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Daimler will Blut sehen

Ein Einstellungsgespräch mit den üblichen Fragen reicht Daimler scheinbar nicht mehr: Nach Informationen des Rundfunksenders NDR verlangt der Unternehmen von seinen Stellenbewerbern Blutproben. Dem Sender liegen nach eigenen Angaben Unterlagen vor, die belegen, dass Bewerbern Blut abgenommen wurde, obwohl sie noch keine feste Zusage für die neue Stelle hatten. Einer betroffenen Bewerberin sagte das Unternehmen laut NDR Info, der Bluttest diene der „Gesundheit“ der Mitarbeiter.

Eine Daimler-Sprecherin teilte mit, dass am Anfang des Bewerbungsverfahrens – zum Beispiel im Rahmen von Assessment Centern – weder Blut – noch Gesundheitstests gemacht würden. Dies erfolge erst bei den Einstellungsuntersuchungen, die vor oder nach einer endgültigen Zusage für die Stelle gemacht würden. Dabei werde untersucht, ob der Bewerber für die Stelle geeignet sei.

Und nicht nur wegen dieser Bluttests ist Daimler ins Visier der Datenschützer geraten: Nun wurde bekannt, dass sich das Unternehmen wegen der unzulässigen Speicherung von Mitarbeiter-Krankendaten erneut eine Rüge der baden-württembergischen Datenschutzbehörde eingefangen hat.

Blutest, gespeicherte Krankendaten: Wo soll so etwas hinführen? Klar, Bluttests sind nur Einverständnis des Bewerbers möglich, aber wer lehnt dies schon ab, wenn er einen neuen Job sucht?

Andrea