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Schroffe Chefs schrauben Fehlerquote hoch

So, liebe autoritär denkende und schroff auftretende Abteilungsleiter, Vorgesetzte und sonstige Führungskräfte. Da gibt es bestimmt etliche unter Euch, die schon von jeher der Meinung waren, dass sich das anvertraute Humankapital mit zackigem Ton und abweisendem Gehabe letzlich immer noch am besten steuern lässt. Da läuft der Laden dann wie von selbst, stimmts („Respekt, der Meier hat seine Leute vielleicht im Griff…“)? Diejenigen, die dagegen bisher zaghaft der Meinung waren, in solchen bürokriegsähnlichen Konstellationen könne eigentlich nicht besonders viel Gescheites herauskommen, dürfen sich nun durch das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Aberdeen bestätigt fühlen. Deren Ergebnis lautet [1]: Rüpelhafter und ruppiger Umgang bei der Arbeit führt zu einer höheren Fehlerquote. Es muss ja nicht immer alles gleich in Harmonie zerfließen, denn ohne konstruktive Diskussion kommt man nur selten weiter. Aber ein fairer und vor allem respektvoller Umgang sollte es schon sein! Das ist das Minimum an Anforderungen, das man als Arbeitnehmer im Betrieb immer erwarten kann. Vom Vorgesetzten, aber auch vom Kollegen! Wobei: Wie der Herr, so’s Gscherr. Übersetzt: Wenn der große Meister etwas vormacht, braucht man sich nicht wundern, wenn die kleinen Angestellten ihm dann nacheifern. Im Guten wie im Schlechten.

Dazu passt die Meldung, die es heute auf viele Titelseiten geschafft hat: „Psychisch krank im Job [2]“ – Psychische Erkrankungen verursachen mittlerweile im Betrieb die längsten Fehlzeiten. Schroffe Chefs dürften an diesem Ergebnis genauso wie mobbende Kollegen einen nicht unerheblichen Anteil haben.

Peter