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Gehaltsanpassung light: Vier Prozent weniger innerhalb von elf Jahren

In den Charts der furchtbarsten arbeitsmarktpolitischen Wörter kommt der Begriff „Reallohnverluste“ sicher bis in die Spitzenplätze. Kurzer Hinweis an dieser Stelle: Wer nach Tarif bezahlt wird, kann jetzt weiterklicken, denn zumindest statistisch müsste es bei ihm oder ihr seit dem Jahr 2000 besser gelaufen sein. Zumindest besser als beim Rest! Allerdings: 6,7% Zuwachs beim Reallohn innerhalb eines Zehnjahreszeitraums erscheinen auch nicht gerade sonderlich konsumfördernd. Wo doch immer alle schreien, dass sich das neue deutsche Wirtschaftswunder nicht nur auf den Export beschränken dürfe, sondern auch von der Binnenkonjunktur getragen werden müsse. Nur: Wie soll das funktionieren?

Das WSI-Tarifarchif der Hans-Böckler-Stiftung ist leider oft ein soziales Gruselkabinett des Ist-Zustandes unserer Arbeitswelt, hier laufen die Ergebnisse besonders aussagekräftiger Umfragen zusammen und werden wissenschaftlich auf hohem Niveau ausgewertet. Die jährliche Betriebsrätebefragung ist ein gutes Beispiel dafür. Reinhard Bisping hat als Leiter dieser Einrichtung nun soeben den „Tarifpolitischen Jahresbericht 2010“ veröffentlicht. Dieser besagt unter anderem:

Hauptgründe für die Lohnschwäche seien die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Deregulierung am Arbeitsmarkt (Hartz IV-Reformen, Boom der Leiharbeit) gewesen.

Link zur ausführlichen Meldung auf boeckler.de [1]

Peter

Bildquelle: Hans-Böckler-Stiftung