Der Deutsche Klaus Kleinfeld leitet seit über einem Jahr den US-amerikanischen Konzern Alcoa, einen der größten Aluminiumhersteller der Welt mit über 100.000 Mitarbeitern. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung bekannte sich Kleinfeld offen zum Modell der betrieblichen Mitbestimmung. Wörtlich meinte er:
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Nach Medienberichten stehen beim Nachrichtenmagazin „Focuserstmalige Betriebsratswahlen an. Für den 10. November 2009 wurden die Beschäftigten zu einer Betriebsversammlung eingeladen, bei der die Wahl eingeleitet werden soll. Hintergrund ist
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Ohne die Wirtschaftskrise wären wir um viele Meldungen ärmer. Ich meine jetzt nicht die ganzen negativen Unternehmensmeldungen, an die man sich im letzten Jahr leider längst gewöhnt hat. Sondern die Nachrichten drum herum! Zum Beispiel Berichte über uns Arbeitnehmer: Wie es uns so geht, wie wir gefühlsmäßig drauf sind und was die Wirtschaftskrise in unserem täglichen Leben mit uns alles anstellt.

Eins muss ich schon sagen: es ist ein ständiges Auf und Ab! Da lese ich gestern in der Zeitung,
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Wenn man sich nur die neuesten Zahlen zur Anzahl der Krankmeldungen in Deutschland anschaut, könnte man diese irrwitzige Schlussfolgerung ziehen, die in der Überschrift steht.


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In unserem Nachbarland Frankreich häufen sich die Selbstmorde auf Grund von psychosozialem Stress am Arbeitsplatz. Allein bei der France Télécom haben sich seit Anfang des Jahres mehr als 20 Mitarbeiter das Leben genommen. Auch bei dem Autogiganten Renault hat es mehrere Suizide gegeben.

Die französische Regierung sucht nun nach Mitteln diese schrecklichen Zustände zu verhindern. Geplant ist,
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Nach einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, IAB, sind Vollzeitbeschäftigte von der Wirtschaftskrise in stärkerem Ausmass betroffen als Teilzeitkräfte. Erstere seien mehr von der Konjunktur abhängig, erklären die Experten.

Ein paar Zahlen dazu: Im zweiten Quartal 2009 ging die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum zurück, während die Quote der Teilzeitbeschäftigten um 1,2 Prozent zulegen konnte.

Das Institut begründet dies, dass in den vom Konjunktureinbruch stark betroffenen Branchen der Industrie Teilzeit vergleichsweise wenig verbreitet sei. Bei privaten, sozialen und öffentlichen Dienstleistungen liege der Teilzeitanteil dagegen deutlich höher. IAB-Forscher Eugen Spitznagel: „Der Arbeitsmarkt ist derzeitig eindeutig zweigeteilt.“

Ich würde mal behaupten, der ist mindestens dreigeteilt: in Menschen nämlich mit regulärer Beschäftigung, Menschen die kurzarbeiten und in Menschen ohne Beschäftigung. Aber diese Liste könnte man vermutlich endlos verlängern. Fallen mir doch spontan solche Menschen ein, die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung ausführen dürfen, Ein-Euro-Jobs zum Beispiel. Dem Leser wird bestimmt auch noch was dazu einfallen.

Immerhin positiv an dem Ganzen, dass der Teilzeitsektor, in dem vor allem sehr viele Alleinerziehende tätig sind, nicht ebenfalls abgebaut hat. Denn das wäre für etliche Menschen eine echte Katastrophe. Soll nicht heißen, dass der Jobverlust eines regulären Arbeitsverhältnisses nicht ähnliches bedeutet.

Peter

Kurzarbeit –  für viele Firmen das Mittel, um Auftragsrückgänge überbrücken zu können. Doch immer mehr Unternehmen missbrauchen die verstärkte Förderung von Kurzarbeitergeld. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, verdächtigt die Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Angaben bereits 116 Unternehmen, zu Unrecht Kurzarbeitergeld bezogen zu haben, Tendenz steigend. „Viele Fälle haben wir bereits der zuständigen Staatsanwaltschaft oder dem Hauptzollamt übergeben“, sagte eine Sprecherin der Behörde der Süddeutschen Zeitung. Dabei sind zwei Praktiken besonders verbreitet: das Unternehmen beantragt die staatliche Förderung, obwohl alle Arbeitnehmer voll arbeiten. Der Vorteil für Arbeitgeber liegt auf der Hand: auf diese Art und Weise bekommen sie ein Teil der Personalkosten durch die Arbeitsagentur ersetzt und haben keinen Arbeitsausfall. Die andere beliebte Praktik: Unternehmen kassieren Lohnzuschüsse vom Staat für diejenigen Arbeitnehmer, die im Urlaub oder krank sind.

Aber wie ist so ein Tricksen überhaupt möglich? Ganz einfach: die Arbeitsagenturen gelten als überlastet. Und damit die Hilfe schneller ankommt, hat die große Koalition den Zugang zum Kurzarbeitergeld erheblich erleichtert. 50.000 Firmen haben derzeit Kurzarbeit beantragt – eine derartige Menge kann kaum kontrolliert werden. Die Bundesagentur ist daher auf anonyme Anzeigen von Mitarbeitern angewiesen, um diese Fälle aufdecken zu können. Doch welcher Arbeitnehmer ist bereit, seinen Arbeitgeber anzuzeigen? In diesen Zeiten sind viele einfach froh, einen Arbeitsplatz zu haben.

Andrea

 

Man schätzt, dass sich aktuell weit über eine Million Beschäftigte in Kurzarbeit befinden und somit Monat für Monat weniger Geld auf dem Konto haben. Bei vielen ist deshalb Sparen dringend angesagt. Aber wo zuerst? Vielleicht bei den Zuzahlungen in die betriebliche Alterversorgung? Der Gedanke ist verlockend.

Vorsicht! Das kann gefährlich werden. Große Nachteile beim Versicherungsschutz und finanzielle Einbußen können die Folge sein. Wie man als betroffener Arbeitnehmer am besten handelt, wird in diesem Artikel bei Welt Online beschrieben. Unser Lese-Tipp!

Peter

von Peter am 25.08.2009, 10:02 Uhr , Kategorie: Wirtschaftskrise

Die Firma Creditreform erwartet nach Pressemeldungen mehr als 35.000 Unternehmensinsolvenzen bis zum Ende des Jahres. Rund eine halbe Million Beschäftigte könnten davon betroffen sein. Creditreform-Experte Michael Bretz: „Gemessen am Einbruch des Auftragseingangs der Industrie müsste die Welle im Herbst kommen“. Keine besonders guten Aussichten also.

Was eine Insolvenz für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeuten kann, hat die Online-Ausgabe der Welt in einem Artikel zusammengefasst. Vom Insolvenzgeld über Kündigung bis hin zur betrieblichen Altersversorgung werden dabei einige wichtige Fragen beantwortet.

„Was die Insolvenz für Arbeitnehmer bedeutet“ (Artikel bei Welt Online)

Peter

von Peter am 15.08.2009, 14:29 Uhr , Kategorie: Wirtschaftskrise

Der Münchner Luxus-Modekonzern Escada hat Insolvenz angemeldet: In Deutschland beschäftigte die einst größte Damenmodemarke der Welt zuletzt etwa 600 Mitarbeiter. Schon wieder eine Folge der Wirtschaftskrise? Eindeutig nein, meint der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Wagner, der auch Vertreter der IG Metall ist.

Wagner: „Die Insolvenz von Escada ist keine Folge der aktuellen Wirtschaftskrise, sondern hat ihre Ursache in hausgemachten Problemen und gravierenden Managementfehlern früherer Vorstände.“ In einer Meldung der IG Metall wird erläutert, dass der Konzern es in den letzten Jahren versäumt hat, seine Angebote den Bedürfnissen der KundInnen anzupassen.

Der Insolvenzverwalter wurde aufgefordert, sich nicht nur um die Forderungen der Gläubiger, sondern auch um die Belange der Beschäftigten zu kümmern, damit möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Angeblich hat das Unternehmen bereits einen Plan zur Neuausrichtung in der Schublade, der in Kürze vorgestelt werden soll.

Peter

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