlich sei es ein Kernanliegen, die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer zu erhalten. Humankapital halt. Dumm nur, wenn die Beschäftigten da nicht mitspielen, weil etwa die Anforderungen aus allen Richtungen immer höher werden und die Menschen körperlich und geistig irgendwann auslaugen. IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban: „Arbeiten bis zum Umfallen geht nicht!“ Der Gewerkschaftler forderte die Arbeitgeber auf, „gemeinsame Vorhaben altersgerechter Arbeitsgestaltung auf den Weg zu bringen.“

Und das sollte im Interesse der Arbeitgeber liegen, denn die Tatsache dass wir zielsicher auf einen Fachkräfte- und Arbeitnehmermangel zusteuern, müsste doch längst in allen Teilen von Industrie und Dienstleistung angekommen sein: Ein Grund mehr also für Arbeitgeber, wirklich alle Maßnahmen zu ergreifen und die eigenen Mitarbeiter zu hegen und zu pflegen, damit sie eben nicht frühzeitig schlappmachen.

Weil wenn ich schon Humankapital bin und als solches mein Dasein fristen muss, dann will ich wenigstens ab und zu von meiner Firma gestreichelt werden. Vielleicht reicht das ja schon zum Durchhalten. Rente mit 67? Echt Stress…

Peter

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