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Chef ist oft mitverantwortlich für die Entstehung von Mobbing

[1]Der Führungsstil von Vorgesetzten spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Mobbing. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie („Mobbing-Report [2]“), die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA [3]) veröffentlicht wurde. Danach werden hierzulande rund 1,5 Millionen Beschäftigte Tag für Tag an ihrem Arbeitsplatz gemobbt. Jeder neunte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal Opfer von dauerhaften Benachteiligungen, Schikanen und Ausgrenzung.

In mehr als 50 % der Fälle ging laut dem Report Mobbing von Führungskräften aus bzw. fand unter ihrer Mitwirkung statt. Der „durchschnittliche Täter“ ist ein Mitglied der Stammbelegschaft mit Personalverantwortung, männlich und zwischen 35 und 54 Jahre alt. Er erhält mit zunehmender Dauer des Mobbingprozesses häufig Beihilfe von Kollegen, die dem Opfer ebenfalls zusetzen.

Das Verhalten der Führungskräfte spielt jedoch beim Thema Mobbing nicht nur eine entscheidende Rolle als Ursache, sondern auch als wichtiger Präventionsansatz. Defizite im Führungsverhalten von Vorgesetzten können durch Schulungen zur Mitarbeiterführung, Kommunikation und Kooperation sowie Konfliktmanagement abgebaut werden, so die Studie. Aber sind Führungskräfte zu solchen Maßnahmen überhaupt bereit? Dann müsste man sich selbst gegenüber so ehrlich sein, und sich eine Schwäche eingestehen. Hut ab, vor Vorgesetzten, die das können!

Ines H.

 

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